(BZfE) – Möhren gehören zu den beliebtesten Gemüsearten in Deutschland, der Pro-Kopf-Verbrauch von Möhren, Karotten und Roten Rüben lag 2024/25 bei 11,2 Kilogramm. Sie liefern unter anderem Beta-Carotin, aus dem der Körper Vitamin A bilden kann. Das Vitamin ist wichtig für die normale Sehkraft. Doch sind Möhren tatsächlich gut für die Augen?
Möhren enthalten Ballaststoffe, Mineralstoffe wie Kalium und verschiedene B-Vitamine. Für die typische Farbe sorgen vor allem Carotinoide wie Beta-Carotin, das in orangefarbenen Sorten reichlich vorkommt. Da Beta-Carotin fettlöslich ist, empfiehlt es sich, Möhren in etwas Öl oder Butter zuzubereiten. Auch Zerkleinern und Garen verbessert die Aufnahme des sekundären Pflanzenstoffs.
Der Körper kann Beta-Carotin bei Bedarf in Vitamin A umwandeln, das im Körper viele wichtige Aufgaben erfüllt. Es unterstützt unter anderem das Immunsystem und ist für den Sehvorgang unverzichtbar. Vitamin A wird unter anderem für den Sehfarbstoff Rhodopsin benötigt. Er ermöglicht es uns, auch bei schwachem Licht zu sehen.
Ein durch die Ernährung verursachter Vitamin-A-Mangel ist in Deutschland und anderen Industrieländern sehr selten. Er kann sich unter anderem durch Nachtblindheit bemerkbar machen. In Ländern mit Mangelernährung ist Vitamin-A-Mangel dagegen eine häufige Ursache für eine vermeidbare Erblindung im Kindesalter und erhöhte Kindersterblichkeit.
Möhren können damit zu einer ausreichenden Vitamin-A-Versorgung beitragen. Sie verbessern die Sehkraft jedoch nicht über das normale Maß hinaus – und sind auch kein nachgewiesener Schutz vor altersbedingten Augenerkrankungen.
Heike Kreutz, bzfe.de
Weitere Informationen:
BZfE: How-to: Möhren
BZfE: Von Möhren und Karotten – zweitliebstes Gemüse der Deutschen
BZL: Möhren
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