Grillgenuss ohne Risiko

Die 10 Grill-Grundregeln

Auf einem Grillrost eines Gasgrills liegen Gemüsespieße und Fleisch-Patties. Ein Spieß wird mit einer Grillzange gewendet. © Kalim - stock.adobe.com

(BZfE) – Ob im Garten, auf dem Balkon oder im Park, Grillen bringt Abwechslung auf den Teller und steht für Genuss und Geselligkeit. Damit das gemeinsame Essen ein Genuss bleibt, sind ein hygienischer Umgang mit Lebensmitteln und die richtige Lagerung besonders wichtig.

Denn besonders bei warmem Wetter steigt das Risiko für Lebensmittelinfektionen deutlich an. Krankmachende Keime können sich in ungekühlt gelagerten Speisen schnell vermehren. Häufig gelangen sie über rohe tierische Produkte wie Fleisch, Fisch oder Eier in die Küche und werden von dort leicht auf andere Lebensmittel wie Grillsoßen, Salate oder Desserts übertragen. Das kann gesundheitliche Folgen haben. Typische Symptome einer Infektion sind Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen.

Damit das Grillen auch an warmen Tagen sicher bleibt, sollten einige grundlegende Hygieneregeln beachtet werden:

  1. Hände regelmäßig waschen: Vor und nach dem Kontakt mit rohem Fleisch gründlich mit warmem Wasser und Seife reinigen.
  2. Kühlkette einhalten: Fleisch und Fisch möglichst gekühlt transportieren, etwa in einer Kühltasche. Empfindliche Speisen wie Salate, Soßen und Desserts bis kurz vor dem Verzehr im Kühlschrank aufbewahren.
  3. Auftauwasser entsorgen: Tiefgefrorenes Fleisch im Kühlschrank auftauen und das Auftauwasser wegkippen.
  4. Vorsicht bei rohen Eiern: Speisen wie selbst gemachte Mayonnaise oder Tiramisu im Sommer möglichst vermeiden oder ständig gekühlt halten.
  5. Getrennt zubereiten: Lebensmittel tierischer Herkunft stets getrennt von verzehrfertigen Speisen wie Salaten, Desserts oder Brot lagern und zubereiten.
  6. Gut durchgaren: Fleisch – insbesondere Geflügel – immer vollständig erhitzen, um Keime sicher abzutöten. Als Orientierung gelten mindestens zwei Minuten bei 72 Grad Celsius (Kerntemperatur). Das Geflügelfleisch sollte innen und am Knochen nicht mehr rosa sein.
  7. Kreuzkontamination vermeiden: Für rohes und gegartes Grillgut unterschiedliche Grillzangen oder Besteck verwenden.
  8. Küchenutensilien säubern: Arbeitsflächen, Messer und Schneidebretter nach Kontakt mit rohen Lebensmitteln gründlich mit warmem Wasser und Spülmittel reinigen.
  9. Speisen nicht zu lange stehen lassen: Lebensmittel zügig verzehren und nicht über längere Zeit ungekühlt stehen lassen.
  10. Grill reinigen: Den Rost nach jeder Nutzung gründlich reinigen und vor dem nächsten Einsatz ausreichend erhitzen.

Auf diese Weise lassen sich gesundheitliche Risiken wirksam reduzieren und einem entspannten Grillabend steht nichts im Wege.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Sauberkeit und Hygiene in der Küche – lebensmittelbedingten Infektionen vorbeugen

BZfE: Einfache Sprache: Wie sorge ich zu Hause für Sauberkeit und Hygiene in der Küche?

BZfE: Bunte Vielfalt auf dem Grill – Tofu, Gemüse und Pilze grillen 

BZfE: Ruckzuck Grillideen für den Feierabend

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BZfE: Soßen und Dips zum Grillen

BZfE: Süßes vom Grill

BZfE: Eine Grill-Reise um die Welt

BZfE: Holzkohlegrill versus Gasgrill

Bundesinstitut für Risikobewertung: Gesünder Grillen

 (Bildquelle: © Kalim - stock.adobe.com)