Kanada auf dem Teller

Kulinarische Ideen zur Fußball-WM

Auf einem groben Holztisch steht eine rot-weiß karierte Pappschachtel mit Pommes frites, die mit Bratensoße und Käse bedeckt sind. © fudio – stock.adobe.com

(BZfE) – Kanada zählt in diesem Jahr zu den Gastgeberländern der Fußball-Weltmeisterschaft. Wer die Spiele auch kulinarisch begleiten möchte, findet in der vielfältigen kanadischen Küche zahlreiche Ideen. Typische Zutaten sind Lachs, Wildreis, Beeren und Ahornsirup.

An den Küsten Kanadas spielt Lachs eine wichtige Rolle. Für das WM-Buffet eignen sich kleine Vollkornbrote oder Cracker belegt mit Räucherlachs, Gurke und frischen Kräutern. Auch Wraps aus Räucherlachs, Babyspinat, roten Zwiebeln, getrockneten Cranberrys und Frischkäse lassen sich gut vorbereiten und gemeinsam genießen.

Ein Klassiker aus der Provinz Québec ist Poutine. Traditionell besteht das Gericht aus Pommes frites, Stücken vom Käsebruch („Cheese Curds“) und einer deftigen Bratensoße. Käsebruch heißt die Masse, die bei der Käseherstellung von der Molke abgetrennt wird. Sie wird später als Käselaib in Form gepresst. Für eine leichtere Variante werden Kartoffelstifte im Ofen oder in der Heißluftfritteuse knusprig gebacken und mit einer Soße auf Basis von Gemüsebrühe, Zwiebeln und Champignons serviert. Eine Alternative für den typischen Käsebruch ist in Stücke geschnittener Mozzarella oder milder junger Cheddar.

Wildreis wird vor allem in den Regionen rund um die Großen Seen geerntet. Botanisch gesehen ist er kein echter Reis, sondern stammt von Süßgräsern der nordamerikanischen Gattung Zizania. Die Körner mit dem nussigen Aroma werden ähnlich wie Reis verwendet, zum Beispiel in einem Salat mit Paprika, Frühlingszwiebeln und gerösteten Nüssen. Dazu passt Bannock, ein traditionelles Fladenbrot aus der Pfanne. 

Bekannt ist Kanada außerdem für seine Beerenvielfalt. Heidelbeeren, Himbeeren und Cranberrys schmecken pur, im Obstsalat oder als Topping für Quarkspeisen. In den östlichen Provinzen ist „Blueberry Grunt“ beliebt, bei dem kleine Teigklößchen auf köchelndem Blaubeerkompott gegart werden. Der Name „Grunt“ bezieht sich auf das grunzende Geräusch, das beim Köcheln entsteht. Das Dessert wird traditionell warm serviert, beispielsweise mit einer Kugel Vanilleeis und frischer Minze.

Auch Ahornsirup zählt zu den bekanntesten Spezialitäten Kanadas und eignet sich etwa für Pfannkuchen, Waffeln, Dressings, Dips und Marinaden. Schon kleine Mengen reichen aus, um Speisen eine feine Süße zu verleihen – zum Beispiel in einem Dressing für Wildreis-Salat oder einer Marinade für gegrillten Lachs.

Und als Getränk passt eine Cranberry-Schorle aus ungesüßtem Saft und Mineralwasser. Mit Eiswürfeln, einem Spritzer Limettensaft und gefrorenen Beeren ist sie eine herbe Erfrischung für lange Fußballabende an warmen Sommertagen.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Mexiko auf dem Teller – Ideen für WM-Fußballabende

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