(BZfE) – Seit 2023 gibt es wieder mehr Fleisch und Wurst auf den Tellern in Deutschland. Laut der Versorgungsbilanz des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) aßen die Verbrauchenden 2025 pro Person 54,9 Kilogramm Fleisch. Das waren 1,4 Kilogramm mehr als im Vorjahr. Hauptgrund dafür: Der Verzehr von Geflügelfleisch stieg um ein weiteres Kilogramm auf ein Allzeithoch von 14,7 Kilogramm pro Person, was knapp 27 Prozent des gesamten Fleischverzehrs ausmachte. „Neben der zunehmenden Beliebtheit von Geflügelfleisch dürfte der geringere Verbraucherpreisanstieg im Vergleich mit den anderen Fleischsorten 2025 zum höheren Absatz beigetragen haben“, erläutert BZL-Leiter Dr. Josef Goos. Bei Rind- und Kalbfleisch nahm der Verzehr trotz gestiegener Verbraucherpreise um gut 200 Gramm auf 9,7 Kilogramm zu.
Am meisten wurde jedoch weiterhin Schweinefleisch gegessen. Mit durchschnittlich 28,3 Kilogramm pro Person machte diese Fleischsorte knapp 52 Prozent des gesamten Fleischverzehrs aus. Hinter der Milcherzeugung ist die Erzeugung von Schweinefleisch der ökonomisch wichtigste Zweig der deutschen Landwirtschaft. Aber wie wird Schweinefleisch eigentlich erzeugt? Und warum ist es so beliebt? Die Webseite Lebensmittelkette „Schweinefleisch“ des Bundeszentrums für Ernährung gibt Auskunft zu diesen und weiteren Fragen und beleuchtet das Lebensmittel vom Stall bis zum Teller.
Fleisch ist eine Quelle für gut verfügbares Eiweiß, zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe. Eisen, Selen und Zink sind aus Fleisch besonders gut verfügbar. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt nicht mehr als 300 Gramm Fleisch und Wurst pro Woche zu essen. Eine abwechslungsreiche Auswahl zwischen rotem und weißem Fleisch sorgt für eine gute Nährstoffversorgung bei geringem Risiko für Krankheiten. Rotes Fleisch ist das Fleisch von Rind, Schwein, Lamm bzw. Schaf und Ziege. Wer viel rotes Fleisch und insbesondere Wurst isst, hat ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Dickdarmkrebs. Weißes Fleisch ist das Fleisch von Geflügel wie Huhn. Für dieses Fleisch besteht nach derzeitigem Wissensstand keine Beziehung zu Krebserkrankungen.
Weitere Informationen:
BMLEH: Versorgungsbilanz Fleisch
BZfE: Schweinefleisch – Beliebteste Fleischart in Deutschland
