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Damit auch wirklich "ein Ei dem anderen gleicht", werden Eier nach Güte- und Gewichtsklassen sortiert. Der Handel bietet nur Eier der Güteklasse A an, meist in den Gewichtsklassen M und L.

braune Eier
iStock.com / HadelProductions

Güteklassen für Eier

Im Einzelhandel dürfen nur Eier der Güteklasse A verkauft werden, Eier der Güteklasse B sind für die Nahrungsmittelindustrie und Nicht-Nahrungsmittelindustrie vorgesehen.

Güteklasse A oder "frisch"

Eier der Klasse A müssen mindestens folgende Merkmale aufweisen:

  • Schale: normal, sauber, unverletzt
  • Luftkammer: Höhe nicht über 6 mm, unbeweglich
  • Eiklar: klar, durchsichtig, von gallertartiger Konsistenz, frei von fremden Einlagerungen jeder Art
  • Dotter: beim Durchleuchten nur schattenhaft sichtbar; beim Drehen des Eies nicht wesentlich von der zentralen Lage abweichend, frei von fremden Ein- oder Auflagerungen jeder Art
  • Keim: nicht sichtbar entwickelt
  • Geruch: frei von Fremdgeruch

Eier der Klasse A dürfen weder gewaschen noch auf sonstige Weise gereinigt worden sein.

Güteklasse A - Extra

Eier der Güteklasse A dürfen unter folgenden Voraussetzungen unter der Bezeichnung "Extra" in Kleinpackungen vermarktet werden:

  • bis zu sieben Tage nach dem Verpackungsdatum oder bis zu neun Tage nach dem Legedatum
  • die Kleinpackungen müssen mit einer Banderole oder einem Etikett versehen sein, auf denen das Wort "Extra" gedruckt ist
  • die Luftkammer der Eier darf zum Zeitpunkt der Verpackung nicht höher als 4 mm sein

Spätestens sieben Tage nach der Verpackung muss der Verkäufer die Banderole oder das Etikett entfernen.

Gewichtsklassen für Eier

Es gibt vier Gewichtsklassen für Eier, die EU-weit in der jeweiligen Landessprache als "sehr groß", "groß", "mittel" und "klein" bezeichnet werden. Alternativ oder in Kombination dazu dürfen auch die Kürzel XL, L, M und S auf der Verpackung stehen. Auch die Angabe der Gewichtsspanne ist erlaubt.

Die vier Gewichtsklassen für Hühnereier
KurzbezeichnungBezeichnungGewichtsklasse
SKleinunter 53 g
MMittel53 bis unter 63 g
LGroß63 bis unter 73 g
XLSehr Groß73 g und mehr

Kennzeichnung von Eiern

Damit der Verbraucher beim Einkauf von Eiern eine gezielte Entscheidung treffen kann, benötigt er verschiedene Informationen. Die Regelungen zur Eierkennzeichnung sollen für mehr Klarheit sorgen. So kann der Verbraucher direkt beim Kauf entscheiden, welche Haltungsform er bevorzugt.

Regelung bei verpackten Eiern

Die Verpackung von Hühnereiern muss folgende Angaben tragen:

  • Güteklasse A oder „frisch“
  • Gewichtsklasse
  • Art der Legehennenhaltung
  • die Erläuterung des Erzeugercodes
  • Nummer der Packstelle
  • Zahl der verpackten Eier
  • Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD), maximal 28 Tage nach dem Legen
  • Hinweis „Bei Kühlschranktemperatur aufbewahren – nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums durcherhitzen“

Regelung bei unverpackten Eiern

Bei lose im Einzelhandel angebotenen Eiern sind folgende Angaben auf einem Schild oder Begleitzettel bei der Ware anzugeben:

  • Güteklasse
  • Gewichtsklasse
  • Art der Legehennenhaltung
  • Erläuterung des Erzeugercodes
  • Mindesthaltbarkeitsdatum

Der Erzeugercode auf dem Ei

Brauner Hühnerei mit Erzeugercode
Jedes Hühnerei in der EU muss den Erzeugercode tragen.

In der gesamten Europäischen Union müssen Eier der Güteklasse A mit einem Erzeugercode gestempelt werden, aus dem die Art der Legehennenhaltung hervorgeht. Aus dem Erzeugercode geht hervor:

  • Die Art der Legehennenhaltung
  • Die Herkunft des Eies (Herkunftsland und Erzeugerbetrieb)

Der Erzeugercode setzt sich wie folgt zusammen:

Ziffer für die Art der Legehennenhaltung:
0 = Ökologische Erzeugung
1 = Freilandhaltung
2 = Bodenhaltung
3 = Kleingruppenhaltung/Käfighaltung

Buchstaben des Landes, in dem der Erzeugerbetrieb registriert ist zum Beispiel:
AT = Österreich
BE = Belgien
DE = Deutschland
IT = Italien
NL = Niederlande

Individuelle Betriebsnummer:
Die Nummer besteht in Deutschland aus dem Bundesland (ersten beiden Stellen), dem Betrieb (3.-6. Stelle) und dem Stall (7. Stelle). Somit lässt sich bei Bedarf die Herkunft des Eies genau zurückzuverfolgen.

Zulässig sind weitere freiwillige Angaben auf der Verpackung:

  • Verkaufspreis
  • Herkunft der Eier und/oder der Hinweis „Ursprung der Eier: siehe Stempel auf dem Ei"
  • Betriebsführungscode des Einzelhandels
  • Legedatum
  • Angaben zur Fütterung der Legehennen
  • Letztes Verkaufsdatum, maximal 21. Tag nach dem Legen; die Qualität der Eier ist bis 7 Tage nach diesem Datum bei sachgerechter Aufbewahrung im Haushalt garantiert.
  • Bezeichnung „Extra" bzw. „Extra frisch" bis zum 9. Tag nach dem Legen
  • ein oder mehrere weitere Daten zur zusätzlichen Unterrichtung des Verbrauchers

    Bio-Eier sicher erkennen

    Verkäuferin in Bioladen hält Karton mit braunen Hühnereiern in den Händen.

    Bio-Eier gibt es in Supermärkten, in Bioläden und Reformhäusern, auf Wochenmärkten und direkt beim Erzeuger. Im Regal lassen sich Bio-Eier durch mehrere Merkmale erkennen:

    • Bezeichnungen wie "Bio" oder "Öko" oder der Hinweis "aus ökologischer Erzeugung" sind geschützt und dürfen nur für Bio-Produkte verwendet werden.
    • Die meisten Anbieter im Lebensmitteleinzelhandel verwenden zudem das staatliche Biosiegel.
    • Bei der vorgeschriebenen Stempelung der Eier mit einem Erzeugercode gibt die erste Ziffer die Haltungsform an. "0" steht für "Bio".
    • In Bio-Läden und Bio-Supermärkten stammt das ganze Lebensmittelsortiment aus ökologischem Anbau, auch die Eier.
    • Die Zeichen von Anbauverbänden wie Bioland, Naturland oder Demeter garantieren, dass neben der EU-Öko-Verordnung auch die in vielen Punkten strengeren Vorschriften der Verbände eingehalten wurden.

    Keine Garantie für Bio bieten Bilder von glücklichen Hühnern auf dem Eierkarton oder die Bezeichnung "aus kontrollierter Haltung".

    Autorinnen: Ute Rumpf, Ochsenfurt; Dr. Claudia Müller, Sankt Augustin

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    WONG SZE FEI / Fotolia.com
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    Hörfunkbeitrag März 2016

    buntgefärbte Eier
    pixabay

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