(BZfE) – Wer muskulös, sportlich und schön sein will, braucht angeblich viel Protein. Denn eine eiweißbetonte Ernährung fördert den Muskelaufbau, macht leistungsfähig und eine gute Figur. Das jedenfalls behauptet die Werbung, die Jugendliche mit ihren High-Protein-Produkten erfolgreich lockt. Aber stimmt das wirklich?
Dieser Frage geht das Unterrichtsmaterial „High Protein – was steckt dahinter?“ nach. Aufgrund der großen Nachfrage hat das Bundeszentrum für Ernährung dieses Material aktualisiert und ergänzt. Es eignet sich für die Sekundarstufe ab Klasse 8, für Berufsschulen, Projekte und außerschulisches Lernen. Neu ist unter anderem ein digitales Quiz, mit dem die Lernenden die High-Protein-Versprechen ausgewählter Produkte unter die Lupe nehmen. Anhand realer Verpackungen oder der Fotokarten im Unterrichtsmaterial untersuchen sie High-Protein-Produkte wie Joghurts, Riegel oder Eiweißbrot. Sie vergleichen deren Zutaten, Nährwerte und Preise mit herkömmlichen Lebensmitteln und hinterfragen die typischen Werbeversprechen. Dabei wird deutlich: Auch ganz alltägliche Lebensmittel wie Quark oder Haferflocken sind „reich an Protein“.
Das Unterrichtsmaterial verknüpft das Interesse der Jugendlichen an muskelaufbauender und figurformender Ernährung mit Fragen zu Gesundheit, Konsum und Nachhaltigkeit. Mithilfe der Unterrichtsmethode „Mystery“ diskutieren die Lernenden in Kleingruppen die komplexen Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Nachhaltigkeit. Mit Blick auf die Werbestrategien der Hersteller prüfen sie Internetquellen auf Glaubwürdigkeit und stellen fest: Werbung vermittelt das Gefühl, High-Protein-Produkte machen fitter, schöner und schlanker. Aber wissenschaftlich belegt ist das nicht.
Weitere Informationen:
BZfE: High Protein – Muckis zum Löffeln?
BLE-Medienservice: Unterrichtsmodul: High Protein – was steckt dahinter?
LearningApps.org: Wer darf mit „High Protein“ werben?
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