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Schwefel in Trockenobst

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Getrocknete Mango, Aprikosen, Weinbeeren und Feigen: Trockenobst steht bei uns zuhause hoch im Kurs. Während Feigen und Weinbeeren auch ohne Zusatzstoffe auskommen, liest man bei Mangos...

Getrocknete Mango, Aprikosen, Weinbeeren und Feigen: Trockenobst steht bei uns zuhause hoch im Kurs. Während Feigen und Weinbeeren auch ohne Zusatzstoffe auskommen, liest man bei Mangos und Aprikosen häufig „geschwefelt“. Schwefel im Essen hört sich in meinen Ohren aber nicht gerade gesund an. Eher gefährlich...

Fünf getrocknete Aprikosen vor weißem Hintergrund: zwei geschwefelte orangene und drei ungeschwefelte braune.
womue / Fotolia.com

Gerade in der Schwangerschaft oder auch jetzt in der Stillzeit habe ich deshalb vorsorglich versucht, ungeschwefeltes Trockenobst zu bekommen. Genau wie für meinen dreijährigen Sohn.

Der liebt aber vor allem getrocknete Mangostreifen – und gerade die sind so gut wie nie ohne Schwefel zu bekommen. Die einzigen ungeschwefelten Mangostreifen, die ich jemals im Laden entdeckt habe, waren leider geschmacklich ein absoluter Reinfall.

Also was tun? Am besten erst einmal nachdenken und mich informieren! Immerhin ist die Behandlung mit Schwefeldioxid so verbreitet, dass sie doch eigentlich gar nicht so schlimm sein kann, oder?

Genau so ist es, sagt Ernährungsberaterin Dr. Maike Groeneveld. Erstens seien die Grenzwerte sehr gering, zweitens die verwendeten Verbindungen Schwefeldioxid und Sulfit nur für bestimmte Personengruppen potentiell schädlich. Asthmatiker zum Beispiel, wie auch in der Online-Datenbank zusatzstoffe-online.de zu lesen ist.

In der Regel unbedenklich

„Für die meisten Menschen sind Schwefeldioxid und Sulfite unbedenklich, weil ein körpereigenes Enzym für den schnellen Abbau der Stoffe sorgt. Bei Menschen, die von diesem Enzym weniger haben, kann es jedoch zu gesundheitlichen Problemen durch Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen kommen. Bei Asthmatikern können die Schwefelverbindungen zudem Asthmaanfälle hervorrufen (Sulfitasthma). In seltenen Fällen wurden allergische und allergieähnliche Reaktionen (Pseudoallergien) beobachtet.“ (Quelle: zusatzstoffe-online.de)

Aber wofür ist der Zusatz der Schwefelverbindungen überhaupt notwendig? Er sorgt dafür, dass das Obst so schön hell bleibt, wie es nach der Ernte ist. Ungeschwefelte Aprikosen zum Beispiel werden braun, während die geschwefelten hell-orange bleiben.

Im Reformhaus gibt es bei uns beide Sorten. Und wenn ich da tatsächlich mit gutem Gewissen frei entscheiden kann, steht fest: Geschmacklich ziehe ich die säuerlichen geschwefelten Aprikosen den süßlichen braunen deutlich vor.

P.S.: Wer bei dem Wort „Schwefel“ so wie ich an Nasenklammer und Schutzbrille im Schulunterricht zurückdenkt: Das Giftige aus dem Chemiebaukasten war SchwefelSÄURE. Die ist tatsächlich sehr gefährlich – hat aber mit Trockenobst nichts zu tun!

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