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Gedanken über veganes Eis

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Um mir das Warten auf den Sommer zu verkürzen, habe ich im Eisregal des Supermarkts gestöbert. Ich gehe zwar gerne in die Eisdiele, aber an einem richtig heißen Tag ist ein Eis zu Hause ja

Um mir das Warten auf den Sommer zu verkürzen, habe ich im Eisregal des Supermarkts gestöbert. Ich gehe zwar gerne in die Eisdiele, aber an einem richtig heißen Tag ist ein Eis zu Hause ja auch super.

Eiskugel Kekseis auf einem Teller umgeben von Eiswürfeln
Julia Icking, Bonn

Beim Blick ins Eisregal fallen mir zwei Beschriftungen ins Auge: „dairy free“, also „frei von Milchprodukten“, und „vegan“. Moment mal, denke ich, was ist denn überhaupt das Problem bei Eis. Es gibt doch auch Fruchteis. Das kommt ohne Milch und Sahne aus. Oder Sorbet - ach nein, da gehört ja Eischnee rein . . . Und klar, auf ein cremiges Schoko- oder Vanilleeis möchte niemand verzichten. Irgendwie ist es ja auch hip, weniger Milchprodukte zu kaufen. Denn das ist gut fürs Klima. Wahrscheinlich gibt es mehrere Beweggründe, ein veganes Eis auf den Markt zu bringen. Aber wodurch ersetzen die Hersteller Sahne, Milch und Co?

Erdnuss, Kokos, Mandel oder Soja

Jetzt bin ich neugierig und durchstöbere statt des Supermarkts das Internet. Das virtuelle, vegane Eisregal ist mit Sorten auf Basis von Erdnuss, Kokosnuss, Soja und Mandel gefüllt. Klingt lecker! Allerdings sind das nicht gerade heimische Zutaten, so dass die Klimabilanz vermutlich doch nicht so super ist. Und ob es sich lohnt, sich so viele Gedanken über Zutaten und das Klima zu machen, wenn man bedenkt, wie selten ich Eis esse? Der Blick auf die Zutatenliste zeigt außerdem, dass sie beim veganen Produkt genauso lang ist, wie beim normalen. Es eher selten zu essen, ist also eine gute Idee.

Zurück zum Eisregal

Obwohl der Supermarkt klein ist, kann ich mich zwischen zwei veganen Sorten entscheiden. Banane-Walnuss auf Mandelbasis oder Erdnusseis mit Schokokeks-Stückchen. Da ich nicht so auf Bananen stehe, entscheide ich mich für das Cookie-Eis. Ein kurzer Blick auf den Preis schlägt mir allerdings fast den Boden unter den Füßen weg. Glatte zwei Euro mehr als die anderen - auch schon eher teuren - Sorten der Marke. Uff. Egal, ich bin neugierig!

Die Kostprobe

Auf den ersten Blick sieht das Eis aus, wie jedes andere Keks-Eis. Beim Verteilen ist es ziemlich fest, aber das kann natürlich an der Temperatur des Eisfachs liegen. Die Keksstücke im Eis sind schön groß, das mag ich! Und schokoladig sind sie auch. Die Eiscreme schmeckt süß und - wie nicht anders zu erwarten - nach Erdnüssen. Das finde ich zwar durchaus lecker, aber mit dem hausgemachten Eis einer italienischen Eisdiele kann es nicht mithalten. Vielleicht ist der Vergleich unfair, denn das können die meisten Eissorten im Karton nicht. Insgesamt verbuche ich das vegane Eis unter „schmeckt, teuer, für mich überflüssig“ und freue mich schon auf den nächsten sonnigen Tag mit einem Besuch in der italienischen Eisdiele an der Ecke.

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