Was beim Lebensmitteleinkauf zählt

Preis, Geschmack und Alltagstauglichkeit

Eine Person im Supermarkt hält einen blauen Einkaufskorb mit Obst, Gemüse, Nudeln und Öl. © New Africa – stock.adobe.com

(BZfE) – Beim alltäglichen Einkauf von Lebensmitteln entscheiden Verbraucher und Verbraucherinnen vor allem nach drei Kriterien. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, Geschmack sowie kurze Wege zum Geschäft sind besonders wichtig. Das zeigt das aktuelle „Consumer Barometer 2026“ des Beratungsunternehmens KPMG, für das 2.000 Erwachsene online befragt wurden. Bei der Auswertung wurden auch Unterschiede zwischen Altersgruppen, Wohnorten und Ernährungsstilen betrachtet.

Was wir essen, ist eng mit unserem persönlichen Lebensstil verknüpft. Zugleich werden Kaufentscheidungen aufgrund wachsender Produktvielfalt, teilweise widersprüchlicher Ernährungstrends und steigender Gesundheitsanforderungen zunehmend komplexer.

Im Durchschnitt kaufen Konsumentinnen und Konsumenten 4,5-mal pro Woche im stationären Handel ein. Supermarkt (78 %) und Discounter (77 %) bleiben die wichtigsten Einkaufsorte. Wer sich vegan ernährt, nutzt ergänzend häufiger Drogerien, Bio- und Hofläden sowie Wochenmärkte. Vor allem Drogerien gewinnen als Einkaufsorte für pflanzliche Alternativen und funktionale Ernährungsprodukte an Bedeutung.

Beim Lebensmitteleinkauf entscheidet vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis (54 %). Weitere Faktoren sind Geschmack (44 %), Verfügbarkeit und Erreichbarkeit (32 %), Routine und Gewohnheit (27 %) sowie Gesundheit und Verträglichkeit (24 %). Dagegen spielen regionale Herkunft (20 %), Tierwohl und ethische Aspekte (19 %) sowie Nachhaltigkeit (13 %) eine geringere Rolle. 

Bei der Einkaufsplanung nutzen etwa 69 Prozent digitale Rabattangebote und Couponaktionen in Apps, aber auch der klassische Einkaufszettel ist weiterhin ein beliebtes Hilfsmittel (53 %). Aktionshinweise direkt im Geschäft bleiben für die Kaufentscheidung wichtig (54 %), während klassische Werbung (31 %), Social-Media-Beiträge (26 %) oder KI-Empfehlungen (23 %) weniger relevant sind.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

KPMG: Zwischen Lebensstil und Preisorientierung 

BZfE: Wie gelingt der bewusste Einkauf? - Mehr Nachhaltigkeit in der Küche

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