- Am besten zur Hauptsaison zu ausgereiften, gesunden Tomaten aus der Region greifen.
- Beim Einkauf geben verbindliche Kennzeichnungen Orientierung.
- Die empfindlichen Früchte müssen sorgsam gelagert werden.
- Tomaten schmecken nicht nur roh, sondern sind äußerst vielfältig in der Zubereitung und eignen sich für zahlreiche Rezepte.
Tomaten einkaufen
Ob groß oder klein, rund oder länglich, in Lila, Rot oder Grün: Tomaten präsentieren sich in einer beeindruckenden Bandbreite. Weltweit gibt es schätzungsweise rund 10.000 verschiedene Tomatensorten. Jede davon hat ihre ganz eigenen Merkmale – sei es in Form und Farbe, im Aroma oder in der Textur des Fruchtfleisches. Bei uns im Handel dominieren jedoch nur etwa zehn Sorten.
Heimische Tomaten sind von Juni bis August/September eine gute Wahl. Idealerweise kommen sie aus der Region und haben Bio-Qualität. Manchmal bieten Wochenmärkte oder Hofläden Tomaten aus dem Freilandanbau oder Anbau unter Folie an. Beides ist umweltfreundlicher als das beheizte Gewächshaus. Dort gibt es oft auch eher ungewöhnliche Sorten in besonderen Formen und Farben und mit speziellen Aromen.
Beim Einkauf sollten Sie feste, ausgereifte Tomaten mit Blütenansatz und Stiel sowie ohne Druck- oder Schadstellen auswählen.
Verbrauchertipp: Ihre gekauften oder geernteten Tomaten sind noch ganz oder teilweise grün? Kein Problem! Tomaten sind klimakterische Früchte und reifen an einem warmen, hellen Platz nach, zum Beispiel auf einer sonnigen Fensterbank. Voraussetzung ist, dass sie sortentypisch ausgewachsen sind.
So sind Tomaten gekennzeichnet
Bei lose verkauften Tomaten müssen in der Europäischen Union folgende Informationen auf einem Verkaufsschild angegeben sein:
- Ursprungsland
- Klasse (Extra, I oder II)
- Grundpreis
Bei verpackten Tomaten gelten zusätzliche Angaben auf dem Etikett:
- Bezeichnung
- Name und Adresse des abpackenden Betriebes bzw. des Verkäufers
- Losnummer
- Nettofüllmenge
Eine Packung darf nur Tomaten gleicher Herkunft, Sorte, Qualität und Größe enthalten. Eine Ausnahme sind Tomatenmischungen: Verschiedene Sorten oder Farben dürfen gemischt sein, wenn sie sich deutlich voneinander unterscheiden und alle die gleiche Qualität und Herkunft haben. Eine einheitliche Größe ist dabei nicht erforderlich. Solche Packungen müssen als „Tomatenmischung" gekennzeichnet sein.
Tipps für die Lagerung
Tomaten sind empfindlich und benötigen eine sorgfältige Lagerung. Je nach Reifegrad sind sie ein bis zwei Wochen haltbar. In den Kühlschrank gehören Tomaten in der Regel nicht: Kälte kann ihnen das Aroma rauben, sie mehlig machen und schneller schimmeln lassen. Im Sommer, wenn es sehr warm in der Wohnung ist, kann das Gemüsefach im Kühlschrank eine kurzzeitige Lösung sein.
- Nach dem Einkauf aus der Verpackung nehmen und an einen luftigen und schattigen Ort legen.
- Ein weiches Tuch als Unterlage schützt vor Druckstellen.
- Am besten dunkel und bei 12 bis 16 Grad Celsius lagern; Rispentomaten mögen 15 bis 18 Grad Celsius.
- Stängel an der Frucht belassen – so bleibt sie länger frisch.
- Zügig verzehren, denn Licht, Wärme und Sauerstoff mindern den Gehalt an Nährstoffen.
- Tomaten verströmen Ethylen; lagern Sie anderes Obst oder Gemüse nicht daneben, es reift und verdirbt sonst schneller.
- Geöffnete Verpackungen mit Tomatenprodukten (wie Passata, Tomatenmark) gut verschließen, im Kühlschrank aufbewahren und rasch verbrauchen.
Frische Tomaten eignen sich nicht zum Einfrieren: Frost zerstört ihre Zellstruktur und sie werden matschig. Frisch gekochte Tomatensoße hingegen lässt sich gut würzen, portionsweise einfrieren und später vielseitig verwenden. Einen Rezepttipp für Tomatensoße finden Sie auf der Seite „How-to: Tomaten“.
Tomaten vorbereiten
Das BZfE-Video zeigt in unter einer Minute wie Tomaten vorbereitet werden.
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Welche Tomate eignet sich für welchen Zweck?
Tomaten lassen sich vielseitig zubereiten: roh, im Salat, in Suppen oder Soßen, gebacken, gedünstet oder gegrillt. Zu Pasta sind sie ein Klassiker. Auch in Schmorgerichten, Gemüsepfannen, Quiches und Aufläufen passen sie gut. Doch welche Tomate eignet sich für welches Gericht?
- Rundtomaten: für Rohkost, Suppen, Tomatengemüse und Salate
- Fleischtomaten: für gefüllte Tomaten, Tomatengemüse und Eintöpfe
- Gerippte Tomaten: für Tomatengemüse, Salate und Eintöpfe
- Eier- oder Flaschentomaten: für Rohkost, Suppen, Soßen und Eintöpfe
- Kirschtomaten: für Rohkost und Salate, zum Garnieren kalter Platten oder in Bowls
Tomaten häuten
Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht sollte man die Schale von Tomaten nicht entfernen, da sie reich an Lykopin ist – einem wertvollen sekundären Pflanzenstoff. In cremigen Suppen oder Soßen kann die Schale jedoch stören, weshalb es manchmal sinnvoll ist, sie abzuziehen. So geht es am einfachsten:
- Den Stielansatz entfernen.
- Die Schale kreuzweise einritzen und die Tomaten etwa 20 Sekunden in kochendes Wasser legen.
- Mit einer Schaumkelle herausnehmen und kurz in kaltem Wasser abschrecken.
- Die Haut mit einem spitzen Messer abziehen.
