(BZfE) – Es ist ein Erfolgsmodell: Vor 25 Jahren hat die Bundesregierung das deutsche Bio-Siegel eingeführt. Heute tragen hierzulande die meisten ökologischen Produkte das sechseckige staatliche Siegel. Es kennzeichnet Lebensmittel und landwirtschaftliche Produkte, die nach der EU-Öko-Verordnung erzeugt, verarbeitet, importiert und gehandelt werden. Das garantiert die Einhaltung von hohen einheitlichen Standards der ökologisch wirtschaftenden Höfe und Unternehmen. Sie werden regelmäßig von Öko-Kontrollstellen kontrolliert.
Produkte mit dem Bio-Siegel müssen vor der Markteinführung bei der Informationsstelle Bio-Siegel in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) registriert werden. Nach der Einführung 2001 waren vor allem Brot und Backwaren mit dem Siegel schnell auf dem Markt. Viele andere Lebensmittel folgten. Heute hat die BLE über 112.000 Bio-Produkte von mehr als 7.300 Unternehmen in ihrer Datenbank.
„Der beständige Zuwachs an Unternehmen in den vergangenen 25 Jahren verdeutlicht die Bekanntheit und das Vertrauen in dieses Siegel. Nur wer sich an die gesetzliche Vorgabe durch die EU-Öko-Verordnung hält und sich regelmäßig kontrollieren lässt, darf das Bio-Siegel nutzen. Das wissen die Verbraucherinnen und Verbraucher zu schätzen“, betont Dr. Margareta Büning-Fesel, Präsidentin der BLE.
Ein paar Fakten: Insbesondere Heißgetränke wie Tee tragen dazu bei, dass die Anzahl an Bio-Siegeln kontinuierlich steigt. Ende 2025 war Tee mit über 16.000 Produkten der Spitzenreiter. Dabei bildete Kräutertee in all seinen Variationen mit 13.523 Siegeln die größte Gruppe. Auch Grün- und Schwarztee, Kaffee und Kakaoprodukte zählen zu den „Heißgetränken“. Platz zwei im Ranking mit 13.079 Produkten belegte die Warengruppe „Gewürze und Kräuter“.
Weitere Informationen:
Ökolandbau.de: Das Bio-Siegel
BLE-Webshop: Broschüre „Bio-Lebensmittel - Fragen und Antworten“
BZfE: Im Bio-Restaurant „Zur Erholung" – Wie ein Traditions-Gasthof seinen Weg in die Zukunft findet.
