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Spätes Frühstück – na und?

Wer nicht frühstückt, riskiert laut den meisten Studien eher Übergewicht, ist weniger leistungsfähig und hat oft schlechtere Laune.

ein gesundes Frühstück liegt in einer Dose und auf einer Tischdecke.
IStock / artursfoto

(BZfE) – Viele ältere Kinder und Jugendliche bringen kurz nach dem Aufstehen und vor Schulbeginn zu Hause noch keinen Bissen runter und bekommen erst später Hunger. Das liegt häufig an ihrer „inneren Uhr“: Während Kinder im Kindergarten und in der Grundschule eher Frühaufsteher sind (Typ „Lerche“), entwickeln sich Jugendliche häufig zu einem späten Chronotypen („Eule“). „Das trifft weltweit auf Mädchen und Jungen zu“, erläuterte Dr. Ute Alexy von der Universität Bonn auf dem Wissenschaftlichen Symposium 2019 „Frühstück macht Schule“ der Verbraucherzentrale NRW Ende Januar in Düsseldorf.

Vermutlich begünstige Essen gegen die innere Uhr Übergewicht, deshalb sei das Frühstück vor der Schule für diese Altersklasse viel zu früh und Jugendliche sollten später frühstücken, so Alexy. Das Frühstück regelmäßig auszulassen ist aber die schlechteste Alternative. Denn wer nicht frühstückt, riskiert laut den meisten Studien eher Übergewicht, ist weniger leistungsfähig und hat oft schlechtere Laune.

Ein mitgebrachtes Schulbrot zu essen, ist also nach wie vor nicht nur in der Grundschule, sondern auch für ältere Lernende sinnvoll. An allen Schulen sollte darüber hinaus ein ausgewogenes Frühstücksangebot selbstverständlich sein – so die einhellige Meinung verschiedener Experten auf dem Symposium. Hier können sich Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern gleichermaßen engagieren und etwas bewegen. Denn es geht um Vieles: Es fördert den Zusammenhalt, ein gutes Schulklima und den Spracherwerb, wenn Kinder und Jugendliche gemeinsam ein Frühstück planen, zubereiten und essen. Nebenbei sind der praktische Umgang mit Lebensmitteln und das tägliche Erleben der beste Beitrag zur Ernährungsbildung. Insbesondere frisches Obst und Gemüse, Trinkwasser, Vollkornprodukte und wenig gesüßte Milchprodukte sind laut Alexy wichtige Stellschrauben beim Frühstück.

Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) hat zahlreiche Medien für Schulen entwickelt, die Anregungen für das gemeinsame Frühstücken geben. Im Mittelpunkt stehen immer die Lernenden. So können „Milchforscher und Joghurtdetektive“ (Bestell-Nr. 1684) im Grundschulalter auf Zuckerjagd gehen oder einen Shake selbst herstellen. „Gemüseforscher und Obstdetektive“ (Bestell-Nr. 3388) nehmen die bunte Vielfalt frischer Früchte unter die Lupe oder erfahren auf einem Sinnesparcours neue Eindrücke. Lustige Brotgesichter gibt es im „Ernährungsführerschein“ (Bestell-Nr. 3941). Fünft- und Sechstklässler können als „SchmExperten“ Powersandwiches und Fingerfood mit Dipps zubereiten („SchmExperten“, Bestell-Nr. 3979). Jugendliche führen „Schülerwarentests mit Lebensmitteln“ (Bestell-Nr. 3709) durch oder bewerten anhand eines Qualitätsfächers gängige Frühstücksprodukte aus dem Handel und suchen Alternativen („Lebensmittelqualität beurteilen“, Bestell-Nr. 1338). Die BZfE-Unterrichtsmaterialien gibt es im www.ble-medienservice.de

Ruth Rösch, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

http://www.bzfe.de/inhalt/zwischenmahlzeiten-1942.html

https://www.nqz.de/

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