(BZfE) – Milch und Milchprodukte sind in Deutschland zwei der Hauptquellen für Jod. Das lebensnotwendige Spurenelement ist Bestandteil der Schilddrüsenhormone und erfüllt lebenswichtige Aufgaben im Körper. Menschen, die langfristig teilweise oder ganz auf den Verzehr von Milch und Milchprodukten verzichten, könnten demnach zu wenig Jod aufnehmen. Zusätzlich zum Verzehr natürlich jodhaltiger Lebensmittel wie Meeresfisch empfiehlt es sich, jodiertes Speisesalz zu verwenden, mit jodiertem Speisesalz hergestellte Lebensmittel wie Brot, Wurstwaren oder Käse zu bevorzugen und mit Jod angereicherte Milchalternativen sowie daraus hergestellte Produkte zu wählen. Auch Algen und Algenprodukte mit moderatem und deklariertem Jodgehalt können zur Bedarfsdeckung beitragen. Hierbei unbedingt die Verzehrempfehlungen auf der Verpackung beachten, da sie oft sehr hohe Jodmengen enthalten.
Um eine unzureichende Jodaufnahme aufgrund des (teilweisen) Verzichts auf herkömmliche Milch und Milchprodukte auszugleichen, schlägt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor, pflanzliche Milchalternativen und entsprechende Produkte bei der Herstellung mit Jod anzureichern und zwar in Höhe der natürlichen Jodkonzentrationen in Milch- und Milchprodukten. Laut offizieller Ernährungserhebungen (MEAL-Studie) beträgt der Jodgehalt über Milch und alle Milchprodukte hinweg durchschnittlich 14 Mikrogramm pro 100 Gramm. Eine Anreicherung in dieser Höhe könnte also die tägliche Jodaufnahme unterstützen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Jugendlichen ab 13 Jahren und Erwachsenen, 150 Mikrogramm Jod täglich aufzunehmen. Daher empfiehlt es sich, pflanzliche Milchalternativen und entsprechende Zubereitungen zu wählen, die schon mit Jod angereichert sind. Ein Blick auf die Zutatenliste hilft.
Dr. Birgit Jähnig, bzfe.de
Weitere Informationen:
BZfE: Pflanzendrink versus Kuhmilch – Worauf sollte man achten?
BZfE: Wenn Salz, dann Jodsalz
DGE: Jod
BfR: Höchstmengenvorschläge für Jod in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln
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