(BZfE) – Ob zum Grillen, Picknick oder als Beilage zum Salat, frisches Brot gehört im Sommer einfach dazu. Allerdings verderben Brot und Brötchen bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit besonders schnell. Wer häufiger kleinere Mengen einkauft und bei der Lagerung ein paar Tipps beachtet, kann Schimmel sowie Austrocknung vorbeugen und so Lebensmittelverschwendung vermeiden.
Für die Haltbarkeit spielt auch die Brotsorte eine Rolle: Roggen- und Vollkornbrote bleiben meist länger frisch. Je höher der Weizenmehlanteil, desto schneller wird das Brot trocken und hart. Sauerteigbrote sind zudem haltbarer als Hefebrote.
Am besten lagert man frisches Brot bei gleichmäßiger Zimmertemperatur, trocken und lichtgeschützt. Für eine knusprige Kruste ist die „Bäckertüte“ ideal. Und für eine längere Lagerung eignen sich dicht schließende Brotkästen oder Brottöpfe aus Steingut oder Keramik. Wird das Brot mit der Schnittfläche nach unten aufbewahrt, bleibt es länger saftig. Um die Schimmelgefahr zu verringern, den Brotkasten alle ein bis zwei Wochen mit Essigwasser reinigen und anschließend gründlich trocknen.
In den Kühlschrank gehört Brot grundsätzlich nicht, denn dort wird es besonders schnell altbacken und verliert an Geschmack. Eine Ausnahme gilt bei schwülheißem Wetter: Dann können vor allem helle Brotsorten und Toastbrot kurzfristig im Kühlschrank gelagert werden, um Schimmelbildung vorzubeugen.
Wer Brot länger aufbewahren möchte, friert es am besten möglichst frisch und bereits in Scheiben geschnitten ein. Tiefgefroren hält es sich ein bis drei Monate lang. „Bei Bedarf werden die Scheiben über Nacht bei Raumtemperatur aufgetaut oder können noch gefrostet direkt im Toaster knusprig geröstet werden“, sagt Julia Seeher vom Bundeszentrum für Ernährung. Eiskristalle – falls vorhanden – vorher abklopfen, um Wasser vom Toaster fernzuhalten.
Sind auf dem Brot bereits weiße, bläuliche oder grünliche Flecken zu sehen, haben sich Schimmelpilze entwickelt. Besonders verpacktes Schnittbrot ist anfällig, da beim Schneiden Schimmelsporen aus der Umgebung leichter auf die Krume gelangen können. Zudem begünstigt die luftdichte Verpackung bei feuchter Wärme das Wachstum. Verschimmeltes Brot darf nicht mehr gegessen werden. Nicht nur die befallenen Scheiben und Stellen, sondern der ganze Laib muss entsorgt werden. Denn Schimmelpilze und die von ihnen gebildeten Giftstoffe können sich auch unsichtbar im Inneren des Brotes verbreiten.
Ist das Brot lediglich trocken und hart geworden, muss es dagegen nicht in den Müll. Seeher empfiehlt: „Brotreste eignen sich prima für Paniermehl, Croûtons oder Brotchips, aber auch für Brotsuppe, Brotsalat oder Brotauflauf. Einzelne Scheiben schmecken aber auch sehr gut als Bruschetta oder mit Gemüse und Käse überbacken aus dem Ofen.“
Heike Kreutz, bzfe.de
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