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M. Dörr & M. Frommherz / stock.adobe.com

(BZfE) – Die Corona-Pandemie zeigt, wie wertvoll eine regionale Lebensmittelversorgung ist und wie riskant es sein kann, sich auf den weltweiten Handel mit seinen langen Lieferketten verlassen zu müssen. Plötzlich sind die Dorfläden und die regionale Versorgung wieder in, weil man hier sicher und gut einkaufen kann.

Diese Erfahrung ist ein guter Lernanlass, im Unterricht genauer die Lieferketten unserer Lebensmittel zu untersuchen. Das geht mit dem neuen Unterrichtsmodul „Nachhaltiger einkaufen – was geht?“ vom Bundeszentrum für Ernährung. Was heißt global, was regional? Wie wirkt sich beides auf Umwelt, Klima, die bäuerlichen Kleinbetriebe und die Welternährung aus? Eine andere Einstiegsfrage könnte lauten: Wie organisieren wir unser Mittagessen, wenn in Zeiten von Distanzunterricht und Homeoffice die bequeme Versorgung in Mensen und Kantinen wegfallen?  

Nach dem Motto „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“ erkunden die Jugendlichen die vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten – natürlich auch das kontaktlose Einkaufen über Gemüsekisten, Online-Einkäufe oder Click and collect. Um Konsum und Bedürfnisse im Sinne einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung zu vermitteln, recherchieren die Schülerinnen und Schüler: Wieviel Umwelt- und Klimaschutz ist beim Einkauf von Eiern, Gemüse, Obst und anderen Lebensmitteln im Supermarkt, Unverpacktladen und bei Direktvermarktern wie Hofläden und Marktschwärmereien möglich? Sie beobachten, bewerten mehrperspektivisch und fragen nach, was ihren Familien wichtig ist: regional, saisonal, bio, ohne Plastik, schnell oder preiswert? Alles auf einmal geht nicht. Doch ein bisschen nachhaltiger geht überall und bringt viel nach dem Motto „Jeder Einkauf zählt!“ oder auch dem diesjährigen Motto des International Earth Day am 22. April „Jeder Bissen zählt“.

Das Frühjahr ist der ideale Zeitpunkt für das Unterrichtsthema. Dann wachsen Spargel, Rhabarber und Erdbeeren bei uns im Freiland. Da ist es besonders lohnend, das reichhaltige heimische Gemüse- und Obstangebot im Supermarkt, im Hofladen und anderen Einkaufsorten zu erforschen.

Das Unterrichtsmodul eignet sich für den Präsenz- und handlungsorientierten Distanz-Unterricht in den Klassen 7 und 8. Zahlreiche QR-Codes und Links motivieren die Lernenden zu eigenständigen Recherchen. Alle Arbeitsblätter sind digital ausfüllbar und daher problemlos über Lernplattformen auszutauschen.

Das Unterrichtsmodul mit der Bestell-Nr. 0182 gibt es kostenlos zum Download im ble-medienservice.

Dr. Ingrid Brüggemann, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/orientierung-beim-einkauf/regional-einkaufen/

www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/einkaufsorte-finden/

www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/orientierung-beim-einkauf/regional-einkaufen/

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