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Wasabi anbauen

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Am Naturstandort mag Wasabi pflegeleicht sein, in unseren Breiten gibt er jedoch meist die Diva.

Am Naturstandort mag Wasabi pflegeleicht sein, in unseren Breiten geriert er sich jedoch meist als ziemliche Diva. Deshalb konnte mich bislang nicht dazu durchringen, ihm in meinem ohnehin viel zu kleinen Garten ein Plätzchen einzuräumen. Wer im Garten gerne herumexperimentiert, von Natur aus geduldig ist und Herausforderungen liebt (nette Umschreibung für „Rückschläge gut verkraftet“), hat aber vielleicht trotzdem Lust, sich mal an der aus Japan stammenden Pflanze zu versuchen. Deshalb kommen hier ein paar Tipps zum Anbau.

Wasabi-Farm. Die Pflanzen wachsen in fließendem Wasser und werden beschattet.
ThamKC / Fotolia.com

Eutrema japonicum, wie der botanische Name des Japanischen Meerrettichs lautet, liebt einen schattigen Standort – eine gute Nachricht für alle Schattengärtner, die in Sachen Nutzpflanzen ja sonst eher das Nachsehen haben. Die weniger gute Nachricht: Wasabi bevorzugt dauerhaft feuchte, aber nicht staunasse Erde (das kann schon nicht mehr jeder Schattengärtner bieten) und auch im Sommer gemäßigte Temperaturen – boing, an der Stelle dürften die meisten raus sein.

Wen jetzt erst recht der Ehrgeiz packt, der sollte die um die 60 cm hoch werdende Pflanze im Abstand von 30 x 30 cm in die Erde setzen, sie im Frühjahr mit Kompost versorgen und ihr im Winter einen Schutz aus Fichtenreisig zuteil werden lassen. Prinzipiell ist es auch möglich, Wasabi in Kübeln zu kultivieren (Mindestvolumen 10 Liter) und dann kühl und hell im Haus zu überwintern. Achtet dann aber umso mehr auf eine gleichmäßige Bewässerung.

Geerntet wird frühestens nach zwei, besser erst nach drei oder vier Jahren, damit die Rhizome auch eine nennenswerte Größe erreichen können. Einen Teil des Wurzelstocks könnt ihr wieder einpflanzen, die übrigen Teile werden gesäubert und erst kurz vor der Verwendung zerrieben, da der Wasabi sonst rasch an Schärfe verliert. Kleiner Trost: Bis die Pflanzen erntereif sind, könnt ihr zumindest schon mal Blätter und Stiele pflücken und damit Salate aufpeppen.

Falls ihr euch an den Anbau wagen solltet oder bereits gewagt habt, berichtet doch mal von euren Erfahrungen und ob es die Mühe wert war, ich würde mich riesig freuen. Vielleicht versuche ich mich ja sogar doch noch mal als Wasabi-Farmer :-)!

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