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Ein Teller mit vier selbstgemachten Berlinern. Darum liegen Luftschlangen
Julia_Icking

(BZfE) – Wenn die närrische Zeit ihren Höhepunkt erreicht, darf nicht nur ausgelassen gefeiert, sondern auch geschlemmt werden. Zum Brauchtum gehört der Berliner, der je nach Region auch Krapfen, Kräppl oder Pfannkuchen genannt wird. Selbst gemacht und noch lauwarm schmeckt das süße Fastnachtsgebäck besonders gut.

Fettgebackenes ist eng mit dem Karneval verbunden. Das hat einen religiösen Hintergrund: In der christlichen Kirche beginnt am Aschermittwoch die Fastenzeit. Früher durften bis Ostern Butter, Eier und Schmalz nicht gegessen werden. Daher haben die Menschen diese Lebensmittel genutzt, um ein gehaltvolles Hefegebäck zuzubereiten.

Wer die Ballen selbst herstellen möchte, braucht zunächst einen fluffigen Hefeteig. Dafür wird die Hefe in lauwarmer Milch aufgelöst und mit Mehl, Zucker, einer Prise Salz, Eiern und weicher Butter verrührt. Die Eier sorgen dafür, dass sich der Teig später beim Frittieren nicht zu stark mit Fett vollsaugt. Alles zu einem glatten Teig verkneten und zugedeckt an einem warmen Ort mindestens eine Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Anschließend in kleine Stücke teilen und zu gleichmäßigen Kugeln formen.

Nun werden die Ballen frittiert. Dazu erhitzt man einen Liter eines geschmacksneutralen Öls wie Sonnenblumenöl oder Rapsöl in einem hohen Topf auf 170 bis 180 Grad Celsius. Die Temperatur kann mit einem Küchenthermometer gemessen oder mit einer einfachen Probe getestet werden, indem man einen Holzlöffel in das Öl hält. Wenn sich am Stiel kleine Bläschen bilden und nach oben steigen, ist die nötige Temperatur erreicht. Die Teiglinge portionsweise von jeder Seite für wenige Minuten goldbraun frittieren, mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf einem Küchentuch abtropfen lassen. Alternativ können die Berliner auch bei 180 Grad Celsius für etwa eine Viertelstunde im vorgeheizten Ofen gebacken und für mehr Saftigkeit mit etwas Butter bestrichen werden.

Zum Schluss kommt nach Wunsch die süße Füllung in das Gebäck – etwa Aprikosen- oder Kirschkonfitüre, Hagebuttenmark, Pflaumenmus oder Vanillepudding. Konfitüre wird am besten vorher durch ein Sieb gestrichen. Etwa 25 Gramm in einen Spritzbeutel oder eine Einwegspritze geben und seitlich in die noch warmen Hefebrötchen füllen. Mit Puderzucker bestäuben – fertig ist die süße Nascherei für jecke Tage.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Ein Rezept für selbstgemachte Berliner finden Sie auf unserem Was-wir-essen-Blog: https://www.bzfe.de/was-wir-essen-blog/blog-archiv/blog-archiv-2016/februar-2016/bonn-alaaf-selbstgemachte-berliner-fuer-karneval

(Bildquelle: Julia Icking)

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