- Kaffee gehört zu den beliebtesten Getränken in Deutschland.
- Der Anbau von Kaffee konzentriert sich auf die Länder nahe dem Äquator.
- Hauptanbauland ist Brasilien, gefolgt von Vietnam und Kolumbien.
- Arabica und Robusta sind die beiden wirtschaftlich bedeutenden Kaffeearten.
- Die Kaffeepflanze stellt zum guten Gedeihen besondere Bedingungen an Klima und Boden.
Heißgeliebtes Getränk
Kaffee ist das beliebteste Heißgetränk in Deutschland. Auch wenn der Konsum zuletzt leicht zurückgegangen ist, belegt Kaffee den dritten Platz bei den meistkonsumierten Getränken. Der Pro-Kopf-Verbrauch lag 2025 bei 164 Litern und 4,8 Kilogramm. Das entspricht durchschnittlich rund drei Tassen Kaffee am Tag.
Weltweite Erntemengen
2024/25 wurden weltweit insgesamt rund 174 Millionen Säcke Kaffee (je 60 Kilogramm) geerntet. Der mit Abstand wichtigste Kaffeeproduzent auf dem Weltmarkt ist Brasilien (36 Prozent), gefolgt von Vietnam (17 Prozent), Kolumbien (7 Prozent) und Äthiopien (6 Prozent). Weitere wichtige Anbauländer sind unter anderem Indonesien, Uganda, Indien, Honduras, Peru und Mexiko.
Hätten Sie’s gewusst? Wächst der Kaffee oberhalb von etwa 1.000 Metern, bezeichnet man ihn allgemein als Hochlandkaffee.
Der Anbau von Kaffee
Die immergrüne Kaffeepflanze trägt den botanischen Namen Coffea und gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Diese umfangreiche Pflanzenfamilie vereint etwa 500 Gattungen mit mehr als 6.000 Arten.
Die Kaffeearten Arabica und Robusta
Im weltweiten Kaffeeanbau spielen nur zwei Arten eine nennenswerte Rolle: Arabica (Coffea arabica) und Robusta (Coffea canephora) machen rund 99 Prozent der globalen Kaffeeproduktion aus. Weitere Kaffeearten wie Coffea liberica oder Coffea excelsea haben wirtschaftlich kaum Bedeutung.
Arabica-Kaffee
Mit einem Marktanteil von rund 60 Prozent an der weltweiten Kaffeeproduktion zählt Arabica zur wichtigsten Kaffeeart. Die Pflanzen gedeihen in Höhenlagen zwischen 600 und 2.100 Metern. Hier reifen die Kaffeekirschen langsamer heran und entwickeln dadurch ein intensiveres Aroma. Das macht Arabica-Kaffee besonders hochwertig. Im Geschmack ist er milder und gilt als verträglicher als Robusta-Kaffee.
Robusta-Kaffee
Robusta ist – wie der Name verrät – widerstandsfähiger gegenüber Temperaturschwankungen und wächst auch in tieferen Lagen bis 900 Meter. Er macht rund 40 Prozent der globalen Kaffeeproduktion aus und bringt höhere Erträge als Arabica. Robusta schmeckt leicht schokoladig, etwas bitter und ist besonders in Espressomischungen beliebt. Sein Koffeingehalt ist etwa doppelt so hoch wie der von Arabica.
„Kaffeeart“ bezieht sich auf die biologische Klassifizierung der Kaffeepflanzen, „Kaffeesorte“ auf die unterschiedlichen Verarbeitungsmethoden der Kaffeebohne, wie Röstgrad und Mischung.
Von der Blüte zur reifen Kaffeekirsche
Die Setzlinge der Kaffeepflanze werden zunächst in speziellen Beeten großgezogen und gepflegt, bevor sie nach rund acht Wochen auf der Plantage ausgepflanzt werden. Für die großflächige Kultur werden die Pflanzen meist in Strauchform auf eineinhalb bis zwei Meter gestutzt. Das erleichtert nicht nur die Ernte, sondern steigert auch den Ertrag. Die ersten Erträge liefert eine Kaffeepflanze nach drei bis vier Jahren, nach sechs bis acht Jahren ist sie am ertragsreichsten.
Mit Beginn der tropischen Regenzeit fängt die Kaffeepflanze in der Regel an zu blühen. Die meisten Kaffeearten sind von der Bestäubung durch Insekten oder Wind abhängig, Kaffee Arabica hingegen ist selbstbestäubend. Vom ersten Fruchtansatz bis zur ausgereiften Kaffeefrucht, auch Kaffeekirsche genannt, vergehen je nach Art und Wachstumsbedingungen zwischen sieben und elf Monaten. In dieser Zeit wechselt die Farbe der Kaffeekirsche von Grün zu Gelb und Rot bei der erntereifen Frucht.


