Feinwürzige Frühlingszwiebel

Als Rohkost, gegart oder in Dips

Auf einem Holzbrett liegen Bündel mit Frühlingszwiebeln. Auf einer grün-karierten Serviette steht ein Schälchen mit kleingeschnittenen Frühlingszwiebeln, daneben liegt ein Küchenmesser mit Holzgriff. © philipphoto – stock.adobe.com

(BZfE) – Die Frühlingszwiebel überzeugt mit ihrem fein-würzigen Geschmack und ist deutlich milder sowie bekömmlicher als die klassische Gemüsezwiebel. Im Frühling zeigt sie sich von ihrer besten Seite: frisch, zart und besonders aromatisch. 

In der Küche ist das Gemüse ein wahres Multitalent. Dank ihrer sanften Schärfe eignet sich die Frühlingszwiebel hervorragend als Rohkost – auf dem Butterbrot, als Topping für Pizza oder als Zutat für Salate und Dips. Kurz gegart passt sie wunderbar zu Eierspeisen, Gemüse- und Asia-Gerichten. Ein Tipp: Zu lange sollte die Frühlingszwiebel nicht erhitzt werden, damit das feine Aroma erhalten bleibt. 

In der Küche wird sowohl der weiße als auch der grüne Teil verwendet. Dazu die Zwiebeln gründlich unter kaltem Wasser waschen, trockenschütteln und die Blattspitzen sowie das Wurzelende knapp abschneiden. Äußere Blätter werden nur entfernt, wenn sie welk sind. Anschließend können die Frühlingszwiebeln je nach Rezept fein gehackt, in Stifte oder grobe Ringe geschnitten werden.

Frühlingszwiebeln werden auch Lauch- oder Bundzwiebel genannt, sind jedoch nicht näher mit dem Lauch verwandt. Botanisch handelt es sich um junge Küchenzwiebeln (Allium cepa) oder Winterheckenzwiebeln (Allium fistulosum), die früh mit grünem Laub geerntet werden und noch keine verdickte Knolle gebildet haben.

Wer Zwiebeln im Allgemeinen nicht gut verträgt, findet in den milderen Frühlingszwiebeln eine bekömmliche Alternative. Darüber hinaus überzeugen sie mit ähnlichen Inhaltsstoffen wie unter anderem B-Vitaminen und Vitamin C, Mineralstoffen (insbesondere Kalium), Ballaststoffen, ätherischen Ölen, Sulfiden, Saponinen und Polyphenolen. 

Trotz ihres Namens sind Frühlingszwiebeln ganzjährig erhältlich. Von Mitte März bis November stammen sie aus heimischem Freilandanbau, während von Oktober bis Ende Mai Importware aus dem Mittelmeerraum das Angebot ergänzt. Beim Kauf sind frische Zwiebeln mit sattgrünen, knackigen Blättern die beste Wahl. Im Gemüsefach des Kühlschranks halten sie sich, in ein feuchtes Tuch gewickelt, etwa eine Woche lang. Alternativ stellt man sie einfach mit den Wurzeln in ein Glas frisches Wasser an einen kühlen, lichtgeschützten Ort.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Zwiebel – vom Gemüse, das zu Tränen rührt

BZfE: Der Saisonkalender

BZL: Zwiebeln

BLE: Flyer „Zwiebeln und Schalotten“

(Bildquelle: © philipphoto – stock.adobe.com)