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Pflanzenschutzmittelrückstände

„Nationale Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln 2017“ veröffentlicht.

Verschiedene Obst- und Gemüsesorten
pixabay

(BZfE) – Deutsche und europäische Lebensmittel sind weiterhin sehr selten mit zu hohen Rückständen von Pflanzenschutzmitteln verunreinigt. Nur ein bis zwei Prozent der untersuchten Erzeugnisse überschritten im Jahr 2017 die zugelassenen Höchstmengen. Das hat die „Nationale Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln 2017“ bestätigt, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) kürzlich veröffentlicht hat.

In den Laboren der Bundesländer standen im Jahr 2017 über 20.000 Lebensmittel auf dem Prüfstand. Es wurden 202 verschiedene Erzeugnisse, vor allem Obst und Gemüse untersucht. Die Auswahl der Proben erfolgte risikoorientiert: Im Fokus standen Produkte, die bereits in der Vergangenheit auffällig geworden waren. Daher erlauben die Ergebnisse keinen Rückschluss auf die Belastung aller Lebensmittel auf dem Markt.

Bei 1,1 Prozent der untersuchten deutschen Lebensmittel und bei 1,9 Prozent der Produkte aus dem europäischen Ausland lagen die Pflanzenschutzmittelrückstände im Jahr 2017 über den gesetzlichen Höchstmengen. Im Gegensatz dazu waren Erzeugnisse aus Drittstaaten deutlich höher belastet und erreichten eine Überschreitungsquote von über sechs Prozent. Bei jeder dritten Probe wurde mehr als ein Wirkstoff nachgewiesen.

Zwischen den Kulturen gab es jedoch große Unterschiede. So überschritten Lebensmittel wie Möhren, Kartoffeln, Tomaten oder Äpfel und beliebte saisonale Erzeugnisse wie Erdbeeren oder Kirschen kaum oder gar nicht die zugelassenen Höchstwerte. Zu den negativen Spitzenreitern gehörten Tee mit knapp 15 Prozent Überschreitungen, gefolgt von getrockneten Bohnen (9,5 %), frischen Kräutern (9 %) und Paprika (7,4 %).

Bio-Produkte sind in der Regel weniger mit Pflanzenschutzmittelrückständen verunreinigt als konventionelle Ware. Rund 77 Prozent der Proben aus dem Ökolandbau wiesen im Jahr 2017 keine nachweisbaren Rückstände auf. Das war nur bei 42 Prozent der konventionellen Lebensmittel der Fall.

Bei Säuglings- und Kleinkindernahrung gelten besonders strenge Vorschriften. Im Jahr 2017 lag der Anteil der beanstandeten Proben bei 1,5 Prozent – deutlich geringer als in den Vorjahren.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.bvl.bund.de

Heft „Das Schadstoff-Lexikon - In Lebensmitteln unerwünscht“
Bestell-Nr. 1604, Preis: 2,50 Euro

www.ble-medienservice.de

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