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Klima, Umwelt und Ernährung

Die Planetary Health Diet ist mehr als eine neue Ernährungsempfehlung. Sie zeigt Möglichkeiten auf, wie wir unser Ernährungssystem so ändern können, dass wir und unser Planet gesund bleiben.

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Roggenähre mit Marienkäfer
sp4764 / Stock.adobe.com
Ernährung im Fokus 2020
Ausgabe 1 2020
Schwerpunkt

Klima, Umwelt und Ernährung

Die Planetary Health Diet ist mehr als eine neue Ernährungsempfehlung. Sie zeigt Möglichkeiten auf, wie wir unser Ernährungssystem so ändern können, dass wir und unser Planet gesund bleiben.

Leseproben

Schülerinnen vor Tablets
Virtuelle Interaktion in Schule und Beratung
Download [PDF 209,04kB]
(kostenfrei)
Hände halten Eierschale mit Pflanze
Planetary Health Diet – Herausforderung und Chance
Download [PDF 492,64kB]
(kostenfrei)
Alle Themen dieser Ausgabe

EDITORIAL
KURZ GEFASST
NACHLESE

REPORTAGE

Dit is doch noch jut

KLAUS SIEG

Deutschlands erster Supermarkt für abgelaufene Lebensmittel hat in Berlin bereits die vierte Filiale eröffnet. Mit einem Franchise-System wollen die Gründer nun in der ganzen Bundesrepublik wachsen.

 

ZWISCHENRUF

Insekten auf dem Teller – Brauchen wir das überhaupt?

DR. ANDREAS SCHIEBER

Die Prognosen zur Entwicklung des Klimas sowie die steigende Weltbevölkerung geben Anlass zur Sorge. Dennoch müssen die Menschen auch künftig ausreichend mit Proteinen versorgt sein. Zunehmend werden Insekten als Eiweißlieferanten diskutiert.

 

SCHWERPUNKT

Planetary Health Diet – Herausforderung und Chance für eine nachhaltige Transformation unseres Ernährungssystems

DR. GESA MASCHKOWSKI

Die Planetary Health Diet zeigt Möglichkeiten auf, wie wir unser Ernährungssystem so ändern können, dass wir und unser Planet gesund bleiben. Das ist Herausforderung und Chance zugleich, denn alle Akteure müssen an einem Strang ziehen.

 

SCHWERPUNKT

Günstig, gesund oder gut für´s Klima? Umfrage der Verbraucherzentrale NRW zu Lebensmitteleinkauf und Ernährung

DR. JONAS GRAUEL •  MARIE UFERT

Auf welche Kriterien achten junge Erwachsene beim Einkauf von Lebensmitteln? Was essen sie? Welchen Stellenwert haben Kriterien der ökologischen Nachhaltigkeit dabei? Diese Fragen untersuchte eine repräsentative Studie mit jungen Erwachsenen, die die Verbraucherzentrale NRW durchführte.

 

SCHWERPUNKT

Fleisch als Kulturgut: Traditionen und Dynamiken

DR. LARS WINTERBERG •  DR. GUNTHER HIRSCHFELDER 

Spätestens seit der Wende zum 21. Jahrhundert erfahren alle Facetten der Ernährung weit über Deutschland hinaus eine ungeheure Thematisierungskonjunktur. Über Essen und Trinken werden Lebensstile definiert, politische Bekenntnisse abgegeben oder Positionen von Weltrettung bis Körperoptimierung artikuliert. Dabei steht eine Lebensmittelgruppe besonders im Fokus: Fleisch.

 

SCHWERPUNKT

UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung – Der Beitrag der Ernährung

DR. KARL VON KOERBER •  MAIKE CARTSBURG

Alle 17 „UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung“ sind mit Ernährung verbunden. Daher lassen sie sich durch eine Ernährungsweise unterstützen, die sich am Leitbild der Nachhaltigkeit orientiert. Eine „Nachhaltige Ernährung“ ist eine überwiegend pflanzliche Kost, bestehend aus ökologisch, regional, saisonal und fair produzierten Lebensmitteln mit geringem Verarbeitungsgrad.

 

LEBENSMITTELRECHT
WISSEN FÜR DIE PRAXIS
FORSCHUNG

WUNSCHTHEMA

Zu gut für die Tonne! – Haltbarkeit getrockneter Teigwaren

KATHARINA MILLER •  CAROLIN PESKA •  DR. GERTRUD WINKLER

In Deutschland entsteht rund die Hälfte aller Lebensmittelabfälle im Privathaushalt. Offenbar setzen Verbraucher das Mindesthaltbarkeitsdatum häufig mit dem Verbrauchsdatum gleich. Die Studie zeigt, dass auch zehn Jahre abgelaufene getrocknete Nudeln noch verzehrfähig sind und schmecken.

 

METHODIK & DIDAKTIK

Virtuelle Interaktion in Schule und Beratung

CHRISTINE MAURER

Smartboards oder andere elektronische Medien gehören schon eine Weile zu den moderneren Möglichkeiten in Unterricht oder der Beratung. In jüngerer Zeit sind Anbieter auf den Markt gekommen, die meist einfache virtuelle Möglichkeiten anbieten, die Beratung oder Unterricht für Klienten oder Lernende attraktiver machen und die Beteiligung erhöhen.

 

GLOSSE

Wilde Alternative zum Zuchtkotelett oder: Wie Klimaschutz auch schmecken kann.

STEFAN HACKENBERG

Klimafreundlich wollen wir leben. Das betrifft auch unser Essen. Und nicht, weil Greta es so will, sondern weil es tatsächlich Sinn macht. Trotzdem wollen wir Fleisch genießen. Geht das? - Das geht!

 

FORUM

Auszubildende als Change Agents – Nachhaltiges Ernährungshandeln über berufliche Praxis fördern

MICHELLE DAILEY •  ALEXANDRA SCHOTTLER •  DR. STEPHANIE HOY

Eine nachhaltige Entwicklung wird in Anbetracht aktueller globaler Herausforderungen immer relevanter für die Gesellschaft. Sie lässt sich jedoch nur voranbringen, wenn verschiedene gesellschaftliche Ebenen miteinbezogen werden.

 

TIPP FÜR DIE PRAXIS

Kreative Resteverwertung
Auch kleine Schritte führen ans Ziel

 

BOTANICALS

Kleine Organismen – große Wirkung: Fermentation von Lebensmitteln

DR. ANDREAS SCHIEBER

Seit einigen Jahren interessieren sich Verbraucher verstärkt für fermentierte Lebensmittel. Diese zeichnen sich durch eine längere Haltbarkeit im Vergleich zur Rohware aus. Gleichzeitig verändert die Fermentation ein Produkt positiv: Fermentierte Lebensmittel sind häufig bekömmlicher und beinhalten Verbindungen, die mit gesundheitsfördernden Eigenschaften in Zusammenhang stehen.

 

ZWISCHENRUF

... was ihr wollt.

DR. HANNELORE DANIEL

Gegenwärtig durchdringt das Thema Klimawandel nahezu jeden Lebensbereich - auch den Sektor Lebensmittel und Ernährung. Fast täglich finden sich in der Presse Optionen für eine scheinbar nachhaltigere und gesündere Ernährung und Lebensweise: Ernährung ist ubiquitär und in neuen Dimensionen im Diskurs.

 

PRÄVENTION & THERAPIE

Insekten als Nahrungsmittel in Deutschland – Potenzial für die Zukunft?

JULIANE BÖHME •  DR. SIBYLLE ADAM

Die Ergebnisse einer Online-Umfrage sowie verschiedene aktuellere Studien lassen eine erfolgreiche Einführung von Insekten als Nahrungsmittel im westlichen Kulturkreis als langfristig möglich erscheinen. Diese Option, den Konsum von Fleisch traditioneller Nutztiere zu reduzieren, ist nicht zu vernachlässigen.

 

ERNÄHRUNGSPSYCHOLOGIE

Herausforderungen in der Ernährungsberatung: Orthorexia nervosa

DR. CHRISTOPH KLOTTER

Unsere westliche Kultur begünstigt orthorektisches Essverhalten. Die Verwissenschaftlichung des Essens seit etwa 200 Jahren mit ihrer Unterscheidung und Quantifizierung der Inhaltsstoffe hat hierzu unfreiwillig die Basis geliefert.

 

BÜCHER
AUS DEM BZfE
VORSCHAU/IMPRESSUM

Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis der Augabe 1 2020 finden Sie hier:

Zum Download

Titelbild Ernährung im Fokus Ausgabe 1 2020
BLE / sp4764 / adobestock.com

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Online-Spezial

Junger Mann trinkt aus Flasche
Kevin König

Nicht alle Sportgetränke aus dem Handel sind für Sportler optimal. Selbst zubereitete Mischungen können die bessere Alternative sein. Die vorgestellten Rezepte brauchen nur wenige Zutaten.

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Hände greifen zu Pommes frites
BadziolTV / Pixabay

AKTUELL

Neue Daten vom Robert Koch-Institut

Ernährungsverhalten in verschiedenen Altersgruppen

63 % der Kinder verzehren Bio-Lebensmittel – je höher der sozioökonomische Status, desto höher der Bio-Anteil. 23 % der 12- bis 17-Jährigen greifen häufig zu Fast Food – Jungen mehr als Mädchen. 25 % der Jugendlichen, die Energiedrinks konsumieren, nehmen damit zu viel Koffein auf – was zu gesundheitlichen Problemen führen kann.

Das sind neue Ergebnisse aus der zweiten „Ernährungsstudie als KiGGS-Modul“, EsKiMo II, die das Robert Koch-Institut (RKI) kürzlich im Journal of Health Monitoring 1/2020 veröffentlicht hat. Als wichtiger Baustein des RKI-Gesundheitsmonitorings ist KiGGS die regelmäßig durchgeführte, umfassende Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland.

Ein weiterer Beitrag im Journal of Health Monitoring befasst sich mit der Nutzung von Kantinen bei Erwachsenen. Die Studie Gesundheit in Deutschland aktuell (GEDA 2014/2015-EHIS) erhob die Kenntnis um und die Inanspruchnahme von Kantinen mit gesunden Ernährungsangeboten bei erwerbstätigen Frauen und Männern im Alter von 18 bis 64 Jahren. Rund 65 % der Frauen und 66 % der Männer nutzten in den letzten zwölf Monaten vor der Untersuchung eine „gesunde“ Kantine in ihrem Betrieb, wenn dieses Angebot vorhanden war. In den höheren Altersgruppen nimmt die Inanspruchnahme tendenziell ab; Erwerbstätige der hohen Bildungsgruppe nutzen die Angebote am häufigsten. Das Robert-Koch-Institut sieht im Ausbau gesunder Kantinenangebote eine wichtige Maßnahme zur Stärkung der Gesundheit in der Bevölkerung.

Informationen: www.rki.de/journalhealthmonitoring

 

Frau lacht
Emi Lija / Pixabay

Aktuell

Forschung

Mehr Kreatin, weniger Depressionen? 

Kreatin kommt in unserem Muskelgewebe vor und spielt eine Rolle im Energiestoffwechsel. Die Substanz wird vor allem als Nahrungsergänzungsmittel im Sport beworben. Nach Angaben der Verbraucherzentrale sei hier Vorsicht geboten. Doch spielt Kreatin aus der Nahrung auch eine Rolle für das Depressionsrisiko? 

Das untersuchten Forscher anhand der Daten von über 20.000 US-amerikanischen Erwachsenen, die zwischen 2005 und 2012 in einer nationalen Gesundheits- und Ernährungsbefragung erhoben wurden. Ergebnis: Die Probanden mit der höchsten Nahrungsaufnahme von Kreatin litten deutlich seltener an einer Depression (ca. 6 %) als diejenigen mit der niedrigsten Nahrungsaufnahme von Kreatin (ca. 10 %). Dieser Zusammenhang war bei Frauen, jüngeren Erwachsenen und Teilnehmern, die keine Antidepressiva oder angstlösenden Medikamente einnahmen, am deutlichsten. Weitere Forschung muss nun klären, ob noch andere Elemente aus der Ernährung einen solchen Unterschied bewirken und ob eine gezielte kreatinreiche Ernährung das Depressionsrisiko senken kann.

Quelle: www.nature.com

Skorpion
Josch13 / Pixabay

Aktuell

Forschung

Skorpion-Proteine und Arthritis

Arthritis (entzündliche Gelenkerkrankung) betrifft viele Menschen, verursacht Schmerzen und zerstört den Knorpel. Medikamente wirken oft im gesamten Körper und führen zu vielfältigen Nebenwirkungen.

Untersuchungen an Ratten und menschlichem Knorpelgewebe im Labor zeigen nun eine mögliche Lösung des Problems: Ein Miniprotein aus dem Gift von Skorpionen reichert sich im Knorpelgewebe an und könnte Medikamente gezielt ins Gelenk transportieren. Das reduziert das Risiko von Nebenwirkungen erheblich. Weitere Forschung soll klären, ob die Miniprotein-Medikamenten-Kombination auch bei längerer Einnahme wirksam und sicher ist und welche Dosierungen für Menschen nötig wären.

Quelle: https://stm.sciencemag.org

 

Cover Buch Erfolgreich selbstständig als Ernährungsfachkraft
Thieme Verlag

Lesetipp

Buchrezension von Gabriela Freitag-Ziegler, Bonn Erfolgreich selbstständig als Ernährungsfachkraft

Dieses Buch nimmt Ernährungsfachkräfte auf ihrem Weg in und durch die Selbstständigkeit in quasi allen Lebenslagen an die Hand.

Es ist gleichzeitig ein großartiger Fundus an Informationen sowie ein empathischer Ratgeber für persönliche Probleme, die selbstständiges Arbeiten mit sich bringen kann. Von der ersten Idee, sich selbstständig zu machen, bis zur Erstellung eines Businessplans. Für Neueinsteiger oder für Menschen, die bereits „gegründet“ haben und ihr Marketing verbessern möchten - das Fachbuch für Ernährungsfachkräfte mit Schwerpunkt Ernährungsberatung und/oder -therapie geht gleichzeitig in die Breite und in die Tiefe. Es deckt wirklich alle Themen, die für selbstständige Ernährungsfachkräfte relevant sind, ab. Von Vorüberlegungen zum Leistungsspektrum, möglichen Praxismodellen über finanzielle und rechtliche Aspekte bis hin zum Selbstmanagement und der Bewältigung von Krisen des Unternehmens. Gleichzeitig reißt das Buch nicht nur kurz an, was jeweils zu beachten ist, sondern bietet für jeden Aspekt zahlreiche Informationen, kreative Anregungen oder Lösungsvorschläge.

Dazu enthalten die ohnehin klar gegliederten Kapitel zusätzlich zum Fließtext auf jeder Seite Boxen der Kategorien „Definition“, „Info“, „Praxistipp“, „Übung“ und „Merke“. Sie lockern auf, erleichtern eiligen Zeitgenossen die Orientierung und helfen bei Entscheidungsfindung und Planung. Sehr sympathisch ist der zugewandte und lockere, aber nie oberflächliche Schreibstil. Er motiviert, sich mit trockenen Themen wie Steuern und Versicherungen genauso zu befassen wie mit den Geheimnissen eines professionellen Marketings.

Ein umfangreicher Anhang komplettiert das Werk: Kopiervorlagen für die Beratung, Checklisten, das Wichtigste in Tabellenform und unzählige Adressen und Links, um sich weitere Infos und Hilfen zu holen, sich als Ernährungsfachkraft fortzubilden oder zu vernetzen.

Gabriela Freitag-Ziegler, Bonn

 

Erfolgreich selbstständig als Ernährungsfachkraft

Birgit Blumenschein, Susanne Klein (Hrsg.)
320 Seiten (Hardcover)
Thieme 2019
ISBN: 978-3132426535

Preis: 59,99 Euro

Buchcover Die Nebenbei-Diät
Stiftung Warentest (Hg.)

Lesetipp

Buchrezension von Brigitte Plehn, Krefeld Die Nebenbeidiät - Das Kochbuch

„Diät“ - allein das Aussprechen dieses Wortes kann einen bitteren Nachgeschmack auf der Zunge hinterlassen, denn es erinnert an Hunger, Stress und Frust. Süßer dagegen klingt in den Ohren Abnehmwilliger die Wortneuschöpfung „Nebenbeidiät“, denn das, was nebenbei geschieht, scheint einfach und unkompliziert zu sein.

Die Autorin dieses kleinen Ratgeberkochbuches, Elisabeth Lange, lässt in ihrem Vorwort dann auch keine Zweifel aufkommen, dass sich Abnehmen und Wohlfühlen nicht ausschließen. Ihr Rezept? Anders kochen. Langsames Verringern der gewohnten Verzehrmengen. Keine Verbote. Ergebnis ist eine kalorienarme, mengenmäßig wohldosierte, bedarfsgerechte und stressfreie Ernährung, an die die Autorin behutsam heranführt:

Nach kurzen Erklärungen, welche Art von Küchengerät fettarmes Kochen leicht macht und welche positive Rolle Sport beim Optimieren des Körpergewichtes spielt, gibt Lange einige grundlegende Tipps zur kalorienreduzierten Essenszubereitung. Dann beginnt ihr großer Rezeptteil mit 200 „leichten Rezepten“, die sie nach Mahlzeiten einteilt, also Rezepte fürs Frühstück, für den Mittag oder die Lunchbox und so weiter. Oft genug liefert die Autorin Begründungen mit, warum die Mahlzeiten kalorienschlank sind. Außerdem bietet sie Zubereitungsvarianten und hilfreiche Nährstoffangaben an.

Das, was in diesem Büchlein neu ist, sind die Rezepte heißgeliebter, aber kalorienschwerer Genüsse wie Schoko-Mousse, Sauce Hollandaise, verschiedene Kuchen und fette Braten – aber in der Light-Version! Durch Austausch einzelner Zutaten oder veränderte Garmethoden – so erklärt es die Autorin - specken die Gerichte ab und werden wieder „gesellschaftsfähig“. Aus diesem Grund kommt die Nebenbeidiät auch ohne Verzehrverbote einzelner Lebensmittel aus. So schafft man das Nebenbei-Abspecken durch abgespeckte (Lieblings-)Speisen.

Weniger neu, aber dennoch angenehm sind die vielen schönen Food-Fotos, die zahlreichen erklärenden Hinweise, die unauffällige Schulung in Sachen „Gesunde Ernährung“, die witzige Sprache. Zuletzt – ganz nebenbei - noch ein Argument, das für dieses kleine Buch spricht: Herausgeber ist die Stiftung Warentest.

Brigitte Plehn, Krefeld

Die Nebenbeidiät - Das Kochbuch

Elisabeth Lange
Stiftung Warentest (Hrsg.)
223 Seiten
ISBN 978-3-86851-092-8

Preis: 16,90 Euro

Cover Buch No Time To Eat
Ullstein Verlag

Lesetipp

Buchrezension von Rüdiger Lobitz, Meckenheim No time to eat

Auf die Schnelle GESUND ernähren

„Wenn Stress, Termine, Verpflichtungen das Essen zur Nebensache machen, geraten wir in die »To-go-Falle«, neigen zu Übergewicht, werden träge und krank“, so schreibt die Autorin Sarah Tschernigow. Sie ist Medienberaterin, Journalistin und Ernährungstrainerin mit eigenem Podcast. Gestern noch selbst im Diätenwahn, mit Essstörungen bis zum Klinikaufenthalt und heute Ernährungscoach – manchmal führt die eigene Ernährungsodyssee offenbar zu einem gewissen Sendungsbewusstsein.

Das Credo der Autorin ist, dass gesunde Ernährung auch im stressigen Alltag einfach ist. „Dafür müssen wir nur zwei Dinge tun: Jeden Tag wenige Minuten in die Essenszubereitung investieren und unterwegs kluge Entscheidungen treffen. So kommen wir glücklich und gesund mit viel Energie durch den Tag!“ Bevor ein Zehn-Punkte-Plan erläutert wie das geht, vermittelt die Autorin Ernährungsbasics – „was wirklich wichtig ist“. Erfreulich ist hier, dass sie nicht dogmatisch die eine seligmachende Ernährungsform propagiert, sondern eine allgemeine Formel, die jeder Ernährungswissenschaftler unterschreiben würde. Weniger erfreulich ist, dass manches doch arg schwarz/weiß gerät – „Fleisch aus Massentierhaltung ist Schrott“, „alles aus der Natur ist gut“. Manches ist auch einfach falsch, etwa wenn es um die Nährstoffe in Weißbrot geht. Und offensichtlich geht es nicht, wie auch schon der Titel signalisiert, ohne Denglisch: Clean Eating, Clean Food, Meal Prep.
Im Zehn-Punkte-Plan „lass uns einfach besser essen“ stecken viele gute Merksätze. Letztlich geht es um Achtsamkeit beim Essen, Gewöhnung/Entwöhnung des Geschmacks und Erkennen von Lebensmitteln, die einem gut tun - oder auch nicht. Positiv ist die Schlussfolgerung, dass man bei einer Ernährungsumstellung die Ziele nicht zu hoch stecken sollte, sondern in kleinen Schritten Baustelle für Baustelle angeht. Zu guter Letzt gibt es noch ein paar wenige Rezepte für Frühstück und Hauptgerichte.

Summa summarum ist „No time to eat“ ein Buch, das keine neuen Inhalte offenbart, aber das, was jeder weiß oder wissen sollte mit verständlichen Worten und einprägsamen Merksätzen ausdrückt. Ein Buch, das sich in erster Linie an eine junge Leserschaft richtet, der vielleicht gesagt werden muss, dass man sich das Pausenbrot auch schon am Vorabend schmieren kann, dass Fast-Food-Restaurants nicht gerade Tempel der gesunden Ernährung und bestimmte Zero-Getränke nicht erste Wahl als Durstlöscher sind.

Rüdiger Lobitz, Meckenheim

 

No time to eat: Auf die Schnelle GESUND ernähren

Sarah Tschernigow
Taschenbuch, 256 Seiten
Ullstein Verlag 2018
ISBN 978-3548377797
Preis: 12,00 Euro

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