Stillen: Tipps für einen guten Start

Mit Beratung, Ruhe und Wissen klappt das Stillen häufig

Ein Baby liegt an der Brust der Mutter. Die Mutter hält die Hand des Babys. © Анастасия Стягайло – stock.adobe.com

Der Artikel informiert in Einfacher Sprache.

  • Lassen Sie Ihr Baby so oft und lange trinken, wie es möchte. 

  • Dann bildet Ihr Körper immer genug Milch für Ihr Baby. 

  • Finden Sie die Stillposition, die für Sie und Ihr Baby am bequemsten ist.

  • Bei einer Still-Beratung bekommen Sie Unterstützung und Tipps.

  • Sie haben das Recht, in den ersten 12 Monaten nach der Geburt während der Arbeitszeit zu stillen.

Dieser Artikel zeigt, wie das Stillen häufig klappen kann.

In der Schwangerschaft

Schon in der Schwangerschaft können Frauen darüber nachdenken, ob sie ihr Kind stillen wollen. Kennen Sie eine stillende Freundin? Fragen Sie die Freundin nach Tipps und Erfahrungen. Auch Frauenärztinnen und Frauenärzte können Fragen zum Stillen beantworten.

Haben Sie sich entschieden, dass Sie Ihr Baby stillen wollen? Dann können Sie sich eine Still-Beraterin oder einen Still-Berater suchen, zum Beispiel eine Hebamme. Immer wenn Sie Fragen haben oder unsicher sind, dann können Sie zur Still-Beratung gehen. Dort bekommen Sie Unterstützung, Tipps und Informationen.

Kurz nach der Geburt

Gleich nach der Geburt können Sie Ihrem Baby das erste Mal die Brust anbieten. Lehnen Sie sich zurück und legen Sie Ihr nacktes Baby auf Ihre nackte Haut. Denn so bilden sich in Ihrem Köper Still-Hormone, die das Stillen leichter machen. Das Baby fängt jetzt an zu saugen und trinkt die erste Milch. Wenn es nicht sofort klappt, dann fragen Sie bei Arzt, Ärztin oder Hebamme nach. Diese Expertinnen und Experten haben viel Erfahrung, können Tipps geben und unterstützen.

Die Milch kurz nach der Geburt ist eine ganz besondere Milch. Sie ist gelblich und dickflüssig, der Fachausdruck dafür ist „Kolostrum“. In dieser Milch sind viele Abwehrstoffe, die Babys vor Krankheiten schützen. Mit dieser Milch können Sie also das Abwehrsystem Ihres Kindes stärken.

Video zum Stillbeginn direkt nach der Geburt

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Einige Tage nach der Geburt

Einige Tage nach der Geburt kommt mehr Milch. Die Milch ist jetzt nicht mehr gelb und dickflüssig, sondern weiß und flüssiger. In dieser Zeit will Ihr Baby meist sehr oft Milch trinken, was gut ist, weil dadurch noch mehr Milch gebildet wird.

Die ersten Wochen nach der Geburt

Die ersten Wochen nach der Geburt können oft anstrengend sein. Alle müssen sich erst an das Leben mit Baby gewöhnen. Versuchen Sie die ersten Wochen ruhig und entspannt zu starten. Versuchen Sie immer wieder Pausen zu machen. Und lassen Sie sich auch Zeit und Ruhe zum Stillen. Sie und Ihr Baby müssen sich erst aufeinander einspielen.

Wenn Sie Hilfe wollen oder Fragen zum Stillen haben, dann sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Ihrer Ärztin oder einer Hebamme. Auch in den Wochen und Monaten nach der Geburt können Sie diese Expertinnen und Experten immer nach Rat, Unterstützung oder Informationen fragen.

Stillen – im Sitzen oder Liegen?

Beides ist möglich. Probieren Sie aus, was bei Ihnen und Ihrem Baby am besten funktioniert. Machen Sie es sich bequem beim Stillen. Auch ein Kissen kann Sie und Ihr Baby unterstützen.

Zurückgelehnte Stillhaltung

Wiegenhaltung

Modifizierte Wiegenhaltung

Rückenhaltung

Seitliches Stillen im Liegen

Hoppe-Reiter-Sitz

Häufig gestellte Fragen zum Stillen:

Wir haben für Sie einige Links zu Beratungsstellen gesammelt: Adressen und Ansprechpersonen in der Stillzeit.

Sie möchten noch mehr Informationen rund um Schwangerschaft und Stillzeit: Schauen Sie auf den Seiten des Netzwerk Gesund ins Leben. Sie können dem Netzwerk Gesund ins Leben auch auf Instagram folgen.

Das Netzwerk Gesund ins Leben ist Teil des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH).