(BZfE) – An heißen Sommertagen ist die saftige Wassermelone eine beliebte Erfrischung. Auch die hellgrüne Schicht zwischen grüner Außenschale und rotem Fruchtfleisch ist essbar und zum Wegwerfen viel zu schade. In der Küche lässt sie sich einfach und vielseitig verwenden – etwa in Säften und Smoothies, als Salatzutat, in Pfannengerichten, süß-sauer eingelegt als Pickles oder eingekocht als Chutney.
Vor der Verarbeitung sollte die Melone gründlich gewaschen werden. Anschließend die äußere, dunkelgrüne Schale dünn abschneiden. Verwendet wird die darunterliegende weißliche bis hellgrüne Schicht, die im Vergleich zum roten Fruchtfleisch fester ist und mild bis neutral schmeckt. Sie enthält unter anderem Ballaststoffe, Vitamin C, B-Vitamine und Kalium.
Für einen Salat wird die hellgrüne Schicht in feine Streifen geschnitten. Etwas rotes Fruchtfleisch darf dabei an der Schicht bleiben. Wer mag, gibt weitere Zutaten wie Frühlingszwiebeln, Möhren, Salatgurke und Radieschen hinzu. Dazu passt ein einfaches Dressing aus Olivenöl, Zitronensaft, etwas Chili, Salz und Pfeffer. Je nach individuellem Geschmack, können auch geröstete Erdnüsse und frische Minze hinzugefügt werden.
Auch für ein Wok-Gericht eignet sich die hellgrüne Schicht. Dafür wird sie in Stifte geschnitten und kurz in etwas Sesamöl mit Möhren und Zwiebeln angebraten. Sojasoße, etwas Honig, Knoblauch und Ingwer hinzugeben und alles kurz weiterbraten. Mit frischen Kräutern wie zum Beispiel Koriander garnieren und sofort servieren.
Ein besonderer Tipp sind süß-sauer eingelegte Pickles: Die hellgrüne Schicht in kleine Würfel schneiden und in einem Sud aus Essig, Wasser, Salz und etwas Zucker rund zwanzig Minuten bei geringer Hitze ziehen lassen. Je nach Geschmack kommen noch Zitronenscheiben und Gewürze wie Senfkörner, Wachholderbeeren, Sternanis oder Nelken hinzu. Die Pickles sind fertig, wenn die Würfel leicht durchsichtig werden. Das schmeckt sehr gut als Beilage zu Brot, Käse, Gegrilltem oder Salaten.
Alternativ lässt sich die hellgrüne Melonenschicht auch zu Chutney einkochen. Dazu Schalotten und Ingwer in etwas Öl andünsten, gewürfelte Melonenstücke hinzugeben und mit Orangensaft ablöschen. Mit Apfelessig, Senfkörnern und etwas Zucker würzen und unter Rühren einkochen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Kochend heiß in saubere Gläser gefüllt, lässt sich das Chutney gut auf Vorrat zubereiten. Es passt prima zu Käse, Currys, Burgern und Sandwiches. Wer die hellgrüne Schicht der Melone mitverwendet, vermeidet so nicht nur Lebensmittelabfälle, sondern bringt auch kulinarische Abwechslung in die Sommerküche.
Heike Kreutz, bzfe.de
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