Kräuter der Provence

Mediterrane Kräutermischung einfach selbst gemacht

Traditionelle französische Ratatouille im modernen Stil mit Tomaten, Auberginen, Zucchini und  Kräuter der Provence, serviert in einer rustikalen gusseisernen Pfanne. © HLPhoto – stock.adobe.com

(BZfE) – „Kräuter der Provence“ gehören zu den beliebtesten Kräutermischungen der Mittelmeerküche. Ob Ratatouille, Ofenkartoffeln oder Tomatensoße – sie verleihen vielen Gerichten eine mediterrane Note. Die Mischung ist nach der Provence, einer Region in Südfrankreich benannt, deren sonniges und trockenes Klima ideale Bedingungen für viele der verwendeten Kräuter bietet.

Nach den Leitsätzen für Gewürze und andere würzende Erzeugnisse versteht man unter „Kräuter der Provence“ eine Mischung aus getrockneten, zerkleinerten Kräutern, die üblicherweise Rosmarin, Thymian, Basilikum und Oregano enthält. Je nach Hersteller und Rezeptur werden weitere Kräuter wie Majoran, Bohnenkraut, Estragon, Kerbel, Fenchel, Lorbeer oder Lavendelblüten ergänzt. Die Mischung wird als herb-würzig bis leicht süßlich beschrieben und kann je nach Zusammensetzung bittere, leicht scharfe oder fruchtige Akzente aufweisen. Fertige Mischungen werden getrocknet im Gewürzregal angeboten. Da der Geschmack meist intensiv ist, am besten sparsam dosieren und nicht mit weiteren starken Gewürzen kombinieren.

Die Kräutermischung ist vielseitig einsetzbar und entfaltet in der Wärme ihr volles Aroma. Traditionell wird sie für französische Klassiker wie das Schmorgericht Ratatouille, provenzalisches Huhn und die berühmte Fischsuppe Bouillabaisse verwendet. Die „Kräuter der Provence“ verleihen aber auch vielen Alltagsgerichten eine besondere Note – etwa Soßen, Suppen, Eintöpfen, Aufläufen, Gemüsepfannen, Kartoffelgerichten, Pasta und Pizza. Besonders gut harmoniert die Mischung mit mediterranem Gemüse, Hülsenfrüchten, Fisch und Fleisch. Auch in Grillmarinaden, Salatdressings und Kräuterbroten sorgt sie für das gewisse Etwas. Selbst Obstsalate mit Beeren, Melonen oder Aprikosen lassen sich damit verfeinern.

Ohne großen Aufwand lassen sich die „Kräuter der Provence“ auch selbst herstellen. Ein Originalrezept gibt es nicht. Für eine klassische Basis werden getrockneter Rosmarin, Thymian, Basilikum, Oregano und Bohnenkraut zu gleichen Teilen vermischt. Nach Belieben können weitere Kräuter wie getrocknete Lavendelblüten ergänzt werden. Wer Kräuter auf der Fensterbank, dem Balkon oder im Garten anbaut, kann sie nach der Ernte trocknen, zerkleinern und vermengen. In einem luftdicht verschlossenen, dunklen Glas hält sich die Mischung viele Monate. So entsteht eine individuelle Kräuterkombination – mild oder kräftig, fruchtig oder würzig-scharf.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: How to – Kräuter

BZfE: Kräuter-Knigge – so behalten Küchenkräuter ihr Aroma

BZfE: Rosmarin – der mediterrane Klassiker

BZfE: Thymian überrascht mit Vielseitigkeit

BZfE: Volles Sommeraroma: Basilikum

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BZfE: Volles Sommeraroma: Basilikum

BZfE: Majoran für die deftige Küche

BZfE: Das pfeffrig-scharfe Bohnenkraut

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BZfE: Kerbel bringt frische Aromen

(Bildquelle: © HLPhoto – stock.adobe.com)