(BZfE) – Vegetarisch, Low Carb, High-Protein, Fast Food oder selbst gekocht: Essgewohnheiten sind heute so vielfältig wie nie. Essen und Trinken sind dabei weit mehr als eine Frage der Nährstoffaufnahme oder des Geschmacks. Vielmehr sind sie Ausdruck von Kultur, persönlichen Überzeugungen und Werten sowie sozialer Zugehörigkeit.
Gerade weil Ernährungsthemen so eng mit persönlichen Überzeugungen und Identität verbunden sind, kommt der professionellen Haltung von Lehrkräften in der Ernährungsbildung eine zentrale Bedeutung zu. Sobald Ernährung zum Unterrichtsinhalt wird, gilt es, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse und Empfehlungen zu vermitteln. Dabei ist es entscheidend, dass Lehrkräfte ihre privaten – oft unbewussten – Ansichten und Gewohnheiten zum Thema reflektieren und klar unterscheiden: Welche persönlichen Vorlieben, Überzeugungen, Erfahrungswerte bringe ich mit? Wo verläuft die Grenze zwischen persönlicher Überzeugung und fachlich gesichertem Wissen? Wo unterscheidet sich meine persönliche Haltung von den wissenschaftlichen Grundlagen?
Eine professionelle Haltung bedeutet demnach, die eigene Sichtweise bewusst einzuordnen und im Unterricht hinter fachliche und didaktische Ziele zurückzustellen. So können Inhalte sachlich, wertneutral und für alle Lernenden anschlussfähig vermittelt werden.
Das Lernportal des Bundeszentrums für Ernährung unterstützt Lehrkräfte dabei, eine professionelle Haltung in der Ernährungsbildung zu entwickeln. Der Themenblock „Auftrag und professionelle Haltung in der Ernährungsbildung“ bietet dazu praxisnahe Impulse: Reflexionsfragen, Fallbeispiele, Hinweise zur wertneutralen Kommunikation sowie Kriterien für verlässliche Informationsquellen. Die Registrierung und Nutzung des Lernportals ist kostenfrei.
Weitere Informationen:
BZfE: BZfE-Lernportal – E-Learning für die Ernährungsbildung
BZfE: Direkt zum BZfE-Lernportal
BZfE: Kurzvideo zum BZfE-Lernportal
BZfE: Professionelle Haltung beim Essen – So entwickeln KiTa-Kinder ihr eigenes Essverhalten
