Proteine der Zukunft auf dem Teller

Neue Website zeigt Vielfalt alternativer Proteinquellen

Auswahl an pflanzlichen Proteinquellen wie Nüsse, Kerne, Getreide, Hülsenfrüchte und Tofu. © USeePhoto – stock.adobe.com

(BZfE) – Proteine sind grundlegende Bausteine unseres Körpers. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher entdecken die Vielfalt tierischer und pflanzlicher Proteinquellen – und damit neue Möglichkeiten für eine ausgewogene Ernährung. Tierische Produkte wie Fleisch und Fisch, Milch und Milchprodukte sowie Eier sind gute Proteinquellen, ihre Produktion ist aber oft ressourcenintensiv und geht mit hohen Treibhausgasemissionen einher. Pflanzliche Proteinquellen sind vor allem Hülsenfrüchte, Getreide und Pseudogetreide sowie Nüsse, Samen und Kerne. Sie sind meist die Basis für vegetarische oder vegane Varianten tierischer Originale wie Würstchen oder Milchprodukten. Aber auch aus bestimmten Algen, Pilzen und Insekten sowie mit Hilfe biotechnologischer Verfahren wie Präszisionsfermentation oder Zellkultivierung können proteinhaltige Lebensmittel hergestellt werden.

Unter dem Titel „Die Zukunft auf dem Teller – Nachhaltig. Gesund. Lecker.“ informiert die Verbraucher-Website des PIONEER-Netzwerks umfassend über alternative Proteinquellen und ermöglicht eine sachliche und faktenbasierte Auseinandersetzung. In dem Netzwerk arbeiten vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) geförderte Forschungs- und Entwicklungsprojekte an der Zukunft der menschlichen Ernährung. PIONEER selbst wird komplett durch das BMLEH finanziert. Im Mittelpunkt stehen alternative Proteinquellen und Lebensmittel, die eine nachhaltige Ergänzung zu klassischen tierischen Produkten bieten können und für mehr Unabhängigkeit und Zukunftsfähigkeit bei der Proteinversorgung sorgen. Gleichzeitig entwickeln und untersuchen die Projekte Herstellungsverfahren, die effizienter, ressourcenschonender und nachhaltiger sind. 

Ob Produkte aus Hülsenfrüchten, die Vorteile des Algen-Anbaus oder zellkultivierte Verfahren, die noch in der Entwicklung stecken – Verbrauchende finden auf der Website verschiedene alternative Proteinquellen mit ihren Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten. Ergänzt wird das Angebot durch Beschreibungen aktueller Forschungsprojekte, die sich den verschiedenen Arten von Eiweißquellen und Lebensmitteln widmen. Mittels eines Aufklappmenüs kann man beispielsweise mehr zu Luzernen als pflanzenbasierter Proteinquelle oder Lebensmitteln auf der Basis von Insekten wie etwa Grillen erfahren. Ein Praxisteil bietet Alltagstipps, wie es gelingen kann, alternative Proteine in die Ernährung zu integrieren. 

bzfe.de

Weitere Informationen:

PIONEER Netzwerk: Verbraucherinfos: PIONEER – die Zukunft auf dem Teller 

BLE: Proteine der Zukunft – Verbrauchende genießen Vielfalt auf dem Teller

BZfE: Algen vom Bauernhof – wie sich ein Landwirt mit Spirulina ein neues Standbein schafft

BZfE: Pflanzliche Alternativen zu Fleisch – gesund und nachhaltig oder überflüssig?

BZL: Sind pflanzliche Fleischersatzprodukte besser für Klima und Umwelt?

(Bildquelle: © USeePhoto – stock.adobe.com)