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„Was gibt es heute zum Mittagessen?" ist vermutlich eine der meist gestellten Fragen in meinem Kopf. Wenn einfach keine Zeit zum Kochen bleibt oder ich nichts eingekauft habe, gehe ich zum Tiefkühler und schaue nach, ob darin nicht noch ein Mittagessen steckt. Eine Dose Kürbissuppe oder Fischstäbchen und Erbsen, die mit ein paar Kartoffeln zum schnellen Mittagessen werden.

Das Schöne am Eisfach ist: Egal was darin steckt, es ist wirklich lange haltbar. So ist Tiefkühlgemüse ohne Konservierungsstoffe oft ein ganzes Jahr lang haltbar, aber auch Fisch und Fleisch können wochenlang Winterschlaf halten, ohne ihre Qualität zu verlieren. Zumindest wenn sie richtig verpackt sind. Bei Fleisch ist außerdem der Fettgehalt entscheidend: Je fettreicher das Fleisch, desto kürzer die Haltbarkeit im Eisfach.

Besonders praktisch finde ich Produkte, bei denen man nur einen Teil der Menge entnehmen kann. Zum Beispiel Spinat in Nuggets, Erbsen oder auch Fischstäbchen. So kann ich genau die Menge zubereiten, die ich wirklich brauche. Nach dem Öffnen der Packung sollte sie wieder gut verschlossen werden, damit die Produkte lecker bleiben. Manchmal ist es sinnvoll, angebrochene Packungen umzufüllen, denn eine luftdichte Verpackung sorgt dafür, dass die Lebensmittel länger halten.

Eisige Vorräte

Natürlich könnte ich einen Vorrat an Tiefkühlgemüse auch selber anlegen. Ich finde aber, das lohnt sich nicht, denn die Abläufe in der Industrie sind so gut abgestimmt, dass das Gemüse wirklich knackfrisch gefrostet wird. Wenn ich dagegen Lebensmittel aus dem Supermarkt selber einfriere, haben die ja immer schon eine kleine Reise hinter sich: Ernte, ggf. Verpackung, Transport zum Groß- oder Einzelhandel. Und nach dem Einkauf landen sie bei mir vielleicht auch erstmal im Kühlschrank. Da kommen schnell ein paar Tage Lagerdauer zusammen. Meinen Gemüsevorrat im Eisfach kaufe ich daher fertig im Laden.

Was ich spannend finde: Ähnlich wie Gemüse, kommt auch Fisch auf dem schnellsten Weg ins Eis. Er wird oft noch auf hoher See gefrostet. Die Schiffe sind kleine Fabriken mit allem, was zum Einfrieren gebraucht wird. Das hat den Vorteil, das die Schiffe länger auf See bleiben können, ohne dass der Fisch verdirbt.

Zu Hause richtig einfrieren

Gemüse und andere Vorräte kaufe ich also gerne schon eingefroeren. Anders sieht es aus, wenn ich zum Beispiel zu auf Vorrat gekocht habe. Dann ist Einfrieren zu Hause ziemlich praktisch. Damit die Lebensmittel lecker bleiben, wirklich gut halten und auch am Ende wirklich verbraucht werden können, gibt es ein paar einfach Tipps:

  • Jeweils die Menge einfrieren, die später wirklich gebraucht wird.
  • Geeignete Behälter nutzen, damit die Qualität der Lebensmittel erhalten bleibt.

  • Bei Suppe den Behälter nicht ganz voll machen, da sie sich beim Einfrieren ausdehnt und den Deckel hochdrücken würde.

  • Dosen mit festen Lebensmitteln randvoll machen, dann trocknen sie weniger aus.

  • Last but not least: Alles mit Inhalt und Datum beschriften! Zusätzlich kann man ein Tiefkühlerbuch führen, dann muss man nicht einmal die Tür öffnen, um zu wissen, was darin steckt.

Ich muss gestehen, für ein Tiefkühlerbuch bin ich nicht diszipliniert genug. Lieber schaue ich regelmäßig durch, was da ist und verwende das eine oder andere auch mal spontan.

Richtig auftauen

Vor dem Kochen steht das Auftauen - halt, das stimmt nicht immer! Je nach Produkt ist es unterschiedlich, ob ich ein Lebensmittel direkt tiefgefroren weiterverarbeite oder es erst auftauen lasse. Bereits blanchiertes Gemüse kann ich direkt nutzen. Auch Reibekuchen oder Pommes müssen nicht auftauen. Vorgekochtes lässt sich leichter aufwärmen, wenn es zuerst aufgetaut wurde. Größere Portionen rohes Fleisch oder Fisch sollten ebenfalls vor dem Weiterverarbeiten auftauen. Zum Beispiel gut abgedeckt über Nacht im Kühlschrank. Dann kommen sie nicht mit anderen Lebensmitteln in Berührung und können etwaige Keime nicht übertragen.

Mittagessen in letzter Sekunde

Heute ist es übrigens mal wieder so weit: Ich habe kein Mittagessen vorbereitet. Wie gut, dass ich noch eine Dose Kürbissuppe im Tiefkühler gefunden habe. Dazu noch ein paar Mandelblättchen rösten, etwas Brot aufschneiden - fertig!

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