Tellerlinsen perfekt zubereiten

Für Suppe, Bolognese und Bratlinge

Auf einem weißen Teller ist vegetarische Linsen-Bolognese mit Pasta und Petersilie angerichtet. © vaaseenaa – stock.adobe.com

(BZfE) – Wenn die Tage kühler werden, wärmt eine Linsensuppe von innen. Tellerlinsen eignen sich besonders für Suppen, deftige Eintöpfe, Linsenbolognese, vegetarische Brotaufstriche, Aufläufe oder Bratlinge. 

Die relativ großen Linsen haben ein erdiges bis leicht nussiges Aroma und werden beim Kochen weich und sämig. In der schwäbischen Küche sind sie ein Klassiker, der traditionell mit Spätzle serviert wird. Auch als Beilage zu Fleisch, Fisch oder Gemüse bereichern sie jeden Teller: ob als Püree, im Salat oder in einer Bowl.

Vor der Verarbeitung getrocknete Tellerlinsen gründlich waschen. Anschließend können sie für acht bis zwölf Stunden in der dreifachen Menge Wasser eingeweicht werden. Das verkürzt nicht nur die Kochzeit, sondern kann auch die Bekömmlichkeit verbessern. Wer zu Blähungen nach dem Verzehr von Hülsenfrüchten neigt, kann das Einweichwasser wegschütten und die Linsen anschließend in frischem Wasser garen. So werden wasserlösliche Inhaltsstoffe entfernt, die Verdauungsbeschwerden auslösen können. Eine Gewöhnung an Hülsenfrüchte mit zunächst kleinen Portionen kann auch helfen, die Beschwerden langfristig zu mindern. 

Eingeweichte Tellerlinsen sind nach etwa 20 bis 30 Minuten gar. Ohne Einweichen verlängert sich die Kochzeit, wobei die Angaben auf der Verpackung zu beachten sind. Salz oder Gemüsebrühe können bereits zu Beginn der Garzeit ins Kochwasser gegeben werden. Säure dagegen verzögert das Weichwerden. Mit Essig und Zitronensaft daher erst vor dem Servieren abschmecken.

Linsen sind Hülsenfrüchte und gehören zur Pflanzenfamilie der Schmetterlingsblütler. Es gibt zahlreiche verschiedene Linsensorten, die sich unter anderem in Größe, Farbe, Geschmack und Kocheigenschaften unterscheiden. Tellerlinsen stammen von der Kulturform Lens culinaris und zählen zu den größeren Linsen. Ihre Farbe reicht von grün und gelbgrün bis zu braun. Bei längerer Lagerung können sie nachdunkeln, ohne dass es den Geschmack beeinträchtigt. Linsen werden vor allem in Indien angebaut. Sie wachsen aber auch in bestimmten Regionen Deutschlands wie der Schwäbischen Alb und in Franken. 

Wie alle Hülsenfrüchte liefern auch Linsen pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe, B-Vitamine und Mineralstoffe wie Calcium und Eisen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, mindestens einmal pro Woche Hülsenfrüchte zu essen.

Getrocknete Linsen sind jahrelang haltbar und meist preiswert. Kühl, trocken und lichtgeschützt gelagert eignen sie sich gut für den Vorrat – am besten in der Originalverpackung oder einem dicht schließenden Gefäß. Wer wenig Zeit hat, greift zu vorgegarten Tellerlinsen aus der Dose, dem Glas oder im Beutel. Sie können direkt gegessen oder weiterverarbeitet werden. 

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

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