(BZfE) – Vor dem Start in den Urlaub stellt sich die Frage: Wie schaffen wir es, keine Lebensmittel wegzuschmeißen? Mit ein bisschen Planung und ein paar Ideen kann das gut gelingen. Zum Hintergrund: Durchschnittlich werfen wir in Deutschland pro Person und Jahr mehr als 70 Kilogramm Lebensmittel weg. Das ist nicht nur teuer und bedauerlich, sondern auch eine Verschwendung von Ressourcen wie Wasser, Landfläche und Energie, die in die Produktion der Lebensmittel geflossen sind.
Am besten ist es, schon ein paar Tage vor dem Urlaub eine „Inventur“ im Kühlschrank zu machen. Dann kauft man nicht versehentlich noch eine neue Packung Quark, obwohl sich noch eine hinter dem Joghurt versteckt. Danach beginnt die Planung: Was können wir mit dem zubereiten, was noch da ist? Gute Rezepte für Reste sind ein gemischter Salat oder eine Gemüsepfanne mit Reis, Kartoffeln oder Gnocchi. Darin lassen sich auch Schinken- oder Wurstreste verwenden. In einem Auflauf verschwinden außerdem Schmand, (saure) Sahne und Käse. Ein bunter Suppentopf eignet sich genauso gut und kann sogar für schnelles Essen bei der Rückkehr eingefroren werden. Am Abreisetag kommt die restliche Rohkost einfach in eine Dose oder direkt auf Sandwich oder Wrap für die Fahrt. Auch Obst lässt sich vorbereiten oder unterwegs mit dem Taschenmesser aufschneiden.
Weitere Inspiration für kreative Reste-Rezepte bietet auch die Zu gut für die Tonne!-App. Einfach bis zu drei Reste-Zutaten eingeben und passende Rezeptvorschläge erhalten.
Wer kurz vor knapp merkt, dass doch noch zu viele verderbliche Vorräte da sind, hat zwei Möglichkeiten: Einfrieren oder verschenken. Einfrieren klappt mit Brot, vielen Obst- und Gemüsearten, aber auch mit Butter, Schnitt- und Hartkäse. Brot als auch Käse können am Stück oder gerieben ins Gefrierfach. Obst und Gemüse vor dem Einfrieren waschen, gegebenenfalls schälen, entsteinen oder entkernen und am besten in küchenfertige Stücke schneiden. Gemüse kann außerdem kurz in kochendes Wasser gegeben werde, um unerwünschte Mikroorganismen abzutöten und Enzyme unwirksam zu machen. Außerdem bleiben Farbe und Vitamine der Produkte besser erhalten und die spätere Garzeit verkürzt sich. Zum Einfrieren sind Gefrierbeutel oder dicht schließende gefriertaugliche Behälter sinnvoll. Bei Dosen auf das Symbol mit der Schneeflocke achten, denn diese Behälter vertragen Minusgrade ohne brüchig zu werden. Die Beutel oder Behälter am besten mit Inhalt und Einfrierdatum beschriften.
Was sich nicht gut einfrieren lässt oder nicht mehr ins Gefrierfach passt, kann verschenkt werden, zum Beispiel in der Nachbarschaft, an Freunde oder Familie. Auch Online gibt es Möglichkeiten, beispielsweise foodsharing.de. Auf einer digitalen Karte sind dort einerseits Orte zu finden, zu denen man übrig gebliebene Lebensmittel bringen kann, sogenannte Fairteiler; es gibt aber auch die Möglichkeit, privat einen Essenskorb einzustellen, der abgeholt werden kann.
Wenn der Kühlschrank nahezu leer ist, kann man die Gelegenheit wunderbar nutzen, ihn gründlich sauber zu machen. Danach genügt es, das Gerät in den Urlaubsmodus oder eine eher kleine Kühlstufe zu stellen, denn im geschlossenen Gerät ist es im Inneren auch so kühl genug für die verbliebenen Vorräte.
Julia Icking, bzfe.de
Weitere Informationen:
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