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Oh, ein Magerquark! Manchmal entdecke ich Dinge in unserem Kühlschrank von denen ich dachte, wir hätten sie schon lange aufgegessen. Ups. Bei Milchprodukten ist das ja so eine Sache… Hält man sich streng an das Mindesthaltbarkeitsdatum, kommen die Lebensmittel in die Tonne! Aber hey, so lange es nicht streng riecht, ist doch alles gut, oder?

 

Julia hat hier bereits mal erklärt, wie sie Joghurt & Co auf Frische testet – und ich handhabe das genauso. Aus dem Quark-Fundstück, das übrigens mehr als 4 Wochen über dem MHD war, habe ich nach einem intensiven Geruchstest einen leckeren Quark-Öl-Teig zubereitet. Mit Himbeeren, Schokostückchen und Nüssen belegt, wurde daraus ein prima sonntagssüßer Reste-Kuchen!

 

Hier kommt das Rezept für euch:

Süßer Quark-Öl-Teig für Kuchen


Die angegeben Menge eignet sich für eine runde Backform mit ca. 24 cm Durchmesser.

150 g Magerquark
1 Ei
300 g Vollkorn-Weizenmehl
1 Packung Backpulver
50 g Zucker
40 g Öl
1 Prise Salz
100 ml Milch

 

Alle flüssigen Zutaten in eine große Schüssel geben und mit einem Schneebesen vermischen. Dann alle trockenen Zutaten hinzufügen und den Teig mit den Händen kurz (!) kneten. Den Teig in eine gefettete und mit Mehl bestäubte Form geben (die Menge passt für eine rund Form mit 24 cm Durchmesser) und nach Wunsch mit (TK-)Obst, Nüssen und/oder Schokolade belegen. Und bei 180 Grad Ober-/Unterhitze für ca. 40 Minuten im vorgeheizten Ofen backen.

Lässt man den Zucker weg, hat man auch einen tollen Teig für Pizza oder Gemüsekuchen.

Fast schon Sport: Butter aus Sahne selbst machen

Oft entdecke ich aber auch noch Sahne-Reste im Kühlschrank, meist weil mehrere Becher gleichzeitig bereits offen sind. Und ich weiß, wenn ich die jetzt nicht benutze, schimmeln sie übermorgen. Nach Schlagsahne ist mir aber nicht, also schnell die Kinder rufen: „Wer will selber Butter machen?“ Meist kommt dann eines angerannt und wir schütten die alte Sahne in ein Schraubglas (nur zu einem Drittel füllen). Und dann heißt es so wild wie möglich schütteln. Nach einer Weile setzt sich Flüssigkeit ab, die gießt man ab. Dann füllt man etwas kaltes Wasser in das Glas, gerade so viel, dass der Butterklumpen bedeckt ist und schüttelt nochmal kräftig weiter! Das Ganze wiederholt man ein paar Mal - am besten mit Musik - bis man Butter im Glas hat. Einfach rausnehmen, mit sauberen Händen die restliche Flüssigkeit rauskneten und dann ein bisschen salzen. Fertig! „Danke, liebe alte Sahne!“, sagt meine kleine Tochter dann.

Joghurt-Marinade geht immer!

Zwar eher selten, aber doch ab und an, entdecke ich einen großen Rest Naturjoghurt, der nicht mehr so ganz frisch ist. Wir haben meist die 1-kg-Eimer zuhause, weil wir wirklich alle gerne und viel Joghurt zu allem möglichen essen. Droht er jedoch zu „kippen“, eile ich zum Metzger, hole Hühnchen (Keulen oder Filets) und mariniere es über Nacht in Joghurt. Die Marinade ist recht simpel: gepresster Knoblauch, geriebener Ingwer, Garam Masala und Kurkuma in eine große Schüssel geben (die Menge der Gewürze hängt natürlich vom vorhandenen Joghurt-Rest ab). Zitronensaft, Salz und Pfeffer hinzufügen, gut umrühren, das Fleisch hinein geben und alles mischen. Das Ganze über Nacht im Kühlschrank gut abgedeckt ziehen lassen und am nächsten Tag in eine ofenfeste Form füllen. Ca. 30 Minuten bei 180 Grad Umluft in den heißen Ofen geben. Am besten mit Petersilie und ein paar gerösteten Nüsse servieren. Köstlich! Und schmeckt übrigens auch mit Schweinefleisch gut.

Wie haltet ihr es mit dem Mindeshaltbarkeitsdatum? Streng befolgen oder lieber kreativ interpretieren? Verratet uns doch in den Kommentaren eure besten Reste-Rezepte!

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