(BZfE) – Campingurlaub egal ob im Zelt, Van oder Wohnmobil bedeutet wenig Stauraum und Kühlmöglichkeiten bei gleichzeitig begrenzter Anzahl an Kochstellen und Kochutensilien. Trotzdem lassen sich mit ein bisschen Planung leckere und ausgewogene Gerichte auf den Tisch bringen.
Zunächst hilft ein Grundvorrat mit Raps- oder Olivenöl, Essig, Salz, Pfeffer und den Lieblingsgewürzen. Beim Einkaufen vor Ort heißt es: Genau überlegen und gut planen. Es ist sinnvoll, frische Lebensmittel nur in kleinen Mengen zu kaufen, denn auf dem Campingplatz sind sie oft großen Temperaturschwankungen ausgesetzt, so dass sie rasch verderben. Fleisch und Fisch sollten stets frisch gekauft, gut gekühlt und rasch verzehrt werden. Auch Milch und Milchprodukte brauchen Kühlung. Bei Obst und Gemüse gibt es einige Unterschiede: Empfindliche Arten wie Nektarinen oder Salat sollten je nach Außentemperatur am besten am gleichen oder nächsten Tag aufgegessen werden. Möhren, Zwiebeln und Äpfel dagegen bleiben auch bei höheren Temperaturen ein paar Tage lang frisch. Das gleiche gilt für Brot – vor allem Vollkornbrot – in einem Brotbeutel. Haltbare Lebensmittel wie Haferflocken, Nudeln, Couscous oder Linsen können je nach Platz bevorratet werden. In dicht schließenden Behältern sind sie gut vor Insekten geschützt. Konserven mit Tomatenstücken, Hülsenfrüchten und anderem Gemüse brauchen ebenfalls keine Kühlung und runden den Vorrat ab.
Aus diesen Vorräten lässt sich einiges zubereiten. Zum Beispiel One-Pot-Gerichte mit kleinen Nudeln oder Reis, direkt in der (Tomaten-)Soße gegart. Aber auch eine Couscous-Pfanne oder ein Linsen-Dal sind schnell und mit wenig Kochutensilien gemacht. Wer rote oder gelbe Linsen nimmt, kann sich über die kurze Garzeit der geschälten Hülsenfrüchte freuen. Noch schneller geht es, wenn Linsen, Kichererbsen oder Kidneybohnen aus der Konserve kommen. Dann sind sie schon fertig gegart und können sowohl kalt als auch warm gegessen werden. So passen sie auch prima als sättigende Zutat in einen gemischten Salat.
Grillen ist beim Camping wohl der Klassiker. Neben Fleisch, Grillkäse und (veganen) Würstchen schmeckt auch Gemüse vom Grill. Dafür Zucchini, Auberginen und Paprika in nicht zu dünne Scheiben bzw. Streifen schneiden. Mit Olivenöl, Salz und Pfeffer marinieren. Das geht besonders einfach, wenn man die Marinade mit den Gemüsestücken in einer dicht schließenden Dose schüttelt. Alternativ ganze Champignonköpfe mit etwas Kräuterbutter füllen und grillen.
Beim Camping ist es schwierig, nicht nur frisch Gekauftes passend zu lagern, sondern auch Gegartes. Daher ist es besser, nicht zu viel zu kochen. Wenn beim Einkaufen die Augen einmal größer waren als der Magen, freuen sich die Nachbarn vielleicht über eine Portion Salat oder sogar eine Einladung zum Essen. Dann wird aus dem Abendessen ein geselliges und genussvolles Beisammensein, das nebenbei noch Reste verhindert.
Julia Icking, bzfe.de
Weitere Informationen:
BZfE: Ab in den Urlaub ohne Reste – Aufessen, verschenken, einfrieren
BZfE: Tipps für den richtigen Reiseproviant
BZfE: Perfekter Proviant für aktive Ausflüge – Snackideen für unterwegs
BZfE: Food fürs Festival – was gibt es Warmes?
BZfE: Kalte Suppe für heiße Tage: Gazpacho
BZfE: Sommerrollen selbst gemacht – perfekter Snack für heiße Tage
(Bildquelle: © Skórzewiak – stock.adobe.com)
