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Welche Linsensorte wofür?

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Vor ein paar Tagen wollte ich Palak Dal mit frischem Spinat machen. Palak Dal ist ein indisches Curry, das mit Spinat und roten Linsen gekocht wird. Die Linsen zerfallen und machen das Curry 

 

Vor ein paar Tagen wollte ich Palak Dal mit Spinat und Linsen kochen. Palak Dal ist ein indisches Curry mit roten Linsen. Die Linsen zerfallen beim Garen und machen das Curry schön sämig. Leider habe ich zu spät gemerkt, dass ich keine roten Linsen mehr hatte. Vielleicht schmeckt das Gericht auch mit Belugalinsen? Die hatte ich nämlich noch. Also los!

Linsensalat mit Frühlingszwiebeln, Paprika und Schafskäse
Julia Icking, Bonn

Das Ergebnis war eher mittelprächtig, denn im Gegensatz zu roten Linsen, die nach etwa einer Viertelstunde gar sind und dem Gericht die erwähnte Bindung geben, brauchen die schwarzen Linsen mehr als eine halbe Stunde zum Garen und zerfallen so gut wie gar nicht. Das Kochen hat also viel länger gedauert und das Gericht war völlig verändert. Geschmeckt hat es trotzdem und das Mittagessen war gerettet.

Rote, braune und schwarze Linsen

Beim nächsten Einkauf habe ich meinen Linsenvorrat aufgefüllt. Zu den schwarzen Belugalinsen haben sich rote Linsen und die etwas größeren, braunen Berglinsen gesellt. Wie ich rote und braune Linsen verwende, habe ich euch vor einiger Zeit verraten. Hier könnt ihr nachlesen, wie ich indische Linsencreme und Linsensuppe zubereite. Dabei mache ich mir die besonderen Eigenschaften der einzelnen Linsensorten zunutze. Die roten Linsen garen so schnell, weil sie geschält sind und nehmen angeblich auch Gewürze besonders gut an. Linseneintopf kann man auch mit Tellerlinsen statt mit Berglinsen kochen. Sie sind etwas größer als die Berglinsen, zerfallen leichter und machen die Linsensuppe dadurch cremiger. Dass die kleinen, schwarzen Belugalinsen so kochstabil sind, kann man sich in einem Salat zunutze machen. Zum Beispiel so:

Linsensalat mit Frühlingszwiebeln, Paprika und Schafskäse

Zutaten für 4 Beilagenportionen oder zweimal Mittagessen

  • 250 g Belugalinsen
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1 Paprikaschote
  • 100 g Schafskäse

Für das Dressing

  • 40 ml Olivenöl
  • 40 ml weißer Essig
  • 2 TL Senf
  • Salz, Pfeffer
  • eventuell Majoran und zerstoßene Fenchelsamen

Zubereitung

Die Linsen nach Packungsanweisung zubereiten und abkühlen lassen. Wenn es schnell gehen muss: abschrecken. Frühlingszwiebeln in feine Ringe und Paprika in kleine Würfel schneiden. Aus Öl, Essig, Senf, Salz und Pfeffer eine kräftige Vinaigrette zubereiten und alle Zutaten vermischen. Der Salat schmeckt lauwarm, kann aber auch einige Stunden durchziehen. Vor dem Servieren den Schafskäse grob zerbröckeln und vorsichtig unter den Salat heben.

Dieser Salat ist ziemlich flexibel: Statt der Paprika kann man auch Gurke oder Tomate nehmen oder alles drei. Gebratene Zucchiniwürfel schmecken bestimmt auch lecker oder rote Beete aus dem Glas. Statt Frühlingszwiebeln gehen auch normale Zwiebeln oder Schalotten.

Der Salat lässt sich auch prima als Büro-Mittagessen vorbereiten. Zum Transport den Salat in eine Dose oder ein großes Glas füllen, den Schafkäse obendrauf bröckeln und erst vor dem Essen untermischen.

Hülsenfrüchte würzen

Die Angabe, dass Salz im Kochwasser die Garzeit der Hülsenfrüchte verlängert, scheint ein Märchen zu sein. Inzwischen heißt es sogar, dass Salz das Garen unterstützt. Majoran und zerstossene Fenchelsamen verleihen dem Salat nicht nur eine besondere Note, sondern helfen auch dabei, die manchmal schwer verdaulichen Hülsenfrüchte besser zu vertragen. Mehr Informationen zur Zubereitung, passenden Gewürzen und den verschiedenen Sorten könnt ihr in der Lebensmittelkette Hülsenfrüchte nachlesen.

Einen Linsensorte, die ich noch nie gekocht habe, sind Puylinsen. Habt ihr ein tolles Rezept, das ich unbedingt mal ausprobieren sollte? Dann schreibt es mir doch in die Kommentare!

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