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Digital und krisenfest – Herausforderungen des 21. Jahrhunderts erfolgreich meistern

Die Anforderungen, mit digitalen Medien technisch, methodisch und didaktisch sicher umzugehen, sind enorm gestiegen. Selbstmanagement und Resilienz können bei Stress eine gute Stütze sein.

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Mehrere Personen auf Bildschirm von Laptop
fizkes / stock.adobe.com
Ernährung im Fokus 2020
Sonderausgabe 2 2020
Schwerpunkt

Digital und krisenfest – Herausforderungen des 21. Jahrhunderts erfolgreich meistern

Die Anforderungen, mit digitalen Medien technisch, methodisch und didaktisch sicher umzugehen, sind enorm gestiegen. Selbstmanagement und Resilienz können bei Stress eine gute Stütze sein.

Leseprobe

Mann geht eilig mit Koffer in der Hand
Umgang mit Stress
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(kostenfrei)
Alle Themen dieser Ausgabe

VORWORT
INHALTSVERZEICHNIS

Methoden zur Wissensvermittlung in Schule und Beratung

Lernende von heute erwarten mehr als reinen „Frontalunterricht“ oder einen Vortrag. Um Wissen nachhaltig zu vermitteln, gibt es einen Blumenstrauß an Methoden, die gut kombiniert das Lehren und Lernen lebendig machen.

 

Wissen wirksam weitergeben

Spielerisch wiederholen und vertiefen

Neben dem Angebot von neuem Wissen gehören Wiederholung und Vertiefung zur erfolgreichen Wissensvermittlung dazu. Die Motivation für diesen zweiten Teil ist nicht immer leicht aufzubauen. Wer ein bisschen Vorbereitung investiert und den Lernenden oder Gruppenmitgliedern Zeit zur Verfügung gibt, kann Wiederholung und Vertiefung einmal anders angehen. Dazu eignen sich unterschiedliche Spiele.

 

Hirnforschung und Lernen: Bedeutung der Neurowissenschaften

Im Jahr 2004 wurde das sogenannte „Manifest“ von elf führenden Neurowissenschaftlern veröffentlicht. Sie machten damals Aussagen über die Gegenwart und die Zukunft der Hirnforschung. Bis heute sind die grundlegenden Themen unverändert.

 

Visualisierung in Schule und Beratung

Das Flipchart

Informationen zu vermitteln oder Inhalte festzuhalten, das gehört zum Handwerkszeug in Schule und Beratung. Welche Möglichkeiten gibt es? Was ist wichtig beim Visualisieren?

 

E-Learning

Elektronische Medien in Schule und Beratung

Whiteboards im Unterricht, Laptop-Klassen an weiterführenden Schulen, Online-Beratung oder Online-Coaching: Elektronische Medien sind teilweise schon selbstverständlich in Schule und Beratung. Was ist wichtig?

 

Blended Learning

Die Hochphase des E-Learning ist vorbei und nun tummelt sich ein neuer Begriff in der Lernlandschaft: Blended Learning. Es verbindet digitales und analoges Lernen auf effiziente Weise.

 

Digitalisierung in Schule und Beratung

Der Begriff „Digitalisierung“ wird heute sehr vielfältig verwendet und ist damit nicht mehr eindeutig definiert. Was bedeutet er genau? Wie können wir sinnvoll mit Digitalisierung umgehen?

 

Web-Seminare anbieten – Ein kleines Brevier

E-Learning an Schulen, Einsatz von Erklärvideos, die so selbstverständlich genutzten Youtube®-Videos, Web-Seminare – der Alltag von Lernenden und Beratungssuchenden ist gefüllt mit neuen Lernformen. Daher ist es Zeit, sich als Lehrende und Beratende zu positionieren.

 

Das Ende der Kreidezeit

Interaktive Wandtafeln im Unterricht

An vielen Schulen ist es mittlerweile Standard, in modernen Besprechungsräumen ebenso: das interaktive Whiteboard an der Wand. Es existiert seit 1986 als Idee, 1991 kam es erstmals auf den Markt.

 

Virtuelle Interaktion in Schule und Beratung

Smartboards oder andere elektronische Medien gehören schon eine Weile zu den moderneren Möglichkeiten in Unterricht oder der Beratung. Blended Learning, das virtuelle Möglichkeiten mit Präsenzphasen kombiniert, gehört heute schon fast zum „Standard“. In jüngerer Zeit sind Anbieter auf den Markt gekommen, die meist einfache virtuelle Möglichkeiten anbieten, um Beratung oder Unterricht moderner zu machen.

 

SCRUM als agiles Konzept in Schule und Beratung

Schulkonzepte, die gerade ausgearbeitet und in der ersten Umsetzung sind und schon wieder abgelöst werden, Ernährungsmaßnahmen, die gerade von den Krankenkassen abgesegnet wurden und schon wieder veraltet sind. Vor diesem Hintergrund sind agile Konzepte interessant.

 

Selbstorganisation und Selbstmanagement im Homeoffice

Eigentlich sollte es doch keinen Unterschied machen, wo wir arbeiten – oder? Gleichzeitig ist das Homeoffice ein besonderer Ort für das Arbeiten, das ansonsten im Büro stattfindet. Wie lässt sich das Arbeiten im Homeoffice aktiv gestalten, um von seinen zahlreichen Vorteilen profitieren zu können?

 

Moderation – mehr als Diskussionsleitung

Leitung einer Besprechung, einer Gesprächsrunde, Austausch von Ideen – ist das schon Moderation? Was unterscheidet den Moderator vom Leiter einer Besprechung? Und wie läuft eine Moderation ab?

 

Changemanagement

Unterstützung bei Veränderungsprozessen

Veränderungsprozesse folgen gewissen Regelmäßigkeiten und beinhalten gewisse Rollen. In Schule oder Beratung kommt es immer häufiger vor, eine Gruppe oder ein System aufgrund innerer oder äußerer Einflüsse zu verändern oder an bestimmte neue Gegebenheiten anzupassen. Wer Modelle kennt und anwenden kann, dem fällt es leichter zu steuern und am Ziel anzukommen.

 

Motivation – Aufbau und Erhalt

Gewicht zu reduzieren ist oft ein langer Weg. Häufig haben die Betroffenen schon etliche Versuche unternommen. Und oft kommt der Anstoß „von außen“, zum Beispiel vom Arzt. All das sind keine guten Bedingungen für langwährende Motivation. Dafür sind nicht die medizinischen Aspekte wichtig, sondern die Stärkung des eigenen Willens.

 

Umgang mit Stress

Die Arbeit in Schule oder Beratung ist eine Tätigkeit, die Stress verursachen kann. Doch was genau meinen wir, wenn wir von Stress sprechen? Und: Wie können wir mit Stress umgehen?

 

Burnout: Wehret den Anfängen!

Burnout entsteht schleichend, die ersten Anzeichen werden gerne als Reaktionen auf momentane Arbeitslast oder als „urlaubsreif sein“ interpretiert. Gerade Menschen in beratenden, helfenden oder lehrenden Berufen - in der Arbeit für andere Menschen also - erkennen Symptome oft erst spät.

 

Selbstmitgefühl entwickeln und fördern

Viele Menschen sind es gewohnt, hart mit sich ins Gericht zu gehen und keine Schwäche zuzulassen. Forschungsarbeiten zum Selbstmitgefühl konnten eindeutig belegen, dass Menschen, die Mitgefühl mit sich selbst haben, seltener an Ängsten und Depressionen leiden. Auch Lern- und Veränderungsprozesse gelingen leichter. Es lohnt also, Lernende und Beratungssuchende dabei zu unterstützen, Selbstmitgefühl zu entwickeln.

 

Resilienz – Umgang mit Herausforderungen

Resilienz ist die Fähigkeit, optimal mit Krisen, Misserfolgen, Niederlagen oder traumatischen Erfahrungen umzugehen. Seit einiger Zeit interessiert sich die psychologische Forschung für diese Fähigkeit. Ist Resilienz erlernbar?

 

Meditation – für mehr Ruhe im (Berufs-)Alltag

Unsere Welt heute ist immer stärker auf Aktion, Beschäftigung, Anregung oder Ablenkung ausgerichtet, so dass Ruhe und „Sich-Besinnen“ zu kurz kommen. Doch gerade unsere Geschwindigkeit und die vielen Impulse bringen bewährte und schon seit langer Zeit erprobte Methoden und Techniken wieder in den Fokus.

 

AUS DEM BZfE
VORSCHAU/IMPRESSUM

Gemüse in Auslage der Gemeinschaftsverpflegung
Robert Poorten / stock.adobe.com
Ernährung im Fokus 2020
Herbstausgabe 3 2020
Schwerpunkt

Betriebliche Gesundheitsförderung

Die strategischen Anforderungen an moderne Unternehmen sind hoch. Ein betriebliches Gesundheitsmanagement bietet die Chance, die Beschäftigten motiviert und leistungsfähig zu erhalten.

Leseprobe

Personen an der Essensausgabe
Bedarfsgerecht essen am Arbeitsplatz - Betriebliche Gesundheitsförderung als Chance
Download [PDF 261,80kB]
(kostenfrei)
Alle Themen dieser Ausgabe

EDITORIAL
KURZ & KNAPP
NACHLESE

SCHWERPUNKT

Bedarfsgerecht essen am Arbeitsplatz - Betriebliche Gesundheitsförderung als Chance

DR. ANNE FLOTHOW •DR. SIBYLLE ADAM

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist die systematische, zielorientierte und kontinuierliche Steuerung aller betrieblichen Prozesse mit dem Ziel, Gesundheit, Leistung und Erfolg für den Betrieb und alle seine Beschäftigten zu erhalten und zu fördern. Es kann als WIN-WIN-WIN-Strategie für Betriebe, Beschäftigte und Gesellschaft gelten.

 

SCHWERPUNKT

Ernährung und kognitive Leistungsfähigkeit - Fokus Makronährstoffe

DR. SIBYLLE ADAM •DR. ANNE FLOTHOW

​Die Ernährung hat großen Einfluss auf die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit – eine zunehmende Zahl an Studien zeigt diesen Zusammenhang. Auch für die Steigerung der Kognition im Arbeitsalltag kann eine gut zusammengestellte Kost hilfreich sein.

 

SCHWERPUNKT

Männer und ihre Gesundheit - Gesundheitsförderung im Betrieb

RUTH RÖSCH

In Deutschland sterben Männer durchschnittlich etwa fünf Jahre früher als Frauen. Gleichzeitig gibt es relativ wenige Angebote der Gesundheitsförderung speziell für den Mann. Die Betriebliche Gesundheitsförderung bietet gute Möglichkeiten, Männer zu erreichen.

 

LEBENSMITTELRECHT
WISSEN

WUNSCHTHEMA

Chronobiologie, Schlaf und Ernährung

DR. LIOBA HOFMANN

Unzureichender Schlaf ist weltweit zu einem Problem geworden. Zu den Ursachen zählen zum Beispiel Arbeitsbelastung, Lebensstil und technologische Entwicklung. Mögliche Folgen sind chronische Erkrankungen, die zum Teil auch mit der Ernährung zusammenhängen. So beeinflusst die Schlafqualität die Qualität der Ernährung; umgekehrt kann die Ernährung einen gesunden Schlaf fördern oder beeinträchtigen.

 

FORSCHUNG & PRAXIS  -  METHODIK & DIDAKTIK

Selbstmotivation - Auf dem Weg zum selbst gesteckten Ziel

CHRISTINE MAURER

Wenn sich Schüler oder Klienten selbst auf den Weg machen, um eine Veränderung zu erreichen, ist Unterrichten leicht und die Beratung läuft erfolgreich. Was gehört dazu?

 

FORSCHUNG & PRAXIS  -  FORUM

Gesundheitsförderndes Essen bei der Feuerwehr - Good-Practice in der Betrieblichen Gesundheitsförderung

DR. ANNE FLOTHOW •DR. SIBYLLE ADAM

Feuerwehrleute sind aufgrund hoher physischer und psychischer Herausforderungen sowie 24-Stunden-Diensten großen gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt. Eine ausgewogene Ernährung kann einen wichtigen Beitrag zum Erhalt von Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden leisten.

 

FORSCHUNG & PRAXIS  -  LEBENSMITTELVERARBEITUNG

Nichtkonventionelle Technologien der Lebensmittelverarbeitung

DR. ANDREAS SCHIEBER

Konventionelle Prozesse zur thermischen Konservierung von Lebensmitteln ziehen häufig einen teilweisen Abbau von Inhaltsstoffen nach sich und können die sensorischen Eigenschaften beeinträchtigen. Daher wurden in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Verfahren zur schonenderen Haltbarmachung entwickelt, etwa die Behandlung von Lebensmitteln mit Hochdruck oder gepulsten elektrischen Feldern.

 

FORSCHUNG & PRAXIS  -  TIPP

Männer in der Beratung - Lösungsorientiert und mit Humor

RUTH RÖSCH

„Mit Männern über Gesundheitsthemen zu sprechen, ist gar nicht so einfach.“ Das ist ein Klischee, das dem einzelnen Mann nicht gerecht wird. Dennoch spiegelt es die Erfahrung vieler Akteure in der Beratung wider. Wir zeigen, welche Elemente unterstützen können.

 

FORSCHUNG & PRAXIS  -  ERNÄHRUNGSPSYCHOLOGIE

Gesundes Unternehmen - Das Konzept der Betrieblichen Gesundheitsförderung

DR. CHRISTOPH KLOTTER

Betriebliche Gesundheitsförderung als Konzept verdankt sich im Wesentlichen dem systemischen Denken. Es ist ein System, das funktioniert – oder auch nicht. Die Gesundheit des Einzelnen hängt zu guten Teilen von der Gesundheit des Systems ab und umgekehrt.

 

BÜCHER
AUS DEM BZfE
VORSCHAU/IMPRESSUM

Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis der Augabe 3 2020 finden Sie hier:

Zum Download

Titelbild Ernährung im Fokus Ausgabe 3 2020
Robert Poorten / adobe.stock.com

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Grillgemüse auf Rost
Pixabay / Angela Henderson Orr

AKTUELL

Willkommener Zeitvertreib

Grillen – aber sicher!

Gerade jetzt in der Corona-Zeit mit ihren Beschränkungen ist das Grillen mit der Familie daheim eine willkommene Abwechslung. Grillen macht Spaß und ist eine köstliche, nährstoffschonende und fettsparende Art der Zubereitung. Ob Fleisch, Fisch oder Vegetarisches - keiner geht beim Grillen leer aus. Es gilt jedoch, einige Regeln am Grill zu beachten.

So rät der Verein Paulinchen e. V. (Initiative für brandverletzte Kinder), keinen Spiritus oder andere flüssige Brandbeschleuniger zu verwenden. Das kann zu schwerwiegenden Grillunfällen führen. Vor allem Kinder sind aufgrund ihrer Körpergröße gefährdet, großflächige Verbrennungen zu erleiden.

Besser ist es, feste, geprüfte Grillanzünder aus dem Fachhandel zu nutzen. Ein Eimer mit Sand, Feuerlöscher oder Löschdecke zum Löschen des Grillfeuers bereithalten. Kinder auf Sicherheitsabstand von zwei bis drei Metern zum Grill halten!

Auch das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) gibt Tipps zum sicheren und gesunden Grillen.

  • Als Brennmaterial Holzkohle (preiswerter, glüht aber schneller durch) oder Holzkohlebriketts (brauchen länger, aber glühen auch länger und gleichmäßiger) verwenden.
  • Kiefernzapfen, harzreiches Holz, Verpackungen oder Papier gehören nicht in den Grill, denn beim Verbrennen entstehen giftige Gase.
  • Vorsicht: Wenn Fett oder Saft aus dem Grillgut oder der Marinade auf die Glut tropft, entsteht bläulicher Rauch mit gesundheitsschädlichen Stoffen. Deshalb am besten eine Auffangschale oder Grillfolie verwenden.
  • Saure oder gesalzene Produkte nicht auf oder in Aluminium grillen. Es kann in das Grillgut übergehen.
  • Verbrannte Stellen abschneiden, denn auch sie enthalten verschiedene gesundheitsschädliche Stoffe. 

Weitere Informationen:

www.bzfe.de/inhalt/grillen-1578.html

www.paulinchen.de/paulinchen-ev/aktuelles/news-detail/news/wir-grillen-mit-sicherheit/

 

Frau an der Kasse mit Lebensmittel auf Band
benjaminnolte / stock.adobe.com

Aktuell

Haushaltstipps

Einkauf sinnvoll planen

„Stay home!“ lautet der eindringliche Appell in Zeiten von Corona und Kontaktsperre. Jetzt ist es besonders wichtig, unnötige Gänge zum Supermarkt zu vermeiden. Immer gilt: Ein gut organisierter Haushalt erleichtert den Alltag – dazu gehört auch das Einkaufen. 

Der Wocheneinkauf etwa lässt sich auf einen einzigen Tag reduzieren, wenn die Familie für eine Woche im Voraus einen Mahlzeitenplan aufstellt. Diese „Speisekarte“ berücksichtigt natürlich die Vorlieben der Familienmitglieder und bleibt flexibel in der Reihenfolge. Die benötigten Mengen der Zutaten lassen sich anhand von Rezepten pro Person berechnen. Für den Plan die einzelnen Zutaten notieren, andere Haushaltsvorräte wie Wasch- und Reinigungsmittel kontrollieren und die Einkaufsliste vervollständigen. Ein gut geplanter Alltag bringt übrigens auch mehr Zeit für die Familie, z. B. für das gemeinsame Kochen und Genießen. 

Informationen:

Broschüre „Aufgetischt! - Wegweiser für Ernährung, Einkauf & Lebensmittel“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft: www.ble-medienservice.de/6662

Rezepte und Tipps rund ums Kochen mit Kindern vom Bundeszentrum für Ernährung: www.bzfe.de/inhalt

Junge gießt Pflanzen
Phichit Wongsunthi / Pixabay

AKTUELL

Tipps für Familien

Wertschätzen statt Hamstern

Die Corona-Pandemie hat unseren Alltag auf den Kopf gestellt. Dabei können auch unsere Ernährungsgewohnheiten durcheinandergeraten sein – eine gute Gelegenheit neu zu justieren, nachhaltiger zu konsumieren und Lebensmittel mehr wertzuschätzen.

Dazu gehört:

  • Planvoll und solidarisch einkaufen. Vor dem Einkaufen einen Überblick über die Vorräte verschaffen und nur das kaufen, was wirklich nötig ist. So ist genug für alle da und nichts muss in der Tonne landen. 
  • Hygiene in der Küche beachten. Wer dieser Tage etwas mehr Zeit zu Hause verbringt, kann z. B. Schubladen und Vorratsschränke auswischen oder den Kühlschrank sauber machen – was wir sonst oft vor uns herschieben. Lebensmittel anschließend wieder nach dem „First-in-first-out-Prinzip“ einräumen, damit Vorräte nicht in Vergessenheit geraten. 
  • Gemeinsam kochen. Viele Menschen arbeiten zurzeit im Home Office und haben flexible Arbeitszeiten. Warum also nicht eine verlängerte Mittagspause einlegen und selbst kochen? Oder gleich für mehrere Tage vorkochen? Kinder können beim Gemüse putzen, schnippeln und garen helfen – das vertreibt mögliche Langeweile. 

Informationen:

www.zugutfuerdietonne.de/aktuelles

www.bzfe.de/inhalt

Hände halten Bohnen in Plastikverpackung und zusammengebunden
Marlon / stock.adobe.com

AKTUELL

Corona-Pandemie

Plastikverpackung – Schutz oder Risiko?

Das Coronavirus hat eine neue Facette in die Debatte über Lebensmittelverpackungen gebracht. Schützen Plastikverpackungen vor der Übertragung des Virus oder sind sie eher kontraproduktiv? Darüber gehen die Meinungen in Wissenschaft und Wirtschaft auseinander.

Laut europäischen und US-amerikanischen Experten gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass Lebensmittel oder Lebensmittelverpackungen zur Übertragung des Coronavirus beitragen. Denkbar ist aber eine Kontamination, etwa wenn ein Verbraucher im Supermarkt auf die Obst- oder Gemüsetheke niest. Wie sich das bei verpackten oder unverpackten Produkten auswirkt, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten.

Einerseits schützen Plastikverpackungen Lebensmittel vor möglichen Kontaminationen und tragen zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung bei, indem sie Produkte länger frisch halten. Andererseits kommen aktuelle Laboruntersuchungen einer amerikanischen Arbeitsgruppe zu dem Ergebnis, dass das Coronavirus auf harten Oberflächen wie Kunststoff und Edelstahl bis zu drei Tagen und auf Pappe bis zu 24 Stunden überleben kann (vgl. BfR 2020). Auch könnten in Plastik verpackte Produkte eher überlagert und schließlich doch weggeworfen werden als nicht verpackte.

Ebenfalls uneinheitlich bewerten Experten die Vorzüge von Plastiktüten gegenüber Mehrwegtaschen. Während die einen hygienische Vorteile von Kunststoffhüllen anführen, raten andere, Verbraucher sollten ihre eigenen (Mehrweg-)Taschen verwenden und sich so oft wie möglich die Hände waschen. Denn wenn sich Kassiererin und Kunden nicht regelmäßig und ausreichend die Hände waschen, könnten die Viren auf die Plastiktüten gelangen und dort umso länger überleben.

Derzeit ist die Datenlage zu uneinheitlich, um konkrete Empfehlungen zu geben. Hier bedarf es weiterer Forschung. Abstand halten, Handhygiene sowie die „Husten- und Niesetikette“ sind aber in jedem Fall unabdingbar.

Quelle: www.foodnavigator.com/Article

Aktuell

Diabetes und Corona

Die Blutzuckereinstellung macht's

Sind Diabetiker in Bezug auf Corona gefährdeter als Gesunde? Laut Experten der Deutschen Gesellschaft für Diabetologie (DDG) haben gut eingestellte Diabetespatienten ein vergleichbares Infektionsrisiko wie Gesunde. Anders bei Begleit- und Folgeerkrankungen wie kardiovaskulären Problemen und Organschäden: Hier kann die Erkrankung eher schwere Verläufe nehmen. Ob es einen Unterschied zwischen Typ-2-Diabetes und Typ-1-Diabetes gibt, lässt sich momentan noch nicht sagen.

Erfreulicherweise ist seit Einführung der Diabetes Disease-Management-Programme (DMP) ein deutlicher Rückgang schwerer diabetischer Folgekomplikationen wie Amputation, Erblindung oder Dialysepflicht zu beobachten. Frauen profitieren von den Versorgungsprogrammen stärker als Männer. Sie nehmen die Therapieangebote öfter und über einen längeren Zeitraum wahr.

Informationen: Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), Geschäftsstelle, Albrechtstraße 9, 10117 Berlin, Tel. +49 30 3116937-55

Internet: www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de

Frau kauft Gemüse im Hofladen
goodluz / stock.adobe.com

Aktuell

Umfrage der DGQ

Nachhaltigkeit und Qualität gehen Hand in Hand

Verbraucher legen zunehmend Wert auf nachhaltiges Handeln – im Alltag und bei ihrem Konsumverhalten. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) e. V. anlässlich des Weltqualitätstages 2019 unter gut 1.000 Bundesbürgern.

Für 85 Prozent der Deutschen ist Nachhaltigkeit ein klares Qualitätskriterium von Produkten und Services. Insgesamt hat die Bedeutung nachhaltigen Handelns für die meisten der Befragten zugenommen (83 %). Einige Hürden bleiben aber: Zu hohe Kosten, der Mangel an Alternativen sowie Informationslücken erschweren die Entscheidung: Fast zwei Drittel (60 %) sehen in fehlenden Informationen eine der größten Hürden für nachhaltiges Handeln. Trotz Mangel an Zeit versuchen 40 Prozent der Deutschen, sich selbst aktiv über das Thema zu informieren. Hier liegt eine große Chance, “Nachhaltiges Handeln“ in Schule und Beratung aufzugreifen und Verbraucher zu befähigen, nachhaltige Entscheidungen hinsichtlich der Qualität zu treffen.

Informationen: www.dgq.de

Mädchen hält Jungen Hand mit Küken hin
Victoria Borodinova / Pixabay

AKTUELL

IN FORM-Projekt ausgezeichnet

Vom Acker in den Mund!

Das nachhaltige Bildungsangebot „Vom Acker in den Mund!“ der Sarah Wiener-Stiftung ist jetzt Partner der Bundesinitiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung IN FORM.
Kostenfreie Fahrten auf einen Biobauernhof geben Kindern die Möglichkeit, mit allen Sinnen den Ursprung der Lebensmittel und die ökologische Landwirtschaft zu erleben. Dadurch sollen die Kinder praktisch und direkt von den Erzeugern lernen, sich bewusst und vielseitig zu ernähren. Derzeit finden allerdings aufgrund der Corona-Pandemie keine Bauernhoffahrten statt.
Im Rahmen des Nationalen Aktionsplans IN FORM zeichnen die Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft sowie Gesundheit herausragende Projekte aus, die das Ernährungs- und Bewegungsverhalten in Deutschland dauerhaft verbessern.

Informationen: www.sarah-wiener-stiftung.de

Cover Buch Keimarme Ernährung
Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft

Lesetipp

Buchrezension von Rüdiger Lobitz, Meckenheim Keimarme Ernährung

Bei Immunschwäche und Immunsuppression, in der Schwangerschaft und im Alter

Die Autoren – ein Mikrobiologe und Dozent für Lebensmittelhygiene sowie eine Oecotrophologin und klinische Ernährungstherapeutin – beschreiben, worauf Personen mit verminderter Immunabwehr bei ihrer Ernährung achten müssen. Einleitend vermitteln sie einen wissenschaftlichen Überbau und erklären die Biologie und Lebensweise von Mikroorganismen, die ja sowohl schädlich als auch nützlich für den Menschen sein können. Der Leser erfährt, welche Abwehrsysteme der Körper gegen Infektionserreger hat und wie diese bei Immunsuppression (Unterdrückung des körpereigenen Abwehrsystems), Immunschwäche und Immundefekten außer Funktion geraten. Im Anschluss erläutern die Autoren die allgemeinen Regeln der Lebensmittelhygiene, von Einkauf über Lagerung und Zubereitung bis zum Verzehr, einschließlich der persönlichen Körperhygiene. Den Hauptteil des Buches nimmt die Beschreibung der mikrobiologisch-hygienischen Eigenschaften und Besonderheiten von Lebensmitteln ein:

  • Obst und Gemüse
  • Nüsse, Samen, Pflanzenöle
  • Getreide und Getreideprodukte
  • Milch und Milchprodukte
  • Fleisch und Fleischerzeugnisse
  • Eier und eierhaltige Produkte
  • Fisch, Fischerzeugnisse und Schalentiere
  • Getränke
  • Süßwaren

Grafiken, übersichtliche Flussdiagramme, Tabellen und Abbildungen erleichtern das Verständnis des durchgängig fachlich geschriebenen Textes. Infokästen mit „Praxistipps“, „Das Wichtigste in Kürze“ sowie „Wissenswert“ helfen bei der schnellen Orientierung.

Insgesamt vermittelt „Keimarme Ernährung“ keine neuen Erkenntnisse, denn die Prinzipien von Produkthygiene, Prozess- und Personalhygiene sind bekannt und in HACCP-Konzepten und diversen DIN-Normen dargelegt. Für Menschen, deren Immunsystem für den Angriff von Infektionserregern besonders empfindlich ist und die das Risiko von Lebensmittelinfektionen reduzieren müssen, kann die Lektüre jedoch sehr hilfreich sein; vor allem dann, wenn sie mit Hygieneprinzipien nicht vertraut sind. Auch Fach- und Pflegekräfte oder Angehörige, die mit der Versorgung von immungeschwächten Personen betraut sind, profitieren davon, wenn sie in punkto Hygiene nicht 100 Prozent sattelfest sind. Ein Praxistipp im Kapitel Geflügelfleisch verweist darauf: „Bereiten Sie selbst kein Geflügelfleisch zu, wenn Sie nicht im hygienischen Umgang mit Lebensmitteln geschult oder erfahren sind.“
Das Buch punktet mit einer umfassenden und dennoch kompakten und praxisnahen Darstellung.

Rüdiger Lobitz, Meckenheim

 

Keimarme Ernährung: bei Immunschwäche und Immunsuppression, in der Schwangerschaft und im Alter

Heribert Keweloh, Uta Reinecke
Broschiert, 186 Seiten
Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft 2018
ISBN 978-3804736870

Preis: 24,80 Euro

Cover Buch Erfolgreich selbstständig als Ernährungsfachkraft
Thieme Verlag

Lesetipp

Buchrezension von Gabriela Freitag-Ziegler, Bonn Erfolgreich selbstständig als Ernährungsfachkraft

Dieses Buch nimmt Ernährungsfachkräfte auf ihrem Weg in und durch die Selbstständigkeit in quasi allen Lebenslagen an die Hand.

Es ist gleichzeitig ein großartiger Fundus an Informationen sowie ein empathischer Ratgeber für persönliche Probleme, die selbstständiges Arbeiten mit sich bringen kann. Von der ersten Idee, sich selbstständig zu machen, bis zur Erstellung eines Businessplans. Für Neueinsteiger oder für Menschen, die bereits „gegründet“ haben und ihr Marketing verbessern möchten - das Fachbuch für Ernährungsfachkräfte mit Schwerpunkt Ernährungsberatung und/oder -therapie geht gleichzeitig in die Breite und in die Tiefe. Es deckt wirklich alle Themen, die für selbstständige Ernährungsfachkräfte relevant sind, ab. Von Vorüberlegungen zum Leistungsspektrum, möglichen Praxismodellen über finanzielle und rechtliche Aspekte bis hin zum Selbstmanagement und der Bewältigung von Krisen des Unternehmens. Gleichzeitig reißt das Buch nicht nur kurz an, was jeweils zu beachten ist, sondern bietet für jeden Aspekt zahlreiche Informationen, kreative Anregungen oder Lösungsvorschläge.

Dazu enthalten die ohnehin klar gegliederten Kapitel zusätzlich zum Fließtext auf jeder Seite Boxen der Kategorien „Definition“, „Info“, „Praxistipp“, „Übung“ und „Merke“. Sie lockern auf, erleichtern eiligen Zeitgenossen die Orientierung und helfen bei Entscheidungsfindung und Planung. Sehr sympathisch ist der zugewandte und lockere, aber nie oberflächliche Schreibstil. Er motiviert, sich mit trockenen Themen wie Steuern und Versicherungen genauso zu befassen wie mit den Geheimnissen eines professionellen Marketings.

Ein umfangreicher Anhang komplettiert das Werk: Kopiervorlagen für die Beratung, Checklisten, das Wichtigste in Tabellenform und unzählige Adressen und Links, um sich weitere Infos und Hilfen zu holen, sich als Ernährungsfachkraft fortzubilden oder zu vernetzen.

Gabriela Freitag-Ziegler, Bonn

 

Erfolgreich selbstständig als Ernährungsfachkraft

Birgit Blumenschein, Susanne Klein (Hrsg.)
320 Seiten (Hardcover)
Thieme 2019
ISBN: 978-3132426535

Preis: 59,99 Euro

Buchcover Die Nebenbei-Diät
Stiftung Warentest (Hg.)

Lesetipp

Buchrezension von Brigitte Plehn, Krefeld Die Nebenbeidiät - Das Kochbuch

„Diät“ - allein das Aussprechen dieses Wortes kann einen bitteren Nachgeschmack auf der Zunge hinterlassen, denn es erinnert an Hunger, Stress und Frust. Süßer dagegen klingt in den Ohren Abnehmwilliger die Wortneuschöpfung „Nebenbeidiät“, denn das, was nebenbei geschieht, scheint einfach und unkompliziert zu sein.

Die Autorin dieses kleinen Ratgeberkochbuches, Elisabeth Lange, lässt in ihrem Vorwort dann auch keine Zweifel aufkommen, dass sich Abnehmen und Wohlfühlen nicht ausschließen. Ihr Rezept? Anders kochen. Langsames Verringern der gewohnten Verzehrmengen. Keine Verbote. Ergebnis ist eine kalorienarme, mengenmäßig wohldosierte, bedarfsgerechte und stressfreie Ernährung, an die die Autorin behutsam heranführt:

Nach kurzen Erklärungen, welche Art von Küchengerät fettarmes Kochen leicht macht und welche positive Rolle Sport beim Optimieren des Körpergewichtes spielt, gibt Lange einige grundlegende Tipps zur kalorienreduzierten Essenszubereitung. Dann beginnt ihr großer Rezeptteil mit 200 „leichten Rezepten“, die sie nach Mahlzeiten einteilt, also Rezepte fürs Frühstück, für den Mittag oder die Lunchbox und so weiter. Oft genug liefert die Autorin Begründungen mit, warum die Mahlzeiten kalorienschlank sind. Außerdem bietet sie Zubereitungsvarianten und hilfreiche Nährstoffangaben an.

Das, was in diesem Büchlein neu ist, sind die Rezepte heißgeliebter, aber kalorienschwerer Genüsse wie Schoko-Mousse, Sauce Hollandaise, verschiedene Kuchen und fette Braten – aber in der Light-Version! Durch Austausch einzelner Zutaten oder veränderte Garmethoden – so erklärt es die Autorin - specken die Gerichte ab und werden wieder „gesellschaftsfähig“. Aus diesem Grund kommt die Nebenbeidiät auch ohne Verzehrverbote einzelner Lebensmittel aus. So schafft man das Nebenbei-Abspecken durch abgespeckte (Lieblings-)Speisen.

Weniger neu, aber dennoch angenehm sind die vielen schönen Food-Fotos, die zahlreichen erklärenden Hinweise, die unauffällige Schulung in Sachen „Gesunde Ernährung“, die witzige Sprache. Zuletzt – ganz nebenbei - noch ein Argument, das für dieses kleine Buch spricht: Herausgeber ist die Stiftung Warentest.

Brigitte Plehn, Krefeld

Die Nebenbeidiät - Das Kochbuch

Elisabeth Lange
Stiftung Warentest (Hrsg.)
223 Seiten
ISBN 978-3-86851-092-8

Preis: 16,90 Euro

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Ernährung im Fokus ist eine Zeitschrift für Fach-, Lehr- und Beratungskräfte. Sie bietet wissenschaftlich fundiert und kompetent Aktuelles und Praktisches zum Beispiel aus Wissenschaft und Forschung, Ernährungslehre und Diätetik, Methodik und Didaktik, Lebensmittelrecht und Verbraucherschutz, Ernährungsbildung und Kompetenzentwicklung - und das frei von wirtschaftlichen Interessen! mehr...