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Sport und Ernährung

Low-Carb-Ernährung auch im Sport? Welche Rolle Kohlenhydrate im Kraft- und Ausdauersport spielen und inwiefern Sport zum Abnehmen geeignet ist, darüber informiert diese Ausgabe.

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Holzdiele mit Hantel und Gemüse
karandaev / AdobeStock.com
Ernährung im Fokus 11-12/2018
November/Dezember 2018
Schwerpunkt

Sport und Ernährung

Low-Carb-Ernährung auch im Sport? Welche Rolle Kohlenhydrate im Kraft- und Ausdauersport spielen und inwiefern Sport zum Abnehmen geeignet ist, darüber informiert diese Ausgabe.

Leseprobe

Skifahrer in Reihe mit einem Fuß hoch
Vitamin D und Leistungsfähigkeit
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Alle Themen dieser Ausgabe

EDITORIAL

KURZ GEFASST

NACHLESE

SCHWERPUNKT

DR. ALEXANDRA SCHEK

Ernährung in kraftbetonten Sportarten

Heutzutage scheinen Leistung, Fitness und Attraktivität beruflich und privat besonders wichtig zu sein. Unabhängig davon, ob Kraftleistung oder Optik beim Training mit Widerständen im Vordergrund stehen: Hinsichtlich der Ernährung sollte der Fokus nicht nur auf der Zufuhr von Proteinen und Supplementen liegen. Energie und Kohlenhydrate spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

GLOSSE

STEFAN HACKENBERG

Muskeln aus der Dose? Erst bilden, dann builden!

Gut, ich gebe es zu. Wo einst Muskeln meine Augen im Spiegel verwöhnten, ist heute zwar immer noch viel Masse, aber wenig Muskeln.

SCHWERPUNKT

CLAUDIA OSTERKAMP - BAERENS

Kohlenhydrate im Ausdauersport

Wie viele Kohlenhydrate brauchen Ausdauersportler? Auf diese Frage gibt es keine einfache Antwort. Denn Ausdauersport ist ein weites Feld, das keine Pauschalempfehlungen zulässt. Für den Ernährungsberater bleibt nichts anderes, als eine sorgfältige Trainingsanamnese zu erheben und darauf aufbauend individuelle Kohlenhydratempfehlungen zu entwickeln.

EXTRA

TILL DALING •CAROLINA DIANA ROSSI •SIBYLLE ADAM

Vitamin D und Leistungsfähigkeit

Das fettlösliche Vitamin D nimmt unter den Vitaminen eine Sonderstellung ein, da es über die Nahrung aufgenommen und auch vom menschlichen Organismus selbst synthetisiert werden kann. Hauptaufgabe ist die Regulation der Calcium- und Phosphathomöostase. Zunehmend wird diskutiert, ob die Höhe des Vitamin-D-Serumlevels die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit beeinflusst.

EXTRA

DR. MARGIT RITZKA

BZgA: Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat 2017 die aktuellen Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung als Sonderheft herausgegeben. Diese Empfehlungen richten sich an Fachleute und Organisationen, die Einfluss auf das Gebiet der Bewegungsförderung und Prävention haben.

EXTRA

RUTH RÖSCH

WHO: Globaler Aktionsplan für mehr körperliche Aktivität - Visionen für eine aktive und gesunde Welt

Weltweit bewegen sich jede dritte Frau und jeder vierte Mann zu wenig. Der Mangel an körperlicher Aktivität ist laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor allem in reicheren Ländern weit verbreitet.

LEBENSMITTELRECHT

WISSEN FÜR DIE PRAXIS

FORSCHUNG

WUNSCHTHEMA

DR. LIOBA HOFMANN

Multiple Sklerose - Einfluss der Ernährung auf Entstehung und Verlauf

Trotz guter Fortschritte in der Entwicklung hochwirksamer Medikamente sind Patienten mit Multipler Sklerose (MS) nach wie vor mit einer unheilbaren, fortschreitenden und unberechenbaren Erkrankung konfrontiert. Viele versuchen, die Symptome durch verschiedene Kostformen oder Supplementeinnahme aktiv zu beeinflussen. Gleichzeitig ist bislang keine wissenschaftlich validierte, spezifische Diät bekannt.

WELTERNÄHRUNG

GUDRUN B. KEDING •SIMONE K. KRIESEMER •ANNAPIA DEBARRY •TIM SCHNEIDER •JOCHEN DÜRR

Ernährungssensible Landwirtschaft in Äthiopien - Das NutriHAF-Projekt

Das Projekt untersucht die Einführung von bislang kaum genutzten Gemüsearten in einer Kaffeeanbauregion im Südwesten Äthiopiens. Ziel ist, durch eine Diversifizierung des Anbausystems eine vielfältigere Ernährung zu erreichen.

SCHULE - BERATUNG

METHODIK & DIDAKTIK

CHRISTINE MAURER

Selbstmitgefühl entwickeln und fördern

Viele Menschen sind es gewohnt, hart mit sich ins Gericht zu gehen und keine Schwäche zuzulassen. Forschungsarbeiten zum Selbstmitgefühl konnten eindeutig belegen, dass Menschen, die Mitgefühl mit sich selbst haben, seltener an Ängsten und Depressionen leiden. Auch Lern- und Veränderungsprozesse gelingen leichter. Es lohnt also, Schüler und Klienten zu unterstützen, Selbstmitgefühl zu entwickeln.

FORUM

MONIKA SCHAAKE, KAI KATTELMANN

Aktion „Vom Wissen zum Handeln“

Bundesernährungsministerium (BMEL) und Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) haben Tipps und Tricks, „Lifehacks“ und kreative Aktionen gesammelt, mit denen Menschen ihr (theoretisches) Ernährungswissen besser in die tägliche Praxis umsetzen können.

TIPPS FÜR DIE PRAXIS

PRÄVENTION & THERAPIE

SOLVEIG DIETRICH •JOANN KIEBACH •DR. SILYA NANNEN-OTTENS†

Phytotherapie in der Behandlung funktioneller Dyspepsie

Die funktionelle Dyspepsie ist eine Magen-Darm-Erkrankung, die vor allem den Oberbauch betrifft und die Lebensqualität der Betroffenen zum Teil stark einschränkt. Zusätzlich zu Ernährung und Lebensstil spielt die Medikation, vor allem die Phytotherapie, eine wichtige Rolle für die Kontrolle der Symptome.

ERNÄHRUNGSPSYCHOLOGIE

DR. CHRISTOPH KLOTTER

Herausforderungen in der Ernährungsberatung: Binge Eating

Unter Binge Eating Disorder versteht man ein Essproblem, bei dem anfallartig große Mengen an Lebensmitteln verzehrt werden, ohne dass anschließend erbrochen oder abgeführt wird. Diese Essstörung ist in der Regel mit großen psychischen Problemen verbunden.

BÜCHER

MEDIEN

VORSCHAU/IMPRESSUM

Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis der neuen Ausgabe 11-12/2018 finden Sie hier:

Zum Download

Aktuell

In eigener Sache Neuerung beim Fachzeitschriften-Abo Ernährung im Fokus

Wir stellen das Abonnement Ernährung im Fokus um und folgen damit einem häufig geäußerten Wunsch unserer Leser*innen.

Ab sofort gibt es vier aktuelle Ausgaben, die wie bisher ein Schwerpunktthema aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Ein neues Heft erscheint jeweils im Februar, Mai, August und November, also einmal im Quartal. Unser Online-Auftritt wird parallel wachsen und die Aktualität gewährleisten.

Dazu bieten wir unseren Kund*innen zwei Sonderhefte, die im Frühjahr und Herbst herauskommen. Sie bündeln im Sinne eines Nachschlagewerks jeweils die interessantesten Beiträge einer Ernährung im Fokus-Themenreihe.

Welches Thema an erster Stelle der Wunschliste steht und deshalb Thema des ersten Sonderheftes sein wird, erfahren Sie – bald! Sie dürfen gespannt sein!

Online-Spezial

Zwei Jogger im Schnee
Halfpoint / adobeStock.com
Ernährung im Fokus - Online Spezial

Ausdauertraining

Nummer 1 für Prävention und gesundes Altern

Sport hält fit, beugt Krankheiten vor und lässt uns gesund altern, so die gängige Auffassung. Doch gilt das für jede Form der Bewegung? Ausdauertraining hat im Vergleich die Nase vorn.

mehr...
Älteres Paar tanzt
highwaystarz / stock.adobe.com

Aktuell

Tanzen hält körperlich und geistig fit

Bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Demenzen, zum Beispiel der Alzheimer-Erkrankung, zeigt sich der Fortschritt der Krankheit durch den zunehmenden Verlust von Gehirnaktivität, -verbindungen und -zellen. Den Denkapparat zu fordern und zu fördern ist ein Ansatz, der frühzeitig geistigem Abbau entgegenwirken soll. Kann Tanzen als Maßnahme der Demenzprävention gelten?

Grundlage ist das Prinzip der Neuroplastizität: Nervenzellen reagieren auf Reize, indem sie Verbindungen zu anderen, stimulierenden Nervenzellen stärken und vermehren. Wird diese Formbarkeit des Gehirns angeregt, könnte vielleicht auch manchen Demenzsymptomen vorgebeugt werden. Das aktive Gehirn soll Informationen weiter vernetzen und so gegen zu schnelles Vergessen und Stummschalten absichern. Je vielseitiger die Aktivität und damit die einströmende Information, desto besser sollte die Plastizität angeregt werden. Beim Tanzen verbinden sich körperliche Aktivität, Rhythmus und Musikerleben, Spaß und soziale Interaktion sowie das Erinnern, Erlernen und Wiedererkennen von Mustern in Tonfolge und Tempo.

Methode. Neurowissenschaftler aus Thessaloniki untersuchten den Effekt des Tanzens auf das Gehirn. 44 Teilnehmer nahmen an der Untersuchung teil. Davon hatten die 22 Menschen in der Tanzgruppe ein durchschnittliches Alter von 66 Jahren, die 22 in der Kontrollgruppe von 68 Jahren. Die Gruppen unterschieden sich nicht in durchschnittlicher Denkleistung, der höchsten erreichten Ausbildung oder der Anzahl von Männern und Frauen. Auch das durchschnittliche Körpergewicht der Gruppen war vergleichbar (BMI 30 in der Tanzgruppe, BMI 29 in der Kontrollgruppe). Die Tanzgruppe erlernte zweimal wöchentlich für je eine Stunde über 24 Wochen griechische Tänze. Die Kontrollgruppe sah lehrreiche Videos über geschichtliche und kulturelle Themen und beantwortete dazu Fragen. Messungen der Gehirnaktivität (mittels EEG), der körperlichen Fitness und Gesundheit sowie psychologische Tests wurden jeweils einen Tag bis 14 Tage vor und nach Trainingsbeginn sowie nach Abschluss der Trainingsphase durchgeführt. Die Gehirnaktivität wurde an 57 Stellen des Kopfes gemessen. Mit Hilfe eines Gehirn-Modells errechneten die Forscher ein Abbild des funkenden Netzwerks im Kopf und schätzten die Vernetzung verschiedener Gehirnteile miteinander ab. Daraus leiteten sie die "Small-World-Property" (Klein-Welt-Eigenschaft) ab, ein Wert, der beschreibt, ob das Gehirn stärker weitreichend vernetzt kommuniziert oder stärker in kleinen Gruppen von Zellverbänden aktiv ist.
In einer früheren Studie (Supekar et al. 2018, PLOS Computational Biology) hatten Forscher demonstriert, dass bei Menschen mit Alzheimer-Demenz unter anderem diese Klein-Welt-Eigenschaft im Vergleich zu gesunden Gleichaltrigen messbar abnahm. Das erkrankte Gehirn kommunizierte also weniger über verschiedene Gehirnbereiche hinweg, die Netzwerkverbindungen gingen zunehmend verloren.

Ergebnisse. Die Netzwerkanalysen der Gehirnaktivität zeigten: Die Klein-Welt-Eigenschaft des Gehirns wies nach dem Training eine komplexere Kommunikation zwischen Gehirnbereichen im Vergleich zur Messung vor dem Training auf. Dies zeigte sich auch innerhalb kleinerer Bereiche: Die Information schien schneller zu fließen und effektiver verarbeitet zu werden. Manche Bereiche des Informationsnetzes hatten sich also auch lokal umorganisiert.
Zudem fand sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Klein-Welt-Eigenschaft des Gehirns und der körperlichen Fitness der Teilnehmer: Je mehr sich die Fitness durch das Training verbessert hatte, desto mehr schien auch das Gehirnnetzwerk profitiert zu haben. Besonders auffällig waren solche Effekte in Netzwerken des Gehirns (z. B. fronto-parietal), die stärker mit Aufmerksamkeit, Bewegungsplanung und -ausführung beschäftigt sind.

Fazit. Die Ergebnisse dieser Netzwerkanalyse der Gehirnaktivität verdeutlichen, dass die komplexe Stimulierung durch Tanzen mit Bewegung, Rhythmus, Musik und sozialen Interaktionen gekoppelt mit Lernen als nicht-pharmakologische Intervention zur Förderung geistiger und körperlicher Fitness und des Wohlbefindens gelten kann. Das Erlernen von Tänzen kann der Demenzprävention, aber auch der Unterstützung bei bereits leichten Symptomen einer Demenzerkrankung dienen.

Deutsches Gesundheits-Portal

Quelle: Zilidou VI, Frantzidis CA, Romanopoulou ED, Paraskevopoulos E, Douka S, Bamidis PD: Functional Re-organization of Cortical Networks of Senior Citizens After a 24-Week Traditional Dance Program. Front Aging Neurosci 10, 422 (2018); doi:10.3389/fnagi.2018.00422

Laufschuhe
Brian Jackson / stock.adobe.com

Aktuell

Fitness halbiert Herz-Kreislauf-Risiko Bewegung kann das Herz-Kreislauf-Risiko senken

Gerade auf das Herz-Kreislauf-System scheint körperliche Aktivität einen schützenden Effekt zu haben. Wissenschaftler aus Norwegen und Australien untersuchten, ob fittere Menschen ein geringeres Herz-Kreislauf-Risiko haben. Sie bestimmten die maximale Sauerstoffaufnahme von 4.257 Erwachsene, die weder an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung noch an einer Lungenerkrankung, Krebs oder Bluthochdruck litten. 51 Prozent der Teilnehmer waren Frauen.

Methode. Um die Fitness der Teilnehmer zu beurteilen, bestimmten die Wissenschaftler die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) der Patienten während eines speziellen Laufbandtrainings. Die Sauerstoffaufnahme beschreibt die Menge an Sauerstoff, die aus der eingeatmeten Luft pro Minute aufgenommen wird. Sie steigt bei körperlicher Belastung an. Die Teilnehmer wurden im Durchschnitt 8,8 Jahre lang begleitet. Je höher die maximale Sauerstoffaufnahme, desto geringer sollte das KHK-Risiko sein.

Ergebnisse. Die durchschnittliche Sauerstoffaufnahme lag bei den Frauen bei 36,0 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht und Minute, bei den Männern bei 44,4 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht und Minute. Während des Beobachtungszeitraums waren 147 Teilnehmer von einem dramatischen Herz-Kreislauf-Ereignis betroffen. Dazu zählte die Diagnose „koronare Herzkrankheit (KHK)“, „Tod aufgrund einer KHK“ oder „Maßnahme zur Wiederherstellung der Durchblutung“ – je nachdem, was zuerst eintraf.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass das Risiko für dramatische Herz-Kreislauf-Ereignisse mit der Fitness der Teilnehmer zusammenhing. Berechnungen zufolge sank mit jeder Steigerung der maximalen Sauerstoffaufnahme um 3,5 Milliliter Sauerstoff pro Minute und Kilogramm Körpergewicht (eine MET-Einheit, metabolic equivalent of task) das Risiko um 15 Prozent – und zwar bei beiden Geschlechtern. Ein Vergleich zwischen den Teilnehmern mit dem höchsten VO2max und den Teilnehmern mit dem kleinsten VO2max zeigte, dass die Teilnehmer mit der besseren Fitness ein um 48 Prozent geringeres Risiko für dramatische Herz-Kreislauf-Ereignisse hatten.

Fazit. Menschen mit einer höheren maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max) hatten damit ein geringeres KHK-Risiko. Dabei galt: Je höher der VO2max, desto geringer das KHK-Risiko. Mit einer guten Fitness ließ sich das Risiko nahezu halbieren.

Deutsches Gesundheits-Portal

Quelle: Letnes JM, Dalen H, Vesterbekkmo EK, Wisløff U, Nes BM: Peak oxygen uptake and incident coronary heart disease in a healthy population: the HUNT Fitness Study. Eur Heart J 2018 Nov 29; doi: 10.1093/eurheartj/ehy708 [Epub ahead of print]

Aktuell

Neues Service-Telefon Verpflegung in bayerischen Kitas und Schulen

Liefert vegetarisches Essen genug Eisen für Kinder im Wachstum? Wie kann eine Mensa gesunde, schmackhafte und bezahlbare Mahlzeiten auf den Tisch bringen? Wie lässt sich die Akzeptanz bei Kindern und ihren Eltern verbessern? Verantwortliche der Kita- und Schulverpflegung in Bayern können sich jetzt mit ihren Fragen und Problemen an das kostenlose Service-Telefon wenden, das die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Bayern eingerichtet hat. Zusätzlich gibt es für die Kontaktaufnahme ein Online-Formular.

Informationen: Kompetenzzentrum für Ernährung – KErn, Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Bayern, Fachstelle Kita- und Schulverpflegung am KErn, Hofer Sr. 20, 95326 Kulmbach, Telefon: 09221 40782-46

Servicetelefon: 0800/9221-407 (dienstags bis donnerstags von 10 bis 15 Uhr)

Internet: www.schulverpflegung.bayern.de

 

 

Cover Buch Fibromyalgie
Mankau Verlag

Lesetipp

Buchrezension von Ruth Rösch, Düsseldorf Fibromyalgie

Die Schmerzkrankheit erkennen und erfolgreich behandeln

Der Fall „Monika“ kommt nicht nur in der Arztpraxis, sondern möglicherweise auch in der Ernährungsberatung vor. Monikas Leidensgeschichte begann bereits vor vielen Jahren mit Ischialgien, Schulter-Arm- und Kopfschmerzen. Schmerzen bereiteten sich wellenförmig von den Füßen bis in den Hals aus. Später begannen sie zu wandern, es entwickelten sich Depressionen. Monikas Umwelt reagierte weitgehend verständnis- und hilflos. Dieser Fall steht stellvertretend für viele Schmerzkranke, die an der so genannten Fibromyalgie leiden.  Das Fibromyalgie-Syndrom (FMS) ist eine chronische, bislang nicht heilbare Erkrankung mit weitverbreiteten Schmerzen wechselnder Lokalisation in der Muskulatur, an Gelenken und im Rücken, die mit verschiedenen Begleitsymptomen wie Reizdarm einhergehen kann. Frauen sind siebenmal häufiger betroffen als Männer.

Der Arzt und Autor Eberhard J. Wormer beschreibt das Syndrom gut verständlich und mit viel Empathie gegenüber den Betroffenen. Dabei scheut er sich nicht, den Finger in die Wunden der medizinischen Behandlung zu legen. Denn Fibromyalgie ist bis heute eine der am häufigsten missverstandenen und fehldiagnostizierten Erkrankungen, und ärztliche Hilfe ist in vielen Fällen kaum zu erwarten: „Schmerzkranke sind gut beraten, sich auf die verbliebenen Möglichkeiten der Selbsthilfe zu besinnen“. Das liegt nach Meinung des Autors nicht zuletzt am Unverständnis und mangelndem Wissen vieler Ärzte, aber auch an Rahmenbedingungen wie der Gesundheitspolitik. Immerhin gibt es seit 2012 anerkannte FMS-Leitlinien.

Das Buch befasst sich zunächst mit den Facetten des Schmerzes, Fakten und Fiktionen zur Fibromyalgie, Symptomen und Funktionsstörungen, Ursachen, Diagnostik, Therapie- und Selbsthilfekonzepten. Eine ausgewogene Ernährung ist neben diversen Entspannungstechniken ein Baustein für ein besseres Wohlbefinden und sollte immer mit in den Blick genommen werden. Wesentliche Botschaft des Buches: Es gibt durchaus Wege und Möglichkeiten, das Leben mit Fibromyalgie  erträglich und lebenswert zu machen. Individuelle Lösungen und die Eigeninitiative der Patienten sind dabei jedoch unabdingbar.

Ruth Rösch, Düsseldorf
 

Fibromyalgie

Eberhard J. Wormer
159 Seiten
Mankau Verlag, Murnau a. Staffelsee (2014)
ISBN: 978-3-86374-171-6

Preis: 14,95 Euro (D), 15,40 Euro (A)

Cover Buch "Genetik und Epigenetik"
RichterVerlag

Lesetipp

Buchrezension von Nicole Rehrmann, Lüneburg Genetik und Epigenetik

Der Schlüssel zu unserer Gesundheit

Von Georg Mendel bis hin zum „Human Genome Project“ startet das Buch mit der Geschichte der Erforschung der genetischen Vererbung. Die komplexen Sachverhalte erklärt Dr. Eva Schäufele leicht verständlich bis populärwissenschaftlich.

Dann nimmt das Buch eine unerwartete Wendung: Im polemischen Stil verteufelt Dr. Schäufele Raps- und Sojaöl, deren Verarbeitung mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu schädlichen trans-Fettsäuren verwandele. Als gesunde Alternative nennt sie Kokosöl, dessen Verwendung (ähnlich der asiatischen Küche) die Autorin dem Leser mantra-ähnlich nahelegt. Ab der Hälfte des Buches wird langsam erkennbar, dass sich der kleine Ratgeber zu einer geschickt getarnten Werbung für Genolife® mausert. Hinter diesem Programm verbirgt sich ein von der Autorin entwickeltes Angebot zur Genanalyse mit umfangreichen auf die Gene angepassten Ratschlägen. Es geht beispielsweise um Gene für Mut und Kampfbereitschaft (Gen für ein Enzym, das Katecholamine wie Adrenalin oder Dopamin deaktiviert), das Gen für die Entzündungsbereitschaft (Gen für Interleukin 6) oder ein Gen (CYP17), das im Testosteron- und Östrogenstoffwechsel eine Rolle spielt und für Ausgeglichenheit stehen soll. Viele Fallbeispiele illustrieren Möglichkeiten, wie sich der Lebensstil den eigenen Gene entsprechend anpassen ließe, um gesund und munter alt zu werden.

Als Ernährungsempfehlungen begegnen dem Leser Jäger- und Farmertyp, wobei ersterer unbedingt Fleisch essen solle (natürlich bio) und zweiterer auch Getreide vertrage. Weitere Empfehlungen der Autorin: Eier und Fleisch, auch Milch (nicht bei Laktoseunverträglichkeit), Fisch (nie aus Aquakultur), Obst und Gemüse reichlich, Vitamine gerne hochdosiert.

Auch wenn sich die Autorin sehr bemüht, dem Buch ein wissenschaftliches Image zu verleihen, es bleibt einseitig und unkritisch – Grenzen und Schwachstellen der Genanalyse werden nicht aufgezeigt oder bagatellisiert.

Nicole Rehrmann, Lüneburg

 

Genetik und Epigenetik - Der Schlüssel zu unserer Gesundheit

Dr. Eva Schäufele
164 Seiten
RichterVerlag, Pittenhart 2015
ISBN: 9783981707861

Preis: 17,95 Euro

Veranstaltungstipp

Ernährungsmedizin im digitalen Zeitalter 20. Dresdner Fachtagung für Ernährungsmedizin und Diätetik

Welche Parameter können als Endpunkte in klinischen Ernährungsstudien dienen? Werden Ernährungsberater und Ärzte im digitalen Zeitalter bei der Ernährungskommunikation überflüssig? Was ist bei der Ernährung schwerkranker Patienten auf der Intensivstation zu beachten? Wie lässt sich verantwortungsvoll mit den Ressourcen unserer Erde umgehen, zum Beispiel beim Thema Fettfisch und Fischöl? Dies sind Beispiele aus dem breiten Themenspektrum der 20. Dresdner Fachtagung für Ernährungsmedizin und Diätetik. Die wissenschaftliche Leitung obliegt dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus – Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin.

Termin: 1. Februar 2019 von 09.00 bis 18.00 Uhr

Veranstaltungsort: Internationales Congress Center Dresden (ICD), Saal 2-3, Ostra-Ufer 2, D-01067 Dresden

Informationen und Anmeldung: CMD Congress Management GmbH Dresden, Bertolt-Brecht-Allee 24, 01309 Dresden, Tel.: 0351-2152 78 02, Fax 0351-2152 78 08
Frühbucherrabatt bis 14.01.2019

E-Mail: info@cmd-congress.de

Internet: www.uniklinikum-dresden.de

VERANSTALTUNGSTIPP

Symposium des KErn Nudging – per Stups gesünder?

Jeden Tag treffen wir etwa 100.000 Entscheidungen. Viele davon betreffen unseren Lebensstil, etwa Sport oder Ernährung. Der Interventionsansatz Nudging (von engl. to nudge = anstupsen) lenkt das Verhalten von Menschen auf vorhersagbare Weise, ohne dabei auf Verbote und Einschränkungen zu setzen oder ökonomische Ansätze verändern zu müssen.

Erste positive Effekte zeigen sich bereits. Doch inwieweit lässt sich durch Nudging-Maßnahmen die Entscheidung zur „gesünderen Wahl“ tatsächlich nachhaltig fördern? Welche Chancen und Risiken bieten solche verhältnisorientierten Maßnahmen? Diese und weitere Fragen diskutieren die Referenten des Wissenschaftsseminars auf dem Symposium des Kompetenzzentrums für Ernährung (KErn).

Termin: 5. Februar 2019 von 09.30 bis 18.00 Uhr

Veranstaltungsort: Universität Bayreuth, Gebäude NW III, Hörsaal 36 im EG, Universitätsstraße 30, D-95447 Bayreuth

Informationen und Anmeldung: Kompetenzzentrum für Ernährung – KErn an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, Hofer Straße 20, 95326 Kulmbach. Die Anmeldung erfolgt online über die KErn-Website.

E-Mail: poststelle@kern.bayern.de

Internet: www.kern.bayern.de


 

Veranstaltungstipp

Tagung der QUETHEB Ernährungstherapie Update 2019

Behandlung von Nierenerkrankungen, Besonderheiten der Kindergastroenterologie, Datenschutz und das Lebensmittel Milch stehen auf der Tagesordnung des zweitägigen Updates 2019 der Deutschen Gesellschaft der qualifizierten Ernährungstherapeuten und Ernährungsberater – QUETHEB e. V.

Termin: 22. bis 23. Februar 2019

Veranstaltungsort: Altes Reithaus, Markgrafenstraße 3, 91746 Weidenbach-Triesdorf

Informationen und Anmeldung: Anke Bimmer, Tel. 09826-654330

E-Mail: anke.bimmer@hswt.de

Internet: www.quetheb.de

 

Veranstaltungstipp

Wanderausstellung von Tafel Deutschland e. V. und METRO Love The Waste – Lebensmittel retten

In Deutschland landen jährlich mindestens 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Ein Großteil dieser Verschwendung wäre vermeidbar! Wie Kinder und Erwachsene zum Lebensmittelretter werden können, zeigt die Wanderausstellung „Love The Waste – verteilen statt verschwenden“. Sie behandelt die Themenbereiche Lebensmittelerzeugung und -verarbeitung, Handel, Außer-Haus-Verpflegung und Privatverbrauch. Anlass der Ausstellung ist das 25-jährige Jubiläum der Tafelbewegung.

Termine: wechselnd

Veranstaltungsorte: wechselnd, diverse METRO- und Real-Märkte z. B. in Nürnberg und Krefeld

Informationen: www.tafel.de/love-the-waste

 

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