(BZfE) – Die Menschen in Deutschland legen Wert auf eine gesunde Ernährung – gleichzeitig soll sie unkompliziert sein und zum Alltag passen. Das zeigt unter anderem die neue Studie „Nutrition 2026“. Dafür hat das Marktforschungsunternehmen YouGov in einer Untersuchung ermittelt, welche Bedürfnisse und Motive das Ernährungsverhalten beeinflussen.
Demnach möchten 73 Prozent der Befragten mit ihrer Ernährung langfristig gesund bleiben. 75 Prozent wünschen sich, dass sich eine gesunde Ernährung einfach in den Alltag integrieren lässt. Darin zeigt sich ein Spannungsfeld zwischen Gesundheitsbewusstsein und Alltagstauglichkeit. Strenge Regeln sind für viele Verbraucherinnen und Verbraucher weniger attraktiv: Fast jeder Zweite empfindet Ernährungsvorschriften und Verbote als Einschränkung des Essensgenusses.
Die Ergebnisse zeigen bereits Bekanntes: Eine einheitliche Ernährungsweise gibt es nicht. Was Menschen einkaufen und essen, hängt davon ab, welche Bedürfnisse gerade im Vordergrund stehen. Diese reichen von Gesundheit, Genuss, Selbstoptimierung, Abwechslung bis hin zu Alltagstauglichkeit und persönlichen Werten. Ernährungsentscheidungen können je nach Situation unterschiedlich ausfallen – feste Ernährungsmuster passen offenbar nur bedingt zum Alltag. Preisbewusstsein, Zeitmangel und der Wunsch nach Genuss beeinflussen die Lebensmittelauswahl häufig stärker als neue Food-Trends. Auf Grundlage der verschiedenen Ernährungsbedürfnisse wurden in der Untersuchung sieben unterschiedliche Ernährungstypen identifiziert. Durch die anschließende Verknüpfung mit Marktdaten konnte auch das tatsächliche Kaufverhalten analysiert werden.
Die Studie weist zudem darauf hin, dass gesunde Ernährung heute weniger am Wissen der Verbrauchenden scheitert, sondern an ihrer praktischen Umsetzbarkeit im Alltag. Hier setzt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) mit seinen Informationsangeboten an. Es bietet vielfältige Impulse für den eigenen Essalltag – von der Schwangerschaft bis zum Seniorenteller. So gibt beispielsweise die Ernährungspyramide eine einfache Orientierung für die Lebensmittelauswahl. Darüber hinaus liefert das BZfE für fast 30 Obst- und Gemüsearten konkrete Tipps zu Einkauf, Lagerung und Zubereitung inklusive einfacher, bebilderter Rezepte und kurzer Videoclips. Die Inhalte können kostenlos als Infoblätter heruntergeladen werden. Auf dem Instagram-Kanal „waswiressen“ des BZfE finden sich darüber hinaus Rezepte, Warenkunde, Aufklärung über Ernährungsmythen sowie praktische Tipps und Lifehacks für den Alltag.
Melanie Kirk-Mechtel, bzfe.de
Weitere Informationen:
YouGov: Studie "Nutrition 2026": Moderne Ernährung verstehen. Konsumentenbedürfnisse in Wachstum übersetzen
BZfE: Die Ernährungspyramide – ausgewogen, abwechslungsreich, nachhaltig
BLE-Medienservice: Heft „Einfach besser essen“
BZfE: How-to: Obst und Gemüse
