Schälgurken vielseitig genießen

Von klassisch-deftig bis sommerlich-leicht

In einem weißen Teller sind Schmorgurken und Fleischbällchen in einer Dill-Rahmsoße. © vlentz – stock.adobe.com

(BZfE) – Schälgurken gelten als Klassiker der Hausmannskost – traditionell serviert mit cremiger Dillsoße, Kartoffeln und gebratenem Speck. Doch das Sommergemüse kann deutlich mehr. Ob gegrillt mit Feta, gefüllt mit Gemüse oder Pilzen, als Curry mit Linsen, als lauwarmer Salat mit Zitronendressing oder traditionell als Schmorgurken, sie sind überraschend vielseitig.

Die Gurke (Cucumis sativus) gehört zur Familie der Kürbisgewächse und ist mit Melone und Zucchini verwandt. Schälgurken werden im Freiland angebaut. Im Gegensatz zur langen, schlanken Salatgurke sind sie kürzer und dicker und haben eine derbere Schale sowie größere Kerne. Sie werden voll ausgereift mit gelblich- bis blassgrüner Schale geerntet. Ihr Fruchtfleisch schmeckt kräftiger als bei Salatgurken und leicht herb. Daher werden Schälgurken meist gegart und nur selten roh gegessen. Sie eignen sich hervorragend zum Schmoren, Braten und Kochen, da sie auch beim Garen ihre Form behalten.

Die Schale von Schälgurken ist essbar, wird wegen ihrer zähen Konsistenz jedoch meist entfernt. Auch die Stielenden sollten großzügig weggeschnitten werden, da sich dort die Bitterstoffe konzentrieren können. Anschließend die Gurke längs halbieren, mit einem Esslöffel die Kerne herauskratzen und je nach Rezept in Scheiben, Würfel oder Stifte schneiden.

Für ein schnelles Schmorgericht werden Zwiebeln fein gehackt und mit den Gurkenscheiben angedünstet. Anschließend mit wenig Gemüsebrühe aufgießen, kurz aufkochen und je nach Dicke acht bis zehn Minuten lang schmoren lassen. Die Gurken sind fertig, wenn sie zwar weich sind, aber noch Biss haben. Mit etwas Schmand, Senf, Dill, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker oder etwas Honig abschmecken. Alternativ zu Schmand eignen sich saure Sahne oder Crème fraîche. Wer keinen Dill mag, kann Petersilie oder Schnittlauch verwenden. Ist die Soße zu dünn, lässt sie sich mit etwas Speisestärke binden. Als Beilage bieten sich Petersilien-, Salz- oder Bratkartoffeln, Linsenbratlinge, gebratene Speckstreifen oder Fisch an.

Schälgurken sind von Juni bis September aus heimischem Freilandanbau erhältlich. Wer sich an der Saison orientiert und auf regionale Angebote setzt, kann einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten und unterstützt lokale Erzeugerbetriebe. Beim Einkauf sollten Schälgurken eine pralle, feste, gleichmäßige Schale haben, ohne Druckstellen, weiche Stellen oder Verfärbungen. Da sie kälteempfindlich sind, halten sie sich im Gemüsefach des Kühlschranks nur wenige Tage lang. 

Wie andere Gurken haben auch Schälgurken einen hohen Wassergehalt und sind daher ein sehr kalorienarmes Gemüse. Sie liefern unter anderem Ballaststoffe sowie geringe Mengen an Vitamin C, B-Vitaminen und Mineralstoffen wie Kalium.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: Vom Snack bis ins Einmachglas – Gurken für jede Gelegenheit

BZfE: Essiggurken, saure Gurken und Senfgurken – was ist der Unterschied?

BZfE: How-to: Salatgurke

BZfE: Der Saisonkalender