(BZfE) – Stillen wirkt sich positiv auf die Gesundheit von Mutter und Kind aus. Reifgeborene Kinder (Geburt zwischen der 38. und 42. Schwangerschaftswoche) sollten in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich oder überwiegend gestillt werden. Die Gesamtstilldauer soll mindestens zwölf Monate betragen. Zu diesen Empfehlungen kommt die neue Leitlinie „Stilldauer und Intervention zur Stillförderung“, die von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften im Februar 2026 veröffentlicht wurde.
Die Leitlinie bündelt die aktuelle wissenschaftliche Datenlage und analysiert, welche Auswirkungen das Stillen auf verschiedene Faktoren hat. Sie richtet sich insbesondere an medizinische Fachkräfte, Hebammen, Pflegefachkräfte sowie alle Angehörigen von Berufsgruppen, die reifgeborene Säuglinge und deren Mütter vor und nach der Geburt betreuen sowie Schwangere und Stillende und deren soziales Umfeld.
Das Thema Stilldauer ist auch ein Teil der Handlungsempfehlungen für Säuglinge und Stillende des Netzwerks Gesund ins Leben im Bundeszentrum für Ernährung. Die Aktualisierung dieser Empfehlungen steht jetzt turnusmäßig an. Dabei wird selbstverständlich auch die neue Leitlinie zur Stilldauer berücksichtigt und die bestehenden Empfehlungen des Netzwerks zur Stilldauer werden angepasst.
Weitere Informationen:
AWMF: S3-Leitlinie Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung
Netzwerk Gesund ins Leben: Gesund leben in der Stillzeit – so können Sie Stillende und die ganze Familie unterstützen
Netzwerk Gesund ins Leben: Bedeutung des Stillens -Ernährung und Bewegung von Säuglingen und stillenden Frauen – Handlungsempfehlungen
