Vorgeschnittenes Obst und Gemüse

Im Kühlschrank lagern, rasch verbrauchen

Die Bildfläche ist ausgefüllt mit in Stücke geschnittenen Äpfeln, Bananen, Orangen, Kiwis und Erdbeeren. © Fotoschlick – stock.adobe.com

(BZfE) – Viele Supermärkte bieten Salatmischungen, frische Kräuter, Sprossen oder Obst bereits geschnitten in der Kühltheke an. Das ist praktisch, wenn es in der Küche schnell gehen soll. Doch diese vorbereiteten Produkte sind leicht verderblich und Krankheitserreger können sich hier leichter vermehren, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Deshalb kommt es auf die richtige Kühlung und einen zügigen Verzehr an. 

Fresh-Cut- oder Ready-to-eat-Produkte werden maschinell verarbeitet und in Folie verpackt oder direkt vor Ort im Supermarkt vorbereitet. Das Sortiment reicht von Blattsalaten und Mischungen mit Gemüse, Toppings und Dressings bis hin zu vorgeschnittenen Melonen, Ananas, Granatapfelkernen und Obstsalaten. 

Bereits beim Anbau, beim Transport, bei Aufbereitung und Lagerung kann Obst und Gemüse mit Krankheitserregern verunreinigt werden. Durch das Schneiden entstehen große Oberflächen, und der an den Schnittstellen austretende Zellsaft bietet Bakterien einen guten Nährboden. Auch die hohe Luftfeuchtigkeit in Plastikverpackungen begünstigt die Vermehrung von Keimen. Da man die Fresh-Cut-Produkte meist roh verzehrt, werden mögliche Krankheitserreger nicht durch Erhitzen abgetötet.

Schon beim Einkauf sollten Verbraucherinnen und Verbraucher auf gut gekühlte Produkte und unbeschädigte Verpackungen achten, rät das BfR. Aufgeblähte Verpackungen, Farbverlust und starke Flüssigkeitsansammlungen können auf mangelnde Frische hinweisen.

Zu Hause gehören Fresh-Cut-Produkte direkt in den Kühlschrank und sollten möglichst bald verbraucht werden – spätestens bis zum angegebenen Verbrauchsdatum. Auch als „verzehrfertig“ gekennzeichnete Salate sollten vor dem Essen nochmals gründlich mit kaltem Wasser abgespült werden, um die Keimbelastung zu senken. Manche Fresh-Cut-Salate tragen statt des Verbrauchsdatums ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Mit Ablauf des MHD sollte hier besonders auf Verderb und auffällige Gerüche geachtet werden. 

Schwangere, kleine Kinder, ältere Menschen und Personen, deren Immunsystem geschwächt ist, sind besonders anfällig für Lebensmittelinfektionen. Sie sollten vorsichtshalber auf vorgeschnittene und verpackte Salate sowie vorgeschnittenes Obst verzichten. 

Wer Obst und Salat selbst schneidet, sollte die Zutaten zuvor gründlich waschen. Anschließend möglichst direkt vor dem Essen klein schneiden oder die Stücke bis dahin abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. So lässt sich das Risiko einer Lebensmittelinfektion am besten verringern. Außerdem können die Zutaten nach eigenem Geschmack zusammengestellt werden, und es fällt weniger Verpackungsmüll an.

Heike Kreutz, bzfe.de

Weitere Informationen:

BfR: Vorgeschnittenes Obst und Gemüse kann Krankheitserreger enthalten

BZfE: Sauberkeit und Hygiene in der Küche – So lassen sich lebensmittelbedingte Krankheiten vorbeugen

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