Wie viel Jod liefern Ostereier?

Wenn Salz dazu, dann Jodsalz

Die Bildfläche ist ausgefüllt mit unterschiedlich bemalten, farbigen Ostereiern. © Robert Kneschke – stock.adobe.com

(BZfE) – Ostern steht vor der Tür und viele freuen sich auf den bunten Ostereier-Färbespaß. Ob hart oder weich gekocht – ein buntes Frühstücksei schmeckt gleich nochmal so gut. Hinzu kommt: Eier können gute Jodlieferanten sein. Ihr Jodgehalt wird vor allem vom Jodgehalt des Hühnerfutters beeinflusst. Ein Ei in Größe L enthält etwa 35 Mikrogramm Jod. Es kann damit knapp ein Viertel (23 %) der empfohlenen täglichen Jodzufuhr abdecken. Der Löwenanteil des Jods konzentriert sich dabei im Dotter. Und wer Salz zum Würzen des Ostereis verwenden möchte, greift am besten zu jodiertem Salz. 

Warum ist Jod überhaupt so wichtig? Studien zeigen, dass die Menschen in Deutschland im Durchschnitt nicht ausreichend mit dem lebensnotwendigen Mikronährstoff versorgt sind. Eine Unterversorgung birgt gesundheitliche Risiken und kann ungünstige Folgen für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit haben. 

Lebensmittel, die zur Jodversorgung beitragen, sind zum Beispiel Milch und Milchprodukte, Brot und Wurst (sofern sie mit Jodsalz hergestellt wurden) sowie Seefisch wie Kabeljau oder Seelachs. Auch pflanzliche Milch-, Fleisch- und Wurst-Alternativen können Jod liefern, wenn sie mit Jod angereichert oder mit jodiertem Speisesalz hergestellt wurden. Im Durchschnitt enthalten in Deutschland allerdings weniger als 30 Prozent der Lebensmittel Jodsalz. Am besten beim Kauf verarbeiteter Lebensmittel darauf achten. Bei verpackten Produkten steht „Jodsalz“ oder ähnliches auf der Zutatenliste. Bei unverpackten Lebensmitteln von der Wursttheke oder der Bäckerei kann das Verkaufspersonal gefragt werden. 

Dr. Birgit Jähnig, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Wenn Salz, dann Jodsalz – Weniger Salz, mehr Kräuter und Gewürze für die Gesundheit

BMLEH: Wenn Salz, dann Jodsalz

BMLEH: Fragen und Antworten zu Jodsalz

DGE: Speisesalz

BMLEH: MEAL-Studie: erste Total-Diet-Studie in Deutschland

(Bildquelle: © Robert Kneschke – stock.adobe.com)