(BZfE) – Curry ist eine der bekanntesten Gewürzmischungen weltweit. Sie besteht aus verschiedenen Einzelgewürzen und kann je nach Zusammensetzung süßlich-mild, herb-würzig oder feurig-scharf schmecken. Daher ist Curry nicht gleich Curry.
Der Name geht vermutlich auf das tamilische Wort „kari“ zurück, das unter anderem für eine gewürzte Soße oder Speise steht. Häufig sind damit indische Eintöpfe oder Schmorgerichte mit Soße, Gemüse und vielen Gewürzen gemeint, die je nach Rezept auch Fleisch oder Fisch enthalten. Im 18. Jahrhundert verbreitete sich die Bezeichnung „Curry“ über britische Händler auch in Europa. In Großbritannien entstanden Gewürzmischungen, die als „Currypulver“ beziehungsweise „Curry Powder“ angeboten wurden. In Indien werden die Gewürze dagegen je nach Gericht und Region unterschiedlich zusammengestellt sowie häufig frisch gemahlen und geröstet.
Currypulver gibt es in zahlreichen Varianten. Häufig sind Kurkuma, Bockshornklee, Kreuzkümmel, Fenchelsamen und Koriander, aber auch Pfeffer, Paprika, Chili, Ingwer, Kardamom, Nelken oder Piment enthalten. Je nach Mischung kommen noch Senf, Kümmel, Muskat, Zimt, Vanille oder Lorbeer hinzu. Bei einer gelben Currymischung sorgt Kurkuma für die charakteristische gelbe Farbe. In Currypulver können auch Speisesalz und andere Zutaten wie Hülsenfruchtmehl oder Stärke vorhanden sein. Der Anteil an Speisesalz darf höchstens 5 Prozent, der Anteil an anderen Zutaten höchstens 10 Prozent betragen, so legen es die Leitsätze des Deutschen Lebensmittelbuchs für Gewürze fest. Was tatsächlich in der Mischung steckt, steht in der Zutatenliste.
Eine Currymischung lässt sich leicht selbst herstellen. Dafür werden ganze, getrocknete Gewürze nach persönlichem Geschmack zusammengestellt und kurz vor der Verwendung in einem Mörser oder einer Gewürzmühle gemahlen.
Currypulver ist hierzulande als Würzzutat für Currywurst und Curryketchup bekannt. Es passt aber zu vielen weiteren Gerichten – etwa zu Aufläufen, Suppen, Soßen und Dips, zu Fleisch, Fisch, Tofu und Hülsenfrüchten, Reis und Nudeln. Auch Kokosmilch und Gemüse wie Kürbis, Blumenkohl oder Möhren harmonieren gut mit der Mischung. Eine Prise Curry kann auch klassischen europäischen Rezepten eine exotische Note geben.
Je nach Zusammensetzung und Schärfe sollte Currypulver vorsichtig dosiert werden. Besonders gut entfaltet sich das Aroma, wenn es kurz in einer Pfanne ohne Fett sanft angeröstet wird. Sind die Temperaturen zu hoch, wird die Mischung leicht bitter.
Gemahlene Gewürze sollten zu Hause luftdicht, trocken und lichtgeschützt gelagert und nach dem Öffnen innerhalb eines Jahres verbraucht werden, denn sie verlieren mit der Zeit an Aroma.
Heike Kreutz, www.bzfe.de
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