Volles Sommeraroma: Basilikum

Königskraut in der Küche

Die Bildfläche ist ausgefüllt mit grünen und roten Basilikumblättern an Stielen. © Africa Studio – stock.adobe.com

(BZfE) – Basilikum ist nach Petersilie das beliebteste Küchenkraut in Deutschland und wird auch Königskraut genannt. Die frischen Blätter schmecken pfeffrig-süß und finden vielseitige Verwendung in der mediterranen und asiatischen Küche. Besonders gut harmoniert Basilikum mit sommerlichem Gemüse wie Zucchini, Auberginen und Tomaten, Pilzen und Käse. Auch mit mediterranen Kräutern wie Oregano, Salbei und Rosmarin lässt es sich sehr gut kombinieren.

Die zarten Blätter sollten möglichst frisch verwendet und nur vorsichtig gezupft oder gehackt werden. In warmen Speisen kommt Basilikum erst ganz zum Schluss hinzu, damit das Aroma und die zarte Struktur erhalten bleibt. Typische Gerichte wie Pizza Margherita oder Insalata Caprese erhalten durch Basilikum ihr unverwechselbares Aroma. Zudem verfeinert das Kraut Soßen, Suppen sowie Fleisch- und Fischgerichte. Selbst Desserts wie Zitronensorbet, Erdbeertorte oder Schokoladenmousse bekommen mit Basilikum eine raffinierte Note. 

Basilikum stammt vermutlich aus Indien oder Ägypten. Die einjährige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler wächst stark verzweigt, wird bis zu 60 Zentimeter hoch und bildet im Sommer kleine weiße Blüten. Geerntet wird idealerweise immer vor der Blüte, damit Aroma und Blattwuchs schön stark bleiben. Früh morgens ist ebenfalls empfehlenswert, dann ist der Gehalt an ätherischen Ölen besonders hoch. 

Weltweit gibt es mehr als 60 Arten mit unterschiedlichen Aromen. Während hierzulande vor allem das Gewöhnliche Basilikum beliebt ist, wird Thai-Basilikum mit seinem anis- bis lakritzartigen Geschmack vor allem in der Asiaküche verwendet. Tulsi-Basilikum aus Indien schmeckt intensiv pfeffrig-herb, und Zitronenbasilikum passt besonders gut zu Süßspeisen und Fisch. Es gibt sogar rotblättrige Arten. 

Basilikum ist ganzjährig als Topfware, im Bund, tiefgekühlt oder getrocknet erhältlich. Besonders aromatisch ist Freilandware in der Saison von Juni bis Oktober. Mit ein paar Tipps bleibt Topfbasilikum zu Hause länger frisch: Die Plastikhülle sollte nicht sofort entfernt, sondern täglich um einen Zentimeter gekürzt werden, so kann sich die Pflanze langsam an die niedrigere Luftfeuchtigkeit gewöhnen. Das Kraut wächst besser nach, wenn es geteilt und in zwei Blumentöpfe gepflanzt wird. Damit haben die Triebe mehr Platz und können gut nachwachsen. Wichtig ist ein sonniger Standort – etwa auf der Fensterbank oder dem Balkon – sowie regelmäßiges, aber sparsames Gießen. Bei der Ernte gilt: Besser schneiden statt zupfen. Zuerst verwendet man die größten Blätter und oberen Triebe bis zu den nächsten Blattachseln, damit neue Triebe möglichst buschig nachwachsen.

Für den Vorrat eignet sich getrocknetes Basilikum. Lichtgeschützt und gut verschlossen gelagert hält es viele Monate lang. Intensiver wird das Aroma, wenn das Gewürz vor der Verwendung in Öl, Essig oder Zitronensaft ziehen darf. Einfrieren ist für die kälteempfindlichen Blättchen ungünstig, höchstens fein geschnitten mit Wasser benetzt in Eiswürfelbehältern. 

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Kräuter – Würze für kalte und warme Speisen

BZfE: Kleines Einmaleins der Küchenkräuter

BZfE: Kräuter-Knigge – so behalten Küchenkräuter ihr Aroma

BZfE: Rosmarin – der mediterrane Klassiker

BZfE: Majoran für die deftige Küche

BZfE: Salbei in der Küche – sanft erhitzt entfaltet sich das volle Aroma

BZfE: Feine Würze mit Estragon – ein Multitalent in der Küche

BZfE: Das pfeffrig-scharfe Bohnenkraut