Haselnüsse: Herbstgenuss mit Biss

Wissenswertes über die kleinen Kraftpakete

Auf einem Tisch steht eine weiße Schüssel mit Rucola, Roter Bete, Mozzarella und Haselnüssen. © FomA – stock.adobe.com

(BZfE) – Haselnüsse sind klein, rund und ein guter Snack. Sie knacken beim Zerbeißen, liefern tolle Nährstoffe und machen außerdem schön satt. Als Portion gilt eine Handvoll. In den Nüssen stecken viele gesunde Fette, leicht verdauliches Eiweiß und Ballaststoffe, dazu Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen und Zink. Außerdem enthalten sie B-Vitamine und Vitamin E, von letzterem im Vergleich zu anderen Nüssen viel.

Haselnüsse reifen zwischen September und November. Haselsträucher oder -bäume gibt es auf Privatgrundstücken und öffentlichen Flächen. Reife Nüsse sind daran zu erkennen, dass die fransige Blatthülle anfängt, braun zu werden und die Schale weitgehend braun ist. Reife Nüsse lösen sich durch leichtes Schütteln von den Ästen oder liegen schon auf dem Boden. Nüsse, die fest am Baum sitzen, sind unreif. Wer Haselnüsse selber sammelt, sollte sie vier bis sechs Wochen lang an einem geeigneten Ort ausgebreitet liegen lassen, damit sie genügend trocknen können. Zwischendurch ab und zu wenden und dabei verlesen, damit sie nicht schimmeln.

Wer nicht selber sammeln möchte, kann die Nüsse natürlich auch kaufen. Regionale Ware gibt es zum Beispiel in Hofläden, auf Märkten oder online bei Direktvermarktern. Im Handel sind überwiegend importierte Haselnüsse aus der Türkei und Italien erhältlich. Schwankende Erträge auch als Folge des Klimawandels sorgen für sehr unterschiedliche Haselnusspreise Auch das Thema faire Löhne und annehmbare Arbeitsbedingungen ist immer wieder in der Diskussion. Menschen, auch Kinder, müssen laut Menschenrechtsorganisationen teilweise unter schlechten Bedingungen arbeiten. Ob Haselnüsse pur oder verarbeitet in Schoko-Nuss-Creme gegessen werden: all das sieht man nicht auf dem Etikett. Viele Hersteller, vor allem im Bio-Sektor, achten im Ankauf auf angemessene Arbeitsbedingungen. Auch das Fairtrade-Siegel plant, zukünftig Haselnüsse zu zertifizieren.

Gut getrocknet bleiben ganze Haselnüsse in einem Netz oder Beutel an einem trockenen, kühlen und dunklen Ort gelagert bis zu einem Jahr lang frisch. Geknackte, gehackte oder gemahlene Nüsse verlieren schneller ihr Aroma und können auch schneller schimmeln oder ranzig werden. Sie sollten in wenigen Wochen aufgegessen werden. Am besten lagern sie luftdicht verschlossen und dunkel, als Geheimtipp gilt für sie der Kühlschrank. Sowohl Haselnusskerne als auch gehackte oder gemahlene Nüsse lassen sich gut einfrieren. Ob die Nüsse noch genießbar sind, kann man leicht herausfinden: Riechen oder schmecken sie ranzig, bitter oder muffig, haben sie schwarze Flecken, sind schimmelig oder von Schädlingen befallen, dann am besten entsorgen.

Haselnüsse sind mehr als ein schneller Snack. Sie stecken in Nussecken, traditionellen Weihnachtsplätzchen und süßen Brotaufstrichen. Haselnüsse können aber auch herzhaft kombiniert werden. Sie schmecken leicht geröstet im Salat, als i-Tüpfelchen auf dem Pilz-Risotto oder gehobelt in feiner Pasta-Soße. 

Julia Icking, bzfe.de

Weitere Informationen:

BZfE: How-to-Nüsse – knackige Kraftpakete

BZfE: Walnüsse – Harte Schale, gesunder Kern

BLE: Nüsse von hier und anderswo – Fragen und Antworten zur Nachhaltigkeit von Mandeln, Cashews, Hasel- und Walnüssen

(Bildquelle: © FomA – stock.adobe.com)