Springe direkt zum Inhalt , zum Menü .

Keimlinge aus eigener Anzucht

Wertvolle Mineralstoffe und Vitamine, die wichtig für den menschlichen Körper sind, werden von Pflanzenkeimlingen geliefert.

Keimlinge Hülsenfrüchte
iStock.com / druvo

(BZfE) – Pflanzenkeimlinge sind mehr als Dekoration. Sie liefern wertvolle Mineralstoffe und Vitamine, die wichtig für den menschlichen Körper sind. Das gilt auch für die Keimlinge von Hülsenfrüchten. Für die Keimlingsanzucht eignen sich sehr gut zum Beispiel Sojabohnen, Mungbohnen, Kichererbsen, Linsen, Adzukibohnen und Erbsen.

“Keimling“ ist der botanische Begriff für das junge Pflänzchen, das die Samenschale durchbricht und noch vom Nährgewebe des Samens zehrt. Der Keimling wird in der Botanik vom Spross unterschieden: Dieser ist der mit Blättern besetzte Stängel der Jungpflanze. “Spross“ ist demnach eine umgangssprachliche, botanisch nicht korrekte Bezeichnung für einen Keimling.

Wichtige Voraussetzungen für den Keimvorgang sind Wasser, Wärme, Sauerstoff und – je nach Pflanzenart – auch Licht. Wenn Wasser durch die Schale eindringt, quillt der Samen, die Schale platzt auf und das Wachstum beginnt.

Am besten gedeihen die Keimlinge bei einer Temperatur zwischen 18 und 22 ºC. Das für das Wachstum notwendige feuchtwarme Klima beim Keimen fördert leider nicht nur das Wachstum des Pflanzenkeimlings, sondern begünstigt ebenso die Vermehrung von Bakterien und Schimmelpilzen. Um das Wachstum von Bakterien und Schimmelpilzen von vornherein zu hemmen, sollte man für eine gute Luftzufuhr sorgen und wenn möglich, Senf- oder Rettichsamen mit hinzugeben. Und natürlich sind alle Keimgefäße vor dem Gebrauch gründlich mit heißem Wasser zu reinigen.

Trotz ausreichender Belüftung und gründlichen Spülens können die Keimlinge mikrobiell belastet sein, wobei die Qualität direkt vom Ausgangsmaterial abhängig ist. Mögliche Krankheitserreger lassen sich aber durch Erhitzen abtöten. Wer Keimlinge roh essen möchte, sollte sie zur Verringerung der möglichen Keimbelastung gründlich waschen und schnell verbrauchen. Krankheitserreger lassen sich durch das Waschen jedoch nicht eliminieren. Zur Sicherheit sollten die Keimlinge also vor dem Verzehr zumindest eine halbe Minute in der doppelten Menge kochendem Wasser blanchiert werden.

Die botanischen Hintergründe des Keimvorgangs sowie Hinweise zum hygienischen Umgang mit Keimlingen hat das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) auf der Seite http://www.bzfe.de/inhalt/huelsenfruechte-keimlinge zusammengestellt. Außerdem werden verschiedene Methoden vorgestellt, die für die eigene Keimlingsanzucht geeignet sind.

www.bzfe.de

als hilfreich bewerten 0 Versenden