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(BZfE) – Die diesjährige Weltstillwoche (4. bis 10.10.2021) legt mit dem Motto „Stillen. Unser gemeinsamer Weg.“ den Fokus auf das Miteinander beim Stillen. Mutter und Kind profitieren von Unterstützung. Rückhalt im privaten und sozialen Umfeld und gesellschaftliche Akzeptanz sind fast ebenso wichtig wie die fachliche Unterstützung. Dass Stillende in Deutschland gestärkt werden sollen, hat die Bundesregierung am 7. Juli 2021 mit der Nationalen Strategie zur Stillförderung als Ziel formuliert. Denn Stillen fördert die Gesundheit von Mutter und Kind. Es ist wissenschaftlich belegt, dass Muttermilch die optimale Ernährung für Säuglinge ist.

Im Rahmen der Weltstillwoche greift das zum Bundeszentrum für Ernährung gehörende Netzwerk Gesund ins Leben, das sich im Auftrag des Bundesernährungsministeriums für das gesunde Aufwachsen von Kindern einsetzt, das Motto „Stillen. Unser gemeinsamer Weg.“ in seinen Kommunikationsaktivitäten auf. Es weist auf die vielfältigen Möglichkeiten jedes und jeder Einzelnen hin, Stillende zu begleiten. So können auf Instagram unter dem Hashtag #StillenUnserGemeinsamerWeg Geschichten, Eindrücke und Begegnungen rund um die Frage geteilt werden, wer das Stillen wie begleitet hat. Am 7. Oktober 2021 von 17 bis 19 Uhr gibt es die Möglichkeit, am Telefon Fragen rund um das Stillen und die Unterstützungsmöglichkeiten zu stellen: Kostenfreie Servicenummer 0800-0 60 40 00 aus dem deutschen Festnetz.

Wissenschaftliche Studien belegen eindeutig: Schwangere, die gut über das Stillen informiert sind und den festen Wunsch zum Stillen haben, stillen nachweislich länger. Entscheidend für die Mütter ist eine kompetente, individuelle Betreuung in der sensiblen Phase rund um die Geburt. Die betreuenden Fachkräfte wie Ärztinnen und Ärzte, Hebammen sowie das Pflege- und Betreuungspersonal auf der Geburtsstation haben eine Schlüsselfunktion: Sie erleichtern Mutter und Kind den Stillstart erheblich, wenn sie positiv unterstützen, die Mütter entsprechend aktueller wissenschaftlicher Standards betreuen und auf kompetente und leicht erreichbare Beratungsangebote verweisen. Probleme, die beim Stillen auftreten können, werden so meist vermieden oder frühzeitig gelöst. Mütter, die sich nicht unterstützt fühlen, beginnen seltener mit dem Stillen und stillen früher ab als Frauen, die mit der Unterstützung rund um die Geburt zufrieden waren.

Neben der fachlichen Unterstützung tragen das soziale Umfeld und eine stillfreundliche Atmosphäre in der Gesellschaft entscheidend dazu bei, dass Frauen eine gute Stillzeit haben. Die wichtigste Rolle spielt eine feste Partnerschaft: Wer zuhause nicht alleine mit dem Baby ist, beginnt häufiger zu stillen und stillt für einen längeren Zeitraum. Eine positive Einstellung des Partners oder der Partnerin fördert ebenfalls die Stilldauer. Auch Familie, Freundeskreis oder aufmerksame Nachbarn können der Mutter Auszeiten ermöglichen. Das erweiterte Umfeld, beispielweise Kindertagesstätten oder Arbeitgeber, kann Bedingungen schaffen, die das Stillen, das Abpumpen und die Gabe von Muttermilch ermöglichen. Stillzeit und Beruf lassen sich so besser vereinbaren. In der Öffentlichkeit können auch gänzlich Unbeteiligte mit einfachen Gesten wie einem Lächeln Wertschätzung zeigen und dazu beitragen, dass Frauen sich mit dem Stillen wohlfühlen. Gemeinsam machen alle Deutschland stillfreundlicher.

www.bzfe.de

Weitere Informationen:

Diese Expertinnen und Experten beantworten am 7. Oktober zwischen 17 und 19 Uhr Fragen am Telefon:
Prof. Dr. med. Michael Abou-Dakn
Sprecher der Nationalen Stillkommission, Max Rubner-Institut (MRI)
Prof. Dr. phil. Claudia Hellmers
Professorin für Hebammenwissenschaft, Hochschule Osnabrück
Nora Imlau
Stillbegleiterin und Journalistin, Schwerpunkt Familien- und Bindungsthemen, Bühl
Lysann Redeker
Hebamme und Still- und Laktationsberaterin IBCLC, Klinikum St. Georg, Leipzig

Mehr Informationen zur Weltstillwoche:
www.gesund-ins-leben.de/weltstillwoche

Nationale Strategie zur Stillförderung:
www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/schwangerschaft-und-baby/stillstrategie.html

(Bildquelle: Аrtranq/Fotolia.com)

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