Was sind „Clubäpfel“?

Pink Lady, SweeTango, Kanzi

Äpfel der Sorte Cripps Pink Lady in Kisten geerntet. © Matthias Matscher – stock.adobe.com

(BZfE) – Elstar, Jonagold und Gala sind bekannte Apfelsorten. Daneben liegen im Supermarkt immer häufiger Äpfel mit ungewöhnlichen Namen wie SweeTango™, Kanzi® oder Fräulein®. Diese sogenannten Clubäpfel werden über spezielle Lizenz- und Vermarktungssysteme unter geschützten Markennamen angeboten. 

Klassische Sorten wie Elstar werden von zahlreichen Obstbaubetrieben angebaut und unter ihrem Sortennamen vermarktet. Bei Clubäpfeln sind Anbau und Vermarktung dagegen stärker organisiert. Lizenznehmer müssen bestimmte Vorgaben einhalten – etwa zur Fruchtgröße, Ausfärbung, Qualität, Erntezeitpunkt oder Verpackung. Die Lizenzen vergibt je nach Sorte der jeweilige Rechteinhaber oder eine von ihm beauftragte Organisation. 

Clubsysteme ermöglichen eine einheitliche Vermarktung und die Positionierung einer Apfelsorte als Marke. Für Erzeuger können sie zudem eine besser planbare Vermarktung bieten. Für Verbraucherinnen und Verbraucher können einheitliche Qualitätsmerkmale ein Vorteil sein. Allerdings sind Clubäpfel häufig teurer als andere Äpfel. Kritiker sehen zudem die Gefahr, dass die Konzentration auf wenige erfolgreiche Sorten die Vielfalt im Apfelanbau verringert.

Zu den bekanntesten Clubapfel-Marken gehört Pink Lady®. Dahinter steht die Apfelsorte Cripps Pink, eine Kreuzung aus Golden Delicious und Lady Williams. Die Sorte wurde in den 1970er Jahren in Australien gezüchtet und wird heute unter anderem in Frankreich, Italien und Spanien angebaut. Der Apfel hat eine rosarote bis rote Schale, ist saftig und schmeckt süß-säuerlich.

Im Laufe der Jahre sind zahlreiche weitere Clubapfel-Marken hinzugekommen. Einige davon werden auch in Deutschland angebaut. SweeTango® ist eine Kreuzung der Sorten Honeycrisp® und Zestar!® und zeichnet sich durch eine besonders knackige Konsistenz aus. Bei dem Clubapfel Kanzi® handelt es sich um eine Kreuzung aus Braeburn und Gala. Der saftige Apfel schmeckt angenehm fruchtig bis fein-säuerlich. Fräulein® ist eine Zufallszüchtung. Der Apfel ist knackig im Biss, hat ein ausgewogenes Süße-Säure-Verhältnis und besonders gute Lagereigenschaften.

Ob Clubsorten oder altbekannte Vertreter wie Elstar und Braeburn – im Frühherbst kommen wieder frische heimische Äpfel in den Handel. Für 2026 wird nach vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes eine unterdurchschnittliche Apfelernte erwartet. Aufgrund von Schäden durch Hitze, Trockenheit und Hagel wird die Ernte in Deutschland damit voraussichtlich um knapp 18 Prozent niedriger ausfallen als im Vorjahr.

Heike Kreutz, bzfe.de

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BZfE: Äpfel – knackig, lecker und gesund!

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